Meniskusschaden

Die beiden knorpelartigen Halbmondscheiben des Knies, der Innen- und Außenmeniskus, sind ziemlich strapazierfähig. Doch bei starken Scherkräften durch Rotationsbewegungen, wie sie im Kniegelenk z.B. bei sportlicher Belastung auftreten, kann es zu einem Einriss des Meniskusgewebes kommen. Je nach Ort und Verletzung werden verschiedene Rissformen unterschieden, dementsprechend kann auch das Beschwerdebild variieren. Oft klagen die Betroffenen über Schmerzen und ein Blockierungsgefühl im Kniegelenk. Ebenso können Reizerscheinungen wie Schwellungen auftreten.

Alle Rissformen sollten möglichst zeitnah zur Verletzung behoben werden. Denn ein defekter Meniskus kann wie ein Sandkorn im Getriebe wirken und auf Dauer zu einem erheblichen Knorpelschaden (ArthroseKniegelenksarthrose) führen. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnostik und Therapie wichtig – auf diese Weise lässt sich zudem die verletzungsbedingte Pause in Beruf und Sport so kurz wie möglich halten.

Wie wird behandelt

Da das Meniskusgewebe nur im Basisbereich des Meniskus durchblutet ist, die meisten Risse aber in der Peripherie auftreten, ist eine Selbstheilung, z.B. durch eine Ruhigstellung des Gelenks, normalerweise nicht möglich. In den meisten Fällen ist daher eine meniskuserhaltende Operation notwendig. Die Art der Operation richtet sich nach Lage der Rissform sowie danach, ob auch Begleitverletzungen vorliegen. Wenn möglich operieren wir arthroskopisch. Je nach Defekt wird der Meniskus entweder wieder angeheftet oder das geschädigte Meniskusgewebe wird mithilfe der Arthroskopie gewebeschonend und sparsam entfernt. Der Heilungsverlauf einer Meniskusnaht dauert zwischen vier und acht Wochen – erst dann kann das Kniegelenk wieder voll belastet werden. Während dieser Zeit sind beim Gehen zwei Unterarmgehstützen notwendig, um das Knie zu entlasten.

Mehr zum Thema:

Das MVZ im Helios hat eine Broschüre zum Fachbereich „Knie & Hüfte“ veröffentlicht. Nachfolgend können Sie diese als PDF herunterladen.

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2.3 Knie | Hüfte