Das MVZ in Zeitung & Zeitschrift

Dr. Zirngibl: Endlich schmerzfrei bewegen – Patient Knie

9. Juni 2017, Neue Woche

Endlich schmerzfrei bewegen – Patient Knie

Arthrose, Bänder- und Meniskus-Schäden - wie man Gelenkprobleme in den Griff bekommt

Sind viele Eingriffe am Knie überflüssig?
Grundsätzlich gilt: Eine Operation ist immer die letzte -Lösung – nach konservativen Methoden mit Medikamenten oder Physiotherapie. Aber ein Kreuzbandriss bei jungen Patienten sollte z. B. operiert werden, denn sonst kann das Knie mit der Zeit instabil werden, was einen Verschleiß (Arthrose) begünstigt. Auch ein großer Meniskusschaden wird meist operiert.

Warum ist eine OP des Meniskus wichtig?
Die halbmondförmigen, elastischen Meniskusscheiben fungieren als Stoßdämpfer zwischen den Gleitflächen. Ein kaputter Meniskus hat eine Wirkung wie Sand im Getriebe. Die Gleitfähigkeit geht verloren und es bildet sich eher eine Arthrose. Ein Riss, der aufgrund von Abnutzung entsteht, tut nicht immer weh, kann aber zu Verklemmungen im Gelenk führen. Schmerzen treten eher bei Belastungen wie beim Treppen hinabgehen auf – oder sie kommen in Schüben. Entsteht der Riss durch einen Unfall, schwillt das Knie an und blockiert. Eine Kernspinaufnahme bringt Klarheit, ob der Riss per OP behandelt werden muss.

Heilt ein Riss des Kreuzbands auch allein aus?
Ist das Kreuzband nur gedehnt oder leicht eingerissen, kann man tatsächlich noch einmal abwarten, denn durch den Vernarbungsprozess wird das Band stabiler. Spürt der Patient allerdings, dass das Knie sich unsicher anfühlt, muss es operiert werden. Anders ist es beim Riss des Innenbands, was sogar häufiger vorkommt: Hier wird das Bein nur mit einer Schiene ruhig-gestellt, damit der Riss vernarbt.

Gibt es neue Therapien bei Arthrose?
Ja, etwa die Behandlung mit Stammzellen. Diese entnimmt man aus dem Bauchfett, bereitet sie im Labor auf und spritzt sie ins Gelenk, wo sie verbleibende Knorpelzellen zur Vermehrung anregen sollen (ab 3 000 €, manche Kassen beteiligen sich). Allerdings ist die Wirkung noch nicht hundertprozentig bewiesen. Derzeit laufen zwei wissenschaftliche Studien, die bis 2018 Ergebnisse liefern sollen.

Was hilft noch bei Verschleiß?
Spezielle weiche Einlegesohlen, die den Druck aus dem Gelenk nehmen (Kasse zahlt). Sind die Schmerzen sehr stark und reibt Knochen auf Knochen, hilft häufig nur ein künstliches Gelenk (Kasse zahlt).

Kann man damit Sport machen?
Ja, aber man sollte sich den Bedürfnissen des Knies anpassen. Etwa lieber radeln als joggen, Tennis auf Sandboden statt Squash und Badminton spielen. Grundsätzlich gilt: Nicht übertreiben und eventuell abnehmen, denn ein hohes Gewicht belastet das Gelenk.

Drei häufige Erkrankungen

Meniskusverletzung
Problem: Die Knorpelscheiben zwischen Ober- und Unterschenkel können bei starker Druckbelastung oder durch Verschleiß einreißen. Abgerissene Teile führen zu Reizungen und Flüssigkeits-ansammlungen im Gelenk.
Therapie: Große Risse werden per Arthroskopie (Kniespiegelung) genäht, lose Teile entfernt. Ansonsten genügen Medikamente und Physiotherapie.

Knorpelverschleiß
Problem: Bei Überlastung und Bewegungsmangel geht Knorpelmasse verloren. Die Knochen-enden verlieren ihre Gleitfläche und reiben aufeinander.
Therapie: Entzündungslindernde Mittel mit Ibuprofen sowie ein Schmerzgel helfen im Akutfall. Das ist wichtig, um weiter in Bewegung zu bleiben. Dadurch erhält der Knorpel Nährstoffe, die Muskeln werden gestärkt.

Kreuzbandriss
Problem: Bänder geben dem Gelenk Halt. Bei starker Überstreckung oder Beugung (z. B. Sportunfall) kann ein Band reißen. Das Knie schwillt an und schmerzt, der Gang wird unsicher.
Therapie: Oft reichen Kühlung, Schonung und Krankengymnastik aus. Bei einer OP entnimmt der Chirurg meist eine Sehne, z. B. von der Kniescheibe, und ersetzt damit das verletzte Band.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr Zirngibl: Angst vor Zysten

2. Juni 2017, tz-München

Angst vor Zysten

Im letzten halben Jahr habe ich dreimal eine Baker-Zyste am Knie gehabt. Was kann ich tun, damit nicht wieder eine entsteht?

Um zu verhindern, dass sich erneut eine Baker-Zyste bildet, muss die eigentliche Entstehungsursache herausgefunden werden. In den meisten Fällen handelt es sich bei diesem Krankheitsbild nämlich um eine Begleiterkrankung, die durch chronische Entzündungsvorgänge im Kniegelenk hervorgerufen wird. Dabei kommt es zu einer vermehrten Bildung von Gelenkflüssigkeit, was zu einer dauerhaften Druckerhöhung im Gelenk und schließlich zu einer Aussackung in der Kniekehle führt. Mögliche Ursachen können eine chronisch-degenerative Erkrankung wie eine Arthrose, aber auch nicht erkannte oder nicht ausreichend behandelte Schäden, etwa ein Meniskusriss, sein. Zudem kann eine Baker-Zyste im Rahmen einer rheumatoiden Arthritis auftreten. Mein Rat: Warten Sie nicht ab, ob sich tatsächlich eine neue Baker-Zyste entwickelt, sondern suchen Sie einen Orthopäden auf. Es ist wichtig, dass Ihr Knie gründlich untersucht und die ursächliche Erkrankung möglichst rasch diagnostiziert wird, damit zeitnah eine angemessene Behandlung eingeleitet werden kann.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Söller: Armschiene

1. Juni 2017, tz-München

Armschiene

Wegen eines Supinator-Logen-Syndroms trage ich seit Wochen eine Schiene, um meinen Arm ruhig zu stellen. Aber die Schmerzen und Schwächegefühle in der Hand bessern sich nicht. Gibt es sonst noch etwas, was ich tun kann?

Ist der Nervus radialis, der an der Außenseite vom Oberarm zum Unterarm verläuft, von einem Nervenkompressionssyndrom – oder auch Supinator-Logen-Syndrom – betroffen, kann die Therapie in der Tat langwierig sein, insbesondere wenn der Nerv wegen der Einengung schon über einen längeren Zeitraum unter Druck steht. Leider zeigt die Erfahrung, dass eine konservative Behandlung mit Ruhigstellung, schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten, Maßnahmen der physikalischen Therapie und/oder einer Physiotherapie meist zu kurz greift, um ein Supinator-Logen-Syndrom dauerhaft zu beheben. Es könnte also sein, dass Sie einen operativen Eingriff in Erwägung ziehen müssen. Dieser zielt darauf ab, den Nerv im verengten Bereich freizulegen und den Nervenkanal ausreichend zu vergrößern, sodass der Nerv wieder genügend Platz hat. Der Eingriff kann in der Regel ambulant durchgeführt werden.

Dr. Felix Söller DR. FELIX SÖLLER ist Facharzt für Orthopädie, Akupunktur, Chirotherapie und Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Söller: Vitamin-D-Mangel

29. Mai 2017, tz-München

Vitamin-D-Mangel

Stimmt es, dass man durch einen Vitamin-D-Mangel Osteoporose bekommen kann?

Ein Vitamin-D-Mangel ist in der Tat ein Risikofaktor für eine Osteoporose. Ein Grund ist, dass Vitamin D eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Kalziumhaushalts spielt und z.B. den Einbau von Kalzium in den Knochen ermöglicht. Für eine effektive Osteoporose-Prophylaxe ist aber auch eine ausreichende Kalziumversorgung wichtig. Eine kalziumarme Ernährung kann dazu führen, dass zu wenig Kalzium in die Knochen eingelagert wird. Kalziumreiche Lebensmittel sind z.B. Milch- und Milchprodukte. Den täglichen Vitamin-D-Bedarf allein über die Ernährung zu decken, gestaltet sich dagegen schwieriger. Eine bessere „Quelle“ ist das Sonnenlicht. Denn der Körper kann Vitamin D mithilfe von UV-Licht in einem bestimmten Wellenlängenbereich selbst herstellen. Eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung eines Vitamin-D-Mangels ist deshalb, sich viel im sonnigen Freien aufzuhalten. Im Winter ist es in unseren Breitengraden allerdings meist so, dass das UV-Licht für eine ausreichende Bildung von Vitamin D nicht ausreicht. Dann kann es sinnvoll sein, zusätzlich Vitamin D in Tablettenform aufzunehmen, um einem Mangel vorzubeugen.

Dr. Felix Söller DR. FELIX SÖLLER ist Facharzt für Orthopädie, Akupunktur, Chirotherapie und Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zirngibl: Tapen gegen Schmerz

22. Mai 2017, tz-München

Tapen gegen Schmerz

Hilft ein Kinesio-Tape gegen meine Knieschmerzen?

Kinesio-Taping hat sich in der Orthopädie in der Tat als Therapiemethode zur Linderung von Beschwerden vor allem an Muskeln, Sehnen und Gelenken bewährt. Der Vorteil eines Kinesio-Tapes: Anders als die klassischen Tapes, die primär auf eine Stabilisierung der betroffenen Körperpartie abzielen und deshalb starr sind, ist ein Kinesio-Tape elastisch und atmungsaktiv: Es dehnt sich und zieht sich wieder zusammen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Dadurch werden u.a. die Durchblutung und der Lymphfluss angeregt, und das Gewebe wird besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Von einer Selbstbehandlung, insbesondere, wenn Sie die Ursache für Ihre Knieschmerzen nicht kennen, würde ich allerdings abraten. Denn damit das Kinesio-Taping seine therapeutische Wirkung entfalten kann, sollte man über die korrekte Handhabung wie auch über den Zweck des Tapens genau informiert sein. Außerdem sollte die Ursache Ihrer Beschwerden bekannt sein, denn längst nicht bei allen Knieproblemen ist ein Kinesio-Tape das therapeutische Mittel der Wahl.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Konvalin: Nachts Schmerzen

12. Mai 2017, tz-München

Nachts Schmerzen

Nachts kann ich (71 Jahre) wegen meiner Rückenschmerzen inzwischen kaum schlafen. Sobald ich aufstehe, geht es mir wieder besser. Was könnte das sein?

Möglicherweise werden Ihre nächtlichen Beschwerden von Verschleißerscheinungen der kleinen Wirbelgelenke verursacht. Sie werden auch Facettengelenke genannt und verbinden die Wirbel der Wirbelsäule miteinander. Dass Ihre Beschwerden vor allem in Ruhe auftreten, kann darauf hinweisen, dass es sich um eine fortgeschrittene Arthrose der kleinen Wirbelgelenke handelt. Klarheit bringt eine eingehende orthopädische Untersuchung, wobei es sinnvoll wäre, dass auch bildgebende Verfahren eingesetzt werden. Stimmt meine Vermutung, ist es wichtig, mit einer konsequenten Schmerztherapie einer Chronifizierung Ihrer Beschwerden gegenzusteuern. Infrage kommen schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente, aber auch lokale Injektionen und eine Physiotherapie. Eine weitere Option ist Akupunktur; die Kosten werden von den gesetzlichen Kassen übernommen. Sie selbst können mit einem gezielten Bauch- und Rückenmuskeltraining zu einer Verbesserung beitragen. Reichen diese Maßnahmen nicht oder nicht mehr aus, kann eine Thermofacettengelenksverödung erwogen werden.

Dr. Heribert Konvalin DR. HERIBERT KONVALIN ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, Physikalische Medizin und Spezielle Schmerztherapie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zirngibl: Entzündung

8. Mai 2017, tz-München

Entzündung

Seit Tagen schmerzt mein Handgelenk bei jeder Bewegung. Könnte das damit zu tun haben, dass ich den letzten Wochen viel am Computer getippt habe?

Das ist gut möglich. Höchstwahrscheinlich haben Sie sich durch die ungewohnten monotonen Bewegungen während der Computerarbeit eine Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk zugezogen: Infolge der mechanischen Überlastung hat sich das Sehnengleitgewebe, das die Sehne umschließt, entzündet; möglicherweise ist auch die Sehne selbst betroffen. Leider kann eine Sehnenscheidenentzündung ein sehr hartnäckiges Krankheitsbild sein, insbesondere, wenn das betroffene Gelenk zu früh wieder belastet wird. Oberstes Gebot ist es daher, dass Sie Ihrem Handgelenk nun absolute Ruhe gönnen, hierbei können eine stabilisierende Bandage oder ein Stützverband helfen. Beschwerdelindernd wirken zudem schmerz- und entzündungshemmende Wirkstoffe in Salben- und/oder Tablettenform sowie Kühlkompressen. Klingen die Beschwerden jedoch nicht innerhalb weniger Tage ab, sollten Sie einen Orthopäden aufsuchen, um einem chronischen Verlauf vorzubeugen. Gegebenenfalls können dann weitere Maßnahmen wie eine Injektionstherapie und/oder eine Physiotherapie notwendig sein.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Konvalin: Schwimmen

6. Mai 2017, tz-München

Schwimmen

Beim Rückenschwimmen tut mir (69 Jahre) die rechte Schulter weh. Ist Schwimmen also doch nicht so gesund, wie immer gesagt wird?

Aus ärztlicher Sicht ist Schwimmen tatsächlich eine der gesündesten Sportarten: Nicht nur das Herz-Kreislauf-System, sondern praktisch die gesamte Muskulatur des Körpers werden trainiert – und dies auf wenig belastende Art und Weise. Denn weil man im Wasser nur ein Zehntel des eigenen Körpergewichts spürt, muss der Körper kaum Stütz- und Haltearbeit leisten, und Wirbelsäule und Gelenke werden geschont. Allerdings: Damit sich diese Vorteile voll entfalten können, ist es wichtig, dass die richtige Technik beherrscht wird. Wie bei allen Sportarten, so können auch beim Schwimmen falsche Bewegungsabläufe zu (schmerzhaften) Fehlbelastungen führen. Speziell beim Rückenschwimmen können die damit verbundenen Überkopfbewegungen zudem zu einer Überbeanspruchung der Schulter führen. Dies gilt umso mehr, wenn das Schultergelenk bereits durch Verschleißerscheinungen vorbelastet ist. Mein Rat: Lassen Sie Ihre Schulter orthopädisch untersuchen, idealerweise auch mit bildgebenden Verfahren. Stellt sich eine behandlungsbedürftige Erkrankung heraus, besprechen Sie, ob es sinnvoller ist, auf einen anderen Schwimmstil umzusteigen.

Dr. Heribert Konvalin DR. HERIBERT KONVALIN ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, Physikalische Medizin und Spezielle Schmerztherapie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zenta: Fersenschmerzen

3. Mai 2017, tz-München

Fersenschmerzen

Ich leide unter Fersenschmerzen, die wie damals sind, als ich einen Fersensporn hatte. Aber im Röntgenbild war nichts zu sehen. Was könnte sonst der Grund für meine Schmerzen sein?

Ich vermute, dass Ihre Beschwerden durch eine Entzündung am Ansatzbereich der Sehnenplatte hervorgerufen wird. Diese setzt an der Ferse an und zieht bis in Richtung Zehen. Bei diesem Krankheitsbild, das auch als Plantarsehnenentzündung oder Sehnenplattenentzündung bezeichnet wird, kann zwar gleichzeitig auch ein Fersensporn bestehen, dies muss jedoch nicht zwangsläufig so sein. Hat sich erst einmal eine Plantarsehnenentzündung entwickelt, so ist es eher selten, das sie von selbst wieder verschwindet. Als Behandlung kommen im Wesentlichen die gleichen Maßnahmen in Betracht wie bei der Fersensporntherapie, so z.B. Kälte- und Wärmeanwendungen sowie die individuelle Anpassung von Fersenpolstern oder Einlagen zur Druckentlastung. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, um die Schmerzen zu mildern, sind lokale Injektionen und/oder die Stoßwellentherapie weitere bewährte Optionen.

Dr. Steffen Zenta DR. STEFFEN ZENTA ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin,Spezialist für Fußchirurgie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr Zenta: Wann operieren?

27. April 2017, tz-München

Wann operieren?

Demnächst steht bei mir eine Operation wegen meines Hallux valgus. Macht es Sinn, nach der OP sensomotorische Einlagen zu tragen?

Dank ihrer speziellen Eigenschaften kann es tatsächlich sinnvoll sein, die Rehabilitation nach einer Hallux-valgus-Operation mit sensomotorische Einlagen zu unterstützen. Allerdings ersetzen sie nicht den Spezialschuh, der in den ersten Tagen nach dem Eingriff getragen wird. Auf diese Weise ist der operierte Fuß gut geschützt und es ist gewährleistet, dass der Heilungsverlauf nicht durch eine zu frühe Belastung gefährdet wird. Sobald Sie wieder Ihre normalen Schuhe tragen können, spricht jedoch nichts dagegen, die Fußsohlenmuskulatur mithilfe von sensomotorischen Einlagen zu kräftigen. Hierfür sorgen vor allem die Druckpolster, die in die Einlage eingearbeitet sind, und welche die einzelnen Muskeln gezielt aktivieren. Außerdem wirkt das Tragen von sensomotorischen Einlagen venösen und lymphatischen Stauungen entgegen, wodurch postoperative Schwellungen gemildert werden können. Wichtig ist, dass die sensomotorischen Einlagen, idealerweise mithilfe der elektronischen Fußdruckmessung, individuell angepasst sind.

Dr. Steffen Zenta DR. STEFFEN ZENTA ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin,Spezialist für Fußchirurgie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zenta: Schmerz am Daumen

22. April 2017, tz-München

Schmerz am Daumen

Nachts komme ich überhaupt nicht mehr zur Ruhe, weil mich jetzt immer ein brennender Schmerz unterhalb meines rechten Daumens plagt. Was könnte das sein?

Möglicherweise gehen die Schmerzen auf eine Entzündung zurück, die durch eine Rhizarthrose, also einen Knorpelverschleiß des Daumensattelgelenks hervorgerufen wird. Eine Rhizarthrose kann nicht nur sehr schmerzhaft sein, sondern sie kann auch Funktionseinbußen zur Folge haben – bis hin zu einem Schwund der Daumenmuskulatur und einem damit einhergehenden Kraftverlust, sodass z.B. Gegenstände nicht mehr festgehalten werden können. Um eine endgültige Diagnose zu stellen, ist allerdings eine eingehende orthopädische Abklärung inklusive einer Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung notwendig. Stimmt meine Vermutung, sollten Sie das Gelenk schonen und die Entzündung zeitnah behandeln lassen, etwa indem Ihnen ein Kortison-Präparat gespritzt wird. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind Hyaluronsäure-Injektionen sowie eine Röntgentiefenbestrahlung oder eine Magnetfeldtherapie als Begleitmaßnahmen. Wichtig ist, dass Sie sich angewöhnen, Ihren Daumen vor einer Überlastung zu schützen und gegebenenfalls bei belastenden Tätigkeiten künftig eine Daumenbandage tragen.

Dr. Steffen Zenta DR. STEFFEN ZENTA ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin,Spezialist für Fußchirurgie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zenta: Achillessehne

20. April 2017, tz-München

Achillessehne

Wegen meiner Achillessehnenschmerzen habe ich jetzt sogar mit dem Laufen aufgehört. Aber viel genutzt hat es nicht. Was könnte ich sonst noch tun?

Wiederkehrende Fehl- oder Überlastungen sind eine der häufigsten Gründe für chronische Achillessehnenschmerzen. So gesehen, war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung, auf das Laufen erst einmal zu verzichten. Meist sind Entzündungsvorgänge im Sehnengleitlager für die Beschwerden verantwortlich. Werden diese nicht ausreichend behandelt, können sie im weiteren Verlauf zu Verwachsungen mit dem umgebenden Gewebe und der Sehne selbst führen – und die Schmerzen zum Dauerzustand werden. Mein Rat: Suchen Sie baldmöglich einen Orthopäden auf, der sich auf Fußerkrankungen spezialisiert hat. Neben einer Entlastung der Achillessehne, etwa mit einer Bandage oder einem Fersenpolster, können auch eine Infiltrationsbehandlung und/oder physikalische Maßnahmen wie die Elektrotherapie hilfreich sein. Gerade bei einem chronischen Verlauf hat sich zudem die Stoßwellentherapie bewährt. Mitunter kann es aber auch notwendig sein, die Sehne operativ von Verwachsungen, Verklebungen zu befreien.

Dr. Steffen Zenta DR. STEFFEN ZENTA ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin,Spezialist für Fußchirurgie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zenta: SIND SIE GUT ZU FUSS?

18. April 2017, Bunte - Sonderheft Gesundheit

SIND SIE GUT ZU FUSS?

Oder tut Ihnen jeder Schritt wegen eines Ballenzehs weh? So wird das Gehen wieder schmerzfrei

Für Schönheit muss man leiden – das gilt vor allem für die Füße. Bestes Beispiel dafür ist George Clooneys Frau Amal. Sie hat einen Ballenzeh, einen sogenannten Hallux Valgus. Er ist die häufigste Fehlstellung der Zehen. Die erfolgreiche Anwältin trägt mit Vorliebe High Heels. Schuhwerk, das zwar sexy, aber definitiv kein Freund der Füße ist. Denn deren Zusammenspiel von 26 Knochen, 33 Gelenken, 100 Bändern und 20 Muskeln kann aus den Fugen geraten, wenn sich tagtäglich beim Gehen und Stehen das gesamte Körpergewicht auf den Vorderfuß verlagert. „Dieser Druck lässt in vielen Fällen die Querwölbung im Vorfußbereich einbrechen. Es entsteht ein Spreizfuß, der die Entwicklung eines Hallux Valgus begünstigt“, erklärt Dr. Steffen Zenta, Spezialist für Fußchirurgie im MVZ im Helios in München. 23 Prozent der 18- bis 65-Jährigen und mehr als 35 Prozent der über 65-Jährigen in Deutschland kennen das Problem mit dem Ballenzeh.

Hallux Valgus – was ist das?
Dabei tanzt der große Zeh aus der Reihe und neigt sich zunehmend Richtung Fußaußenrand. Am Großzehengrundgelenk tritt dann oft das Mittelfußköpfchen hervor, entzündet sich und schwillt an. Diese Fehlstellung des großen Zehs ist mehr als ein kosmetisches Problem. „Erstens ist ein fortgeschrittener Hallux Valgus oft sehr schmerzhaft. Zweitens erhöht er das Risiko für Arthrose im Großzehengrundgelenk“, warnt Dr. Zenta.
Wie kommt es zur Schieflage?
„Die größte Rolle spielt die Genetik“, sagt der Experte. Etwa 90 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Das liegt wohl daran, dass diese Veranlagung eher in ihrem Erbgut liegt und das weibliche Bindegewebe schwächer ist. Und mal abgesehen von „Let’s Dance“-Juror Jorge González tragen Männer ja höchst selten Schuhe mit hohem Absatz.

Was können wir
dagegen tun?
„Gehen Sie zum Fußspezialisten, sobald sich erste Veränderungen am Vorderfuß zeigen. Auch wenn diese noch nicht schmerzen“, rät Steffen Zenta. Besonders aufmerksam darauf achten sollte, wer Ballenzeh-Fälle in der Familie hat. Mithilfe von Röntgenaufnahmen und Fußabdruckmessung, der sogenannten Pedobarografie, kann der Arzt das Aufmaß des Zehen- schiefstands früh diagnostizieren. Je eher er behandelt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Operation vermeiden lässt. Denn solange sich die große Zehe noch aktiv oder passiv in ihre Normalposition bringen lässt, können Hallux-Valgus-Schiene, Polsterungen und Einlagen oft verhindern, dass sich die Fehlstellung weiterentwickelt. Dr. Zenta empfiehlt zudem Spiraldynamik. Dank dieses Gehtrainings mit speziellen Übungen baut sich das muskuläre Quergewölbe wieder auf, der Fuß kann sich bis zu einem gewissen Grad regenerieren. Therapeuten finden Sie unter www.spiraldynamik.com. Auch das Körperwahrnehmungstraining Alexander-Technik hilft, eine Fehlbelastung der Füße zu erkennen und eine harmonische Bewegungskoordination zu erlernen. Eine Liste von Lehrern gibt es unter www.alexander-technik.org.

Wann muss operiert werden?
„Zwingend wird eine OP, wenn sich die Knochen so verschoben haben, dass sie im Großzehengelenk nicht mehr zusammenpassen“, erklärt der Münchner Orthopäde. Welche Operationsmethode dabei infrage kommt, hängt vom jeweiligen Grad der Verformung ab. Es gibt schon einige Fußchirurgen, die minimalinvasiv arbeiten, also über sehr kleine Schnitte. Die Methode hat sich jedoch noch nicht etabliert. „Denn ob diese Technik zu nachhaltig besseren Ergebnissen führt, ist umstritten“, sagt Dr. Zenta. Auf alle Fälle eine große Erleichterung für die Patienten sind die modernen Magnesiumschrauben zur Knochen-Fixierung. Dr. Zenta: „Sie machen eine Nachfolgeoperation zur Schraubenentfernung überflüssig. Denn das Material baut sich im Verlauf von circa vier Jahren ganz einfach selbst zu Knochen um.“

Wie hoch ist die Erfolgsrate?
Dank innovativer, gelenkerhaltender OP-Techniken und Hightech-Materialien kann ein guter Chirurg die Fehlstellung in den meisten Fällen so korrigieren, dass der Fuß wieder normal funktioniert. Verschiedene Studien zeigen: Die Patientenzufriedenheit liegt nach solchen Eingriffen zwischen 85 und 95 Prozent. Damit alles gut verheilt, müssen die Betroffenen aber Geduld beweisen. „Es dauert sechs Wochen, bis die Knochen zusammenwachsen. So lange sollte der Vorfuß nicht belastet werden“, rät Fuß-Spezialist Zenta. Das bedeutet: bis zu einer Woche an Krücken gehen und vier bis sechs Wochen einen Spezialschuh tragen. Wer im Job viel stehen muss, sollte erst nach circa acht Wochen wieder arbeiten. Doch all diese Mühen sind schnell vergessen. Dr. Zenta: „Die meisten Patienten sind einfach nur glücklich, dass sie wieder schmerzfrei gehen können.“

Lässt sich vorbeugen?
Würde es etwas bringen, die High Heels im Schrank zu lassen und nur noch flache, breite Schuhe mit einem guten Fußbett zu tragen? „Leider entwickelt sich auch dann manchmal ein Zehenschiefstand, wenn die Veranlagung dazu besteht“, weiß der erfahrene Arzt. Aber weil hohe Hacken die Verformung beschleunigen, ist es dennoch ratsam, die Absatzhöhe öfter zu variieren. Hilfreich ist zudem ein gezieltes Training der Fußmuskulatur (siehe oben Spiraldynamik, Alexander-Technik). Ideal wäre auch Barfußlaufen auf unebenem Boden – etwa im Sand. Doch weil es dazu selten die Gelegenheit gibt, sollten wir unsere Fußfertigkeit täglich schulen, etwa mit dieser Übung: nacheinander 20 Murmeln mit den Zehen greifen und sie in eine Schachtel legen. Ihre Füße danken es Ihnen. ELLEN WARSTAT

Dr. Steffen Zenta DR. STEFFEN ZENTA ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin,Spezialist für Fußchirurgie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zenta: Daumen umgeknickt

13. April 2017, tz-München

Daumen umgeknickt

Beim Handballspielen habe ich mir den Daumen nach außen umgeknickt. Nun ist er geschwollen und tut höllisch weh. Sollte ich jetzt doch mal einen Arzt aufsuchen?

Es hört sich so an, als hätten Sie sich bei Ihrem Sportunfall das innere Seitenband Ihres Daumens verletzt. Eine solche Verletzung entsteht, wenn der Daumen übermäßig nach außen gedehnt wird. Eine Bandverletzung am Daumen ist grundsätzlich behandlungsbedürftig – auch, um folgenschweren Komplikationen vorzubeugen, allen voran eine dauerhafte Instabilität des Daumens. Zudem kann sich mit der Zeit eine schmerzhafte Arthrose entwickeln. Abhängig von der Schwere der Verletzung kommt sowohl eine konservative als auch eine operative Behandlung in Betracht. Ist der Bandapparat „nur“ überdehnt, reicht meist eine mehrwöchige Ruhigstellung, z.B. mit einer Daumenschiene, aus. Bei einem Riss des Innenbands ist es dagegen in den meisten Fällen notwendig, dass operativ genäht werden muss. Ein knöcherner Ausriss am Gelenk erfordert zusätzlich eine chirurgische Befestigung des Knochenfragments. Wichtig ist, dass nach der Phase der Ruhigstellung eine Physiotherapie erfolgt, damit der Daumen seine ursprüngliche Beweglichkeit wiedererlangt.

Dr. Steffen Zenta DR. STEFFEN ZENTA ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin,Spezialist für Fußchirurgie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Söller: Wirbelbruch

12. April 2017, tz-München

Wirbelbruch

Schon seit Längerem ist meine 79-jährige Mutter wegen eines Wirbelbruchs bettlägerig. Aber ihre Rückenschmerzen bessern sich nicht. Stimmt es, dass man auch operieren kann?

Eine längere Bettlägerigkeit sollte bei älteren Menschen eigentlich grundsätzlich vermieden werden: Die damit verbundene Bewegungsarmut kann gerade im höheren Lebensalter eine Reihe von schwerwiegenden Komplikationen nach sich ziehen. Liegt ein Wirbelbruch vor, gibt es zwei Möglichkeiten: eine konservative Behandlung, die neben der Einnahme von Schmerzmitteln und gegebenenfalls einem Stützkorsett meist auch eine schonende Mobilisation, etwa im Rahmen einer Physiotherapie vorsieht, und ein minimal-invasiver Eingriff, bei dem der zusammengesackte Wirbelkörper durch Einspritzen von flüssigem Knochenzement stabilisiert wird. Je nachdem, wie stark der Wirbelkörper eingesunken ist, kann es notwendig sein, den Wirbel vor dem Einspritzen des Zements erst einmal mithilfe eines Ballons auf seine ursprüngliche Höhe zu bringen. Ob Ihre Mutter von der operativen Vorgehensweise profitiert, vermag ich, ohne den genauen Befund zu kennen, nicht endgültig zu beurteilen. Doch rate ich dringend zu einem Therapieansatz, der Ihrer Mutter schnellstmöglich erlaubt, das Bett wieder zu verlassen.

Dr. Felix Söller DR. FELIX SÖLLER ist Facharzt für Orthopädie, Akupunktur, Chirotherapie und Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zirngibl: Läuferknie

21. März 2017, tz-München

Läuferknie

Nach einer langwierigen Behandlung meines „Läuferknies“ möchte ich wieder ins Training einsteigen. Was muss ich beachten?

Ich gehe davon aus, dass Ihre Beschwerden inzwischen vollständig abgeklungen sind – dies ist nämlich die wichtigste Voraussetzung, um wieder mit dem Laufen zu beginnen. Außerdem empfehle ich Ihnen, es beim Wiedereinstieg langsam angehen zu lassen, und das Laufpensum schrittweise zu steigern, damit eine erneute Überlastung des Knies auf jeden Fall vermieden wird. Meiden Sie in den ersten Wochen auch Strecken, die stark abschüssig bzw. uneben sind (auch asphaltierte Wege können uneben sein!). Beginnen und beenden Sie eine Laufeinheit immer mit ausgedehnten Dehnübungen zum „Warm-up“ bzw. zum „Cool-down“ der Muskulatur (vor allem die Muskeln am äußeren Oberschenkel); hierfür sollten Sie mindestens jeweils 10 Minuten einplanen. Im Übrigen sollten auch Ihre Laufschuhe gut passen: Nicht optimal sitzende oder abgetragene Schuhe können zu einer Fehlbelastung führen, die sich dann auch auf die Knie ungünstig auswirkt. Sofern noch nicht geschehen, bietet sich gegebenenfalls auch eine Gang- bzw. Laufanalyse mithilfe einer elektronischen Fußdruckmessung an, um Fehlbelastungen oder Fehlbewegungen während des Laufens aufzuspüren.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Söller: Gelenkschmerzen

15. März 2017, tz-münchen

Gelenkschmerzen

Macht es Sinn, wenn ich mir Wachstumsfaktoren gegen meine Gelenkschmerzen spritzen lasse?

Ich gehe davon aus, dass Sie den Einsatz des sogenannten PRP-Verfahrens meinen. PRP steht für „Platelet-Rich Plasma“, was so viel wie plättchenreiches Plasma bedeutet. Bei dieser Behandlung wird ein aus Eigenblut gewonnener und anschließend aufbereiteter (zentrifugierter) Extrakt aus Blutplättchen und Wachstumsfaktoren mit einer speziellen Spritze in das betroffene Gelenk injiziert. Die Orthopädie nutzt die Methode schon länger zur Unterstützung des Heilungsprozesses etwa von Sehnen-, Bänder- und Muskelverletzungen. Aber auch bei Arthrose kommt sie zunehmend zum Einsatz, mit dem Ziel, die Heilungs- und Aufbauprozesse im geschädigten Knorpel anzuregen, um so die Beschwerden zu lindern und zugleich dem fortschreitenden Abnutzungsprozess entgegenzuwirken. Erste Erfahrungen zeigen, dass diese Behandlungsmöglichkeit vor allem dann gute Erfolgsaussichten bietet, wenn die Arthrose noch nicht sehr fortgeschritten ist. Ob das Verfahren auch in Ihrem Fall eine Option ist, lässt sich nur anhand eines genauen Befunds beurteilen; zudem sollte die Ursache Ihrer Gelenkschmerzen bekannt sein.

Dr. Felix Söller DR. FELIX SÖLLER ist Facharzt für Orthopädie, Akupunktur, Chirotherapie und Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zenta: Einlagen weglassen?

13. März 2017, tz-München

Einlagen weglassen?

Weil mein linkes Bein kürzer als mein rechtes Bein ist, trage ich Einlagen. Ich mag sie jedoch nicht, weil dann meine Schwielen an den Fußsohlen weh tun. Aber ohne Einlagen geht es doch nicht – oder?

Ich denke, die Problemlösung sollte an der Ursache ansetzen – und das sind die schmerzenden Schwielen. Diese entstehen, wenn die Füße einer anhaltenden Fehlbelastung ausgesetzt sind. Ein naheliegender Grund dafür könnte die Beinlängendifferenz sein. Es ist gut möglich, dass Ihre derzeitigen Einlagen nicht optimal auf den Längenunterschied und die damit verbundenen unterschiedlichen Druckbelastungen angepasst sind. Mein Rat: Suchen Sie einen Orthopäden auf, der im Rahmen der Fußuntersuchung auch eine elektronische Fußdruckmessung durchführt. Mit diesem Verfahren ist es möglich, die verschiedenen Druckverhältnisse wie auch die einzelnen Überlastungszonen der Füße sowohl im Stand als auch in der Bewegung genau zu bestimmen. Aber auch andere Probleme, etwa beim Abrollverhalten, oder mögliche muskuläre Schwächen können aufgedeckt werden. Das Messergebnis bietet dann die Grundlage für die Anpassung von Einlagen, die individuell auf Ihre Füße zugeschnitten sind und die Ihnen bestimmt künftig keine Schwierigkeiten mehr bereiten werden.

Dr. Steffen Zenta DR. STEFFEN ZENTA ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin,Spezialist für Fußchirurgie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Söller: Brennende Füße

6. März 2017, tz-München

Brennende Füße

Meine Fußsohlen brennen in der Nacht so stark, dass ich nicht mehr schlafen kann. Wenn ich die Füße kalt abdusche, wird es besser. Was könnte das sein?

Das Phänomen, das Sie beschreiben, ist gar nicht so selten und wird „Burning-Feet“ = „brennende Füße“ genannt. Typisches Kennzeichen ist ein extrem unangenehmes Brennen in den Füßen, das vor allem durch Bettwärme ausgelöst wird und deshalb überwiegend nachts auftritt – also genau, die Symptome, die Sie beschreiben. Manchmal werden brennende Fußschmerzen durch Durchblutungsstörungen oder Nervenschädigungen ausgelöst, häufig bleibt die Ursache jedoch unklar. In diesen Fällen wird ein Vitaminmangel vermutet, insbesondere ein Mangel an Pantothensäure, einem Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine. Liegt ein solcher Mangel vor, lässt er sich mittels einer Blutuntersuchung nachweisen und dann mithilfe einer Substitutionstherapie ausgleichen. Reicht diese Maßnahme allein nicht aus, um die Symptome zum Verschwinden zu bringen, wird zusätzlich eine Schmerzbehandlung notwendig. Eine bewährte Behandlungsmethode ist z.B. die Infiltrationstherapie, bei der ein Betäubungsmittel direkt in den Ort des Schmerzgeschehens bzw. an den schmerzleitenden Nerv injiziert wird.

Dr. Felix Söller DR. FELIX SÖLLER ist Facharzt für Orthopädie, Akupunktur, Chirotherapie und Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Konvalin: Starke Schmerzen

1. März 2017, tz-münchen

Starke Schmerzen

Ich bin 28 Jahre alt, aber seit ich mich verhoben habe, habe ich starke Rückenschmerzen. Der Schmerz zieht sogar bis in die Zehen, außerdem habe ich im Bein ein taubes Gefühl. Was könnte das sein?

Um es gleich vorweg zu sagen: Heftige Rückenschmerzen, die ins Bein bzw. bis in die Zehen ausstrahlen und mit Taubheitsgefühlen einhergehen, sind ernstzunehmende Krankheitszeichen, die unbedingt orthopädisch abgeklärt werden müssen. Es könnte sein, dass Sie sich einen Bandscheibenvorfall zugezogen haben – davor sind auch jüngere Menschen nicht gefeit. Gerade Personen im dritten Lebensjahrzehnt sind besonders oft betroffen. Neben einer eingehenden klinischen Untersuchung sowie einer Röntgen- bzw. MRT-Untersuchung ist es wichtig, dass auch die Nervenleitgeschwindigkeit in dem betroffenen Bein überprüft wird. Positiv ist, dass Sie offenbar keine Lähmungserscheinungen haben. Deshalb könnte es möglicherweise ausreichen, Ihre Beschwerden konservativ zu behandeln. Infrage kommen neben dem Einsatz von schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten und Injektionen auch eine interventionelle Schmerztherapie sowie eine Physiotherapie. Letztlich hängt es jedoch vom Befund der bildgebenden Verfahren ab, ob nicht doch eine operative Entfernung der vorgefallenen Bandscheibe angezeigt ist.

Dr. Zirngibl: Knie verdreht

24. Februar 2017, tz-München

Knie verdreht

Beim Skifahren habe ich mir das Knie verdreht. Erst war es gar nicht so schlimm, aber jetzt ist das Knie stark geschwollen. Klingt das von selbst wieder ab?

Wer sich das Knie beim Skifahren verdreht hat, sollte in jedem Fall einen Orthopäden aufsuchen. Denn es muss, gegebenenfalls auch mithilfe einer kernspintomographischen Untersuchung, sichergestellt werden, dass keine Binnenstrukturen des Knies wie Menisken oder Bänder verletzt wurden. Ein eingerissener Meniskus oder ein gerissenes Kreuzband heilen nicht von selbst, sondern bedürfen einer konsequenten Behandlung, die in der Regel auch einen operativen Eingriff umfasst. Dank moderner minimal-invasiver, arthroskopisch-assistierter OP-Methoden sind diese Eingriffe heute jedoch deutlich weniger belastend und gelenkschonender als früher übliche Vorgehensweisen. Deshalb: Scheuen Sie sich nicht, sich bald möglich in orthopädische Behandlung zu begeben, und achten Sie darauf, dass Sie Ihr Knie bis zur endgültigen Diagnose so wenig wie möglich belasten.

Dr. Konvalin: Arthrose

23. Februar 2017, tz-München

Arthrose

Bei mir wurde eine Arthrose im linken Knie festgestellt. Muss ich nun mit Laufen aufhören?

Prinzipiell ist Laufen auch mit einer Kniegelenksarthrose möglich. Es gibt allerdings einige Aspekte, die Sie zur Schonung Ihres Knies auf jeden Fall beachten sollten. Dazu gehört vor allem, eine zu starke Belastung zu vermeiden, die dem angegriffenen Gelenkknorpel zusätzlich schaden könnte. Dementsprechend sollten Sie Ihr Laufprogramm moderat gestalten und in Intensität und Dauer an Ihre Möglichkeiten anpassen. Mehrmals pro Woche eine kürzere Strecke in einem gemäßigten Tempo zu laufen, ist gelenkschonender als z.B. einmal pro Woche eine Stunde und länger zu laufen. Auch der Untergrund spielt eine Rolle: Ein Boden aus Asphalt oder Beton ist mit einer zu hohen Stoßbelastung für das kranke Knie verbunden. Geeigneter sind Naturböden wie Waldwege oder Rasenflächen. Außerdem empfehle ich Ihnen, mit einem Aufwärmprogramm zur Vorbereitung der Muskeln und Gelenke auf die bevorstehende Belastung zu starten. Aber das Wichtigste ist: Überschreiten Sie niemals Ihre Schmerzschwelle. Falls sich doch plötzlich Beschwerden einstellen, gilt es, das Laufprogramm sofort zu beenden und dem Knie auch in den nächsten Tagen Ruhe zu gönnen.

Dr. Zenta: Schneiderballen

17. Februar 2017, tz-München

Schneiderballen

Trotz der Einlagen, die ich wegen eines Schneiderballens trage, habe ich das Gefühl, dass sich meine kleine Zehe immer mehr nach innen verschiebt. Besteht da ein Zusammenhang?

Bei einem Schneiderballen kommt es nicht nur zu einer Abspreizung des fünften Mittelfußknochens in Richtung Fußaußenkante, sondern meist auch zu einer begleitenden Abweichung des Kleinzehs nach innen in Richtung der benachbarten Zehen. Dieser Veränderung schenken die Betroffenen jedoch oft erst einmal kaum Beachtung, weil die eigentlichen Beschwerden – Hornhautschwielen, Druckschmerzen bis hin zu wiederkehrenden schmerzhaften Entzündungen im Bereich des zu weit nach außen ragenden fünften Mittelfußköpfchens – in der Regel im Vordergrund stehen. Letztlich kann aber auch die Fehlstellung der Kleinzehe über kurz oder lang Probleme bereiten, etwa, weil die Nachbarzehen durch die nach innen „wandernde“ Kleinzehe einer zunehmenden Bedrängung ausgesetzt sind. Mein Rat: Lassen Sie Ihren Fuß von einem Orthopäden, der sich auf Fußerkrankungen spezialisiert hat, eingehend untersuchen – auch, um festzustellen, ob die Einlagentherapie in Ihrem Fall die adäquate Behandlungsform ist. Je nach Schweregrad ist es eventuell auch eine Überlegung wert, die Fehlstellung operativ zu korrigieren.

Dr. Steffen Zenta DR. STEFFEN ZENTA ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin,Spezialist für Fußchirurgie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zenta: Druckschmerzen

16. Februar 2017, tz-München

Druckschmerzen

Ich kann meine große Zehe nicht mehr richtig nach oben bewegen, jetzt kommen auch noch Druckschmerzen dazu, wenn ich geschlossene Schuhe trage. Was könnte das sein?

Aufgrund Ihrer Beschreibung könnte ein Hallux rigidus die Ursache sein: Der Gelenkknorpel des Großzehengrundgelenks zwischen dem ersten Mittelfußknochen und dem Grundglied der Großzehe hat sich abgenutzt mit der Folge, dass das Gelenk schmerzhaft versteift. Möglicherweise haben sich zudem an den Randzonen des Gelenks knöcherne Ausziehungen, sogenannte Exostosen, gebildet. Typisch für diese häufige Folgeerscheinung eines Hallux rigidius sind starke Druckschmerzen insbesondere bei geschlossenen Schuhen – also genau die Beschwerden, die Sie beschreiben. Da es sich vermutlich bereits um ein fortgeschrittenes Stadium handelt, sollten Sie möglichst bald einen Orthopäden aufsuchen, der sich auf Fußerkrankungen spezialisiert hat. Oft sind die Knochenwucherungen bereits von außen gut tastbar, gegebenenfalls können auch bildgegebene Verfahren Aufschluss geben. Stimmt meine Vermutung, könnte ein gelenkerhaltender Eingriff notwendig werden, um die schmerzenden Knochenvorsprünge abzutragen und den Gelenkspalt etwas zu erweitern.

Dr. Steffen Zenta DR. STEFFEN ZENTA ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin,Spezialist für Fußchirurgie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zenta: Schraube für die Zehe

4. Februar 2017, tz-München

Schraube für die Zehe

Meine Mutter soll demnächst an ihrem Ballenzeh operiert werden. Nun habe ich von einer Schraube gehört, die sich selbst auflöst. Aber ist sie auch stabil genug?

Wenn Sie die neuen Schrauben meinen, die speziell für die operative Behandlung eines Hallux valgus entwickelt wurden und aus einer Legierung auf Magnesiumbasis bestehen, kann ich Sie beruhigen: Was ihre Funktion und Stabilität betrifft, so unterscheiden sich diese Implantate nicht wesentlich von herkömmlichen Schrauben aus Stahl oder Titan. Auch Magnesium hat metallische Eigenschaften, doch handelt es sich hierbei um einen Mineralstoff, der dem Körper vertraut ist und der nach und nach resorbiert, d.h. abgebaut wird. Während dieses Vorgangs stimuliert das Magnesium das Knochenwachstum in der Umgebung, bis das Implantat schließlich durch nachwachsendes Knochengewebe ersetzt ist. Ein Stabilitätsdefizit mit der Gefahr einer erneuten Knochenverschiebung im Vorfußbereich ist also nicht zu erwarten. Wie bei allen Hallux-valgus-Operationen ist es jedoch wichtig, in den ersten Wochen nach dem Eingriff einen Spezialschuh zu tragen. Auf diese Weise ist eine frühe Belastung des operierten Fußes möglich, ohne ihn der Gefahr einer Überlastung auszusetzen

Dr. Steffen Zenta DR. STEFFEN ZENTA ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin,Spezialist für Fußchirurgie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zenta: Schonhaltung

31. Januar 2017, tz-München

Schonhaltung

Schon länger plagen mich Schmerzen in meinem rechten Fußrücken, insbesondere, wenn ich längere Strecken gegangen oder gelaufen bin. Jetzt fängt auch mein rechtes Knie an, weh zu tun. Könnte ein Zusammenhang bestehen?

Das ist gut möglich. Wer längere Zeit unter Fußbeschwerden leidet, gewöhnt sich fast immer unwillkürlich eine Art Schongang an, um Schmerzen zu vermeiden und den Fuß zu entlasten. Dadurch wird der natürliche Bewegungsablauf erheblich gestört und führt dazu, dass nun andere Partien des Bewegungsapparats wie Muskeln, Sehnen oder auch die Gelenke verstärkt einer einseitigen Belastung ausgesetzt sind; in Ihrem Fall scheint das Kniegelenk davon betroffen zu sein. Mein Rat: Suchen Sie baldmöglich einen Orthopäden auf. Denn zunächst ist es wichtig, die Ursache für Ihre Fußschmerzen herauszufinden. Meiner Meinung nach könnte es sich um eine behandlungsbedürftige Fußwurzelarthrose handeln. Weiterführende Untersuchungen wie bestimmte Haltungstests sowie eine Analyse des Gangbilds mithilfe der elektronischen Fußdruckmessung können Aufschluss über mögliche ungünstige Fernwirkungen auf das Kniegelenk geben. Und natürlich sollte das Kniegelenk ebenfalls eingehend untersucht werden – auch, um eine Arthrose auszuschließen.

Dr. Steffen Zenta DR. STEFFEN ZENTA ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin,Spezialist für Fußchirurgie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Söller: Beinschmerzen

28. Januar 2017, tz-München

Beinschmerzen

Seit einiger Zeit kann ich (71 Jahre) praktisch nicht mehr gehen, ohne dass mir nach wenigen Metern die Beine weh tun. Was könnte das sein?

Schmerzen beim Gehen können verschiedene Ursachen haben. Im höheren Lebensalter ist oft eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) die Ursache: Ablagerungen führen in den Becken-, Oberschenkel- und/oder Unterschenkelarterien zu Verengungen, die Durchblutungsstörungen zur Folge haben. Aber auch eine orthopädische Erkrankung könnte dahinterstecken, allen voran eine Verengung des Rückenmarkkanals, die auch Spinalkanalstenose genannt wird. In diesem Fall gehen die Schmerzen von den im Kanal verlaufenden Nerven aus, die durch die Raumnot unter Druck geraten sind. Ob eine Arterienverengung oder eine Wirbelkanalverengung für die Schmerzen verantwortlich sind, lässt sich mitunter bereits daran erkennen, wodurch sich die Beschwerden bessern. Lassen die Schmerzen in Gehpausen deutlich nach, könnte dies auf eine pAVK hinweisen. Liegt das Problem dagegen in der Wirbelsäule begründet, sorgt meist eine nach vorn geneigte, die Wirbelsäule entlastende, Körperhaltung für Linderung. Endgültige Klarheit kann jedoch nur eine eingehende ärztliche Untersuchung durch einen Orthopäden bzw. einen Gefäßspezialisten bringen.

Dr. Felix Söller DR. FELIX SÖLLER ist Facharzt für Orthopädie, Akupunktur, Chirotherapie und Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Söller: Verspannung

24. Januar 2017, tz-München

Verspannung

Eine Kollegin meinte vor Kurzem, dass die Ursache für meine permanenten Kopf- und Nackenschmerzen bestimmt verspannte Nackenmuskeln sind. Könnte Sie recht haben?

Eine Verspannung der Nackenmuskulatur ist tatsächlich ein sehr häufiger Grund für immer wieder auftretende bzw. ständige Kopf- und/oder Nackenschmerzen. Da jedoch auch noch einige andere Ursachen infrage kommen können, rate ich Ihnen, Ihre Beschwerden baldmöglich von einem Orthopäden abklären zu lassen. Wichtige Hinweise kann bereits das Abtasten der Nackenmuskulatur geben. Denn meist gehen Verspannungen mit sogenannten Triggerpunkten einher, die als schmerzhafte Punkte im Muskel spürbar sind. Je mehr Triggerpunkte ein Muskel aufweist, desto stärker wird seine Dehn- und Bewegungsfähigkeit eingeschränkt – und desto heftiger können die Beschwerden sein. Bestätigt sich der Verdacht, ist es möglich, die Triggerpunkte direkt zu behandeln. Neben lokal wirksamen Injektionen direkt an die Triggerpunkte hat sich auch die Stoßwellentherapie bewährt, mit der sogar schwer zugängliche, tief sitzende Triggerpunkte gezielt aufgelöst werden können. Alternativ bieten sich auch die therapeutische Anwendung von Akupunktur oder die Neuraltherapie an.

Dr. Felix Söller DR. FELIX SÖLLER ist Facharzt für Orthopädie, Akupunktur, Chirotherapie und Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zenta: Zufällig entdeckt

21. Januar 2017, tz-München

Zufällig entdeckt

Vor Kurzem wurde bei mir ein sogenannter Fersensporn entdeckt – ich habe ihn gar nicht bemerkt. Jetzt aber sticht es morgens nach dem Aufstehen immer sehr unangenehm in meiner Ferse. Könnte ein Zusammenhang bestehen?

Es ist gar nicht so selten, dass ein Fersensporn erst einmal symptomlos bleibt und dann zufällig, z.B. im Rahmen einer Röntgenuntersuchung, entdeckt wird. Die Gefahr besteht allerdings, dass es über kurz oder lang zu einer Entzündung im Ansatzbereichs des Sehnenstrangs kommt, wo sich der dornartige Anbau gebildet hat. Hiermit sind dann vor allem starke stechende Schmerzen im Fersenbereich verbunden – also die Beschwerden, die Sie beschreiben. Da die Schmerzen in den meisten Fällen nicht mehr von selbst verschwinden und sich im Gegenteil ohne therapeutische Intervention oft sogar verschlimmern, sollten Sie sich in orthopädische Behandlung begeben. Als Therapiemaßnahmen kommen individuell angepasste Einlagen oder spezielle Fersenpolster zur Druckentlastung infrage. Zum Abklingen der Entzündung können auch Kälte- und Wärmeanwendungen, Ultraschallbehandlungen, Schmerzmittel und lokale Injektionen beitragen. Die Stoßwellentherapie ist eine gute Option, wenn sich auf diese Weise keine Besserung erzielen lässt.

Dr. Steffen Zenta DR. STEFFEN ZENTA ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin,Spezialist für Fußchirurgie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Söller: Chronischer Schmerz

18. Januar 2017, tz-München

Chronischer Schmerz

Gegen meine chronischen Iliosakralgelenksschmerzen soll nun eine Thermosonde eingesetzt werden. Was genau muss ich mir darunter vorstellen?

Die Behandlung von chronisch schmerzhaften Iliosakralgelenken (ISG) mithilfe einer Thermosonde (Denervierung) zielt darauf ab, die schmerzleitenden Nervenfasern des Gelenks mithilfe von Wärme auszuschalten. Auf diese Weise wird das Schmerzgeschehen unterbrochen, und die Beschwerden lassen deutlich nach. Wichtig ist, dass eine spezielle Thermosonde zum Einsatz kommt, die eine großflächige Anwendung erlaubt. Eine solche Simplicity-Sonde ist gebogen und mit drei Elektroden ausgestattet, die für die Denervierung auf bis zu 85 Grad erwärmt werden können; die Führung erfolgt unter Röntgenkontrolle. Dies hat den Vorteil, dass ein einziger Einstich genügt, um die Schmerznerven im gesamten Areal des Iliosakralgelenks innerhalb weniger Minuten auszuschalten – im Gegensatz zur klassischen Thermodenervation, die in mehreren Schritten erfolgt und daher mehrere Zugänge nach sich zieht. Wird das – in der Regel ambulant durchgeführte und wenig belastende – Verfahren von einem erfahrenen Orthopäden durchgeführt, sind die Erfolgsaussichten sehr gut.

Dr. Felix Söller DR. FELIX SÖLLER ist Facharzt für Orthopädie, Akupunktur, Chirotherapie und Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Söller: Hüftschmerzen

14. Januar 2017, tz-München

Hüftschmerzen

Seit Wochen habe ich (34 Jahre) so starke Schmerzen in der Hüfte, dass ich kaum mehr gehen kann. Mein Hausarzt steht vor einem Rätsel. Haben Sie eine Idee?

Ich denke, dass es wichtig ist, wenn Sie baldmöglich einen Orthopäden aufsuchen. Unklare akute heftige Gelenkschmerzen in Kombination mit einer ausgeprägten Funktionseinschränkung können Hinweise auf ein Knochenmarködem sein. Die Erkrankung ist erst seit Ende der 1980er Jahre bekannt. In dieser Zeit begann sich die Kernspintomographie als Routineuntersuchung zu etablieren – und sie ist bislang das einzige bildgebende Verfahren, mit der sich ein Knochenmarködem sicher nachweisen lässt. Ein Knochenmarködem ist eine ernste Erkrankung, die nicht nur sehr schmerzhaft ist, sondern auch das betroffene Gelenk irreparabel schädigen kann. Umso wichtiger ist eine konsequente fachärztliche Behandlung der zugrundeliegenden Störung, wobei je nach Ursache und Stadium verschiedene Therapieformen zur Verfügung stehen. Relativ neu ist eine Infusionstherapie mit Bisphosphonaten, mit der sich – in Kombination mit einer vollständigen Entlastung des betroffenen Gelenks – in vielen Fällen gute Behandlungsergebnisse erzielen lassen.

Dr. Felix Söller DR. FELIX SÖLLER ist Facharzt für Orthopädie, Akupunktur, Chirotherapie und Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Konvalin: „Engelchen, flieg!“

22. Dezember 2016, Bild der Frau

„Engelchen, flieg!“

Schadet dieser Spaß den Kleinen?

Eltern nehmen ihr Kind an den Händen und wirbeln es hoch in die Luft – ein Riesenspaß. Doch kein ganz ungefährlicher: „Wenn Sie es übertreiben, kann es durchaus zu Muskelzerrungen oder Verletzungen kommen“, sagt Dr. Heribert Konvalin vom Medizinischen Versorgungszentrum im Helios, München. Ausrenkungen seien aber wirklich selten. Heben Sie das Kind nicht plötzlich am langen Arm nach oben. Immer mit Gefühl und das Kind mitarbeiten lassen. Lieber unter der Schulter oder oberhalb des Handgelenks fassen. „Lassen Sie es außerdem nicht plumpsen, sondern weich landen.“ So werde die Halswirbelsäule geschont.

Dr. Heribert Konvalin DR. HERIBERT KONVALIN ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, Physikalische Medizin und Spezielle Schmerztherapie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zirngibl: Eislaufen – leicht zu erlernen, aber nicht ohne Risiko

5. Dezember 2016, TOPFIT

Dr. Zirngibl: Tennisarm

28. November 2016, tz-München

Tennisarm

Weil ich mal einen Tennisarm hatte, habe ich jahrelang kein Tennis gespielt. Nun möchte ich wieder anfangen. Was kann ich tun, um einen erneuten Tennisarm zu vermeiden?

Es gibt in der Tat einige hilfreiche Maßnahmen, um einem Tennisarm vorzubeugen. Da Sie angeben, dass Sie schon lange Zeit kein Tennis mehr gespielt haben, rate ich Ihnen, Ihren Wiedereinstieg mit einigen Trainingsstunden einzuleiten: Gerade eine falsche Schlagtechnik ist ein häufiger Grund für die Entstehung eines Tennisarms. Wichtig sind zudem ein individuell passender Schläger, der die Vibrationen beim Spiel nicht auf den Arm überträgt, eine Bespannung, die nicht zu hart ist, sowie ein qualitativ hochwertiges Griffband für eine gute Griffigkeit. Achten Sie auch darauf, dass die Bälle nicht allzu abgespielt sind. Ganz wichtig ist, dass Sie vor dem Tennisspiel ein mindestens 15-minütiges Aufwärmtraining durchführen, um Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten. Dabei sollte speziell auch die Armmuskulatur mit gezielten Dehn- und Kräftigungsübungen gestärkt werden. Und: Meiden Sie monotone, gleichbleibende Bewegungen im Alltag, so tragen Sie ebenfalls dazu bei, einer erneuten Überlastung entgegenzuwirken.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Konvalin: Fitness verbessern

14. November 2016, tz-München

Fitness verbessern

Ich (54 Jahre) würde gern meine körperliche Fitness verbessern, auch wegen der bevorstehenden Wintersportsaison. Worauf sollte ich achten?

Ihr Vorhaben ist begrüßenswert. Eine gute körperliche Fitness ist ein wichtiger vorbeugender Faktor, um das Risiko für Stürze und Verletzungen, aber auch für Herz-Kreislauf-Probleme zu minimieren. Zur idealen Vorbereitung auf die Wintersportsaison eignen sich allem ein Ausdauer-, Koordinations- und Krafttraining. Ihre Ausdauer können Sie z.B. beim Radfahren, Joggen, Schwimmen oder Wandern trainieren. Als gute Ergänzung im Alltag bieten sich Treppensteigen oder der Verzicht auf das Auto zugunsten zügiger Spaziergänge an. Mit dem Koordinationstraining stärken Sie Ihre Gleichgewichts- und Reaktionsfähigkeit. Im Vordergrund des Krafttrainings sollte vor allem die Kräftigung der Bauch-, Rumpf-, Rücken- und Oberschenkelmuskulatur stehen; diese Muskelgruppen werden bei den meisten Wintersportarten besonders stark beansprucht. Ob Sie sich Ihr Übungsprogramm selbst zusammenstellen oder sich lieber unter Anleitung trainieren möchten, bleibt Ihnen überlassen; wichtig ist, dass Sie das Vorbereitungsprogramm mindestens sechs bis acht Wochen vor Ihrem Start in die Wintersportsaison beginnen.

Dr. Heribert Konvalin DR. HERIBERT KONVALIN ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, Physikalische Medizin und Spezielle Schmerztherapie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zirngibl: Kribbeln in der Hand

11. November 2016, tz-München

Kribbeln in der Hand

Seit einigen Wochen plagt mich ein fieses Kribbeln in meiner rechten Hand. Besonders schlimm ist es abends, wenn ich lange am Computer gearbeitet habe – trotz der Handgelenksbandage, die ich nun trage. Was könnte ich sonst noch tun?

Ich vermute, dass bei Ihnen ein sogenanntes RSI-Syndrom vorliegt. RSI steht für Repetitive Strain Injury, das bedeutet so viel wie „Verletzung durch wiederholte Belastung“. Diese Mikroverletzungen betreffen meist die Sehnen bzw. Sehnenansätzen an Ellenbogen und/oder Unterarm, hervorgerufen z.B. durch ein ständiges Klicken der Computermaus. Da Sie angeben, dass Sie die Beschwerden bereits seit einigen Wochen haben, wird es höchste Zeit, dass Sie einen Orthopäden aufsuchen – auch um abzuklären, ob z.B. der Einsatz von Schmerzmitteln und/oder Injektionen zur Entzündungshemmung angezeigt sind. Bewährt haben sich zudem eine Physiotherapie sowie das Erlernen von ausgleichenden Dehn- und Kräftigungsübungen. Und: Gestalten Sie Ihren Arbeitsplatz gesünder, etwa mithilfe einer ergonomischen Computermaus und Tastatur. Gewöhnen Sie sich an, die monotone Bewegung immer mal wieder durch Lockerungsübungen zu unterbrechen. Schon durch kleine Pausen können sich Muskeln und Sehnen rasch erholen und so einer Überlastung vorgebeugt werden.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Konvalin: Besser schützen!

10. November 2016, tz-München

Besser schützen!

Mein 15-jähriger Sohn fährt leidenschaftlich gern Ski, doch mit seiner Ausrüstung nimmt er es nicht so genau. Worauf sollte er auf keinen Fall verzichten?

Die passende Schutzausrüstung ist eine wichtige Präventivmaßnahme zur Vermeidung von schwerwiegenden Verletzungen. Ein gutes Beispiel ist der Skihelm: 85 Prozent aller Schädel- und Hirnverletzungen können vermieden werden, wenn der Skifahrer einen Helm trägt. Wichtig ist, dass der Helm gut sitzt, und der Kinnriemen möglichst straff eingestellt ist, zwischen Kinn und Riemen sollte nur noch ein Finger passen. Die Skibrille – ein weiteres Muss – sollte genau ins Gesichtsfeld des Helms passen. Für eine höhere Sicherheit hat sich auch das Tragen eines Rückenprotektors bewährt. Moderne geschäumte, CE-gekennzeichnete Modelle, die passgenau sitzen, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken, fangen die bei einem Sturz auf den Rücken einwirkende Stoßenergie ab und schützen die Wirbelsäule so effektiv vor Verletzungen. Eine weitere Schutzmaßnahme ist eine, individuell auf die Größe und Gewicht eingestellte Skibindung; so lassen bei einem Sturz z.B. sehr effektiv Verletzungen des Kniegelenks vermeiden. Am besten lässt Ihr Sohn die Bindung vor Beginn der Skisaison vom Fachmann elektronisch überprüfen.

Dr. Heribert Konvalin DR. HERIBERT KONVALIN ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, Physikalische Medizin und Spezielle Schmerztherapie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Konvalin: Hilft Gymnastik?

8. November 2016, tz-München

Hilft Gymnastik?

Ich leide unter einer Facettengelenksarthrose. Meine Frage: Hilft Krankengymnastik?

Krankengymnastik ist auf jeden Fall empfehlenswert. Wie bei vielen anderen Arthroseformen, so profitieren auch abgenutzte Facettengelenke davon, wenn etwa die umgebende Muskulatur durch gezielte physiotherapeutische Übungen aufgebaut wird. Denn eine kräftige Muskulatur ist notwendig, um arthrotisch veränderte Gelenke zu entlasten und zu stabilisieren. Bei einer Facettengelenksarthrose ist es vor allem die Rücken- und die Bauchmuskulatur, die trainiert werden sollte. Welche Übungen in welcher Intensität geeignet sind, lässt sich z.B. mithilfe einer orthopädischen Untersuchung feststellen, bei der die tatsächlich vorhandene Kraft gemessen und ein mögliches Defizit aufgedeckt wird. Gegebenenfalls bieten sich weitere Untersuchungen wie eine 4-D-Wirbelsäulenvermessung an, um z.B. eine Beckenfehlstellung oder eine Beinverkürzung zu ermitteln – auch diese Faktoren können Einfluss auf die Wahl der geeigneten Übungen haben. Sprechen Sie den Physiotherapeuten zudem auf isometrische Anspannungsübungen an: Sie werden meist im Liegen durchgeführt, sind praktisch überall auf einer geraden Unterfläche möglich und haben sich vor allem zur Stärkung der statischen Muskulatur bewährt.

Dr. Heribert Konvalin DR. HERIBERT KONVALIN ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, Physikalische Medizin und Spezielle Schmerztherapie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zirngibl: Ist Arthrose heilbar?

7. November 2016, tz-München

Ist Arthrose heilbar?

Es hat sich herausgestellt, dass ich an einer Sprunggelenksarthrose leide. Ist das heilbar?

Ihrer Erkrankung liegt eine fortschreitende Abnutzung des Sprunggelenkknorpels zugrunde. Der Knorpel, der dabei verloren geht, kann nicht mehr nachwachsen. Heilbar ist eine Arthrose also nicht, aber sie ist behandelbar. Ziel der Therapie ist es, den Arthroseverlauf zu verlangsamen, Schmerzen zu lindern und Bewegungsbeeinträchtigungen effektiv entgegenzuwirken. Welche Behandlungsmethode in Ihrem Fall infrage kommt, hängt vom Schweregrad ab. Im Anfangsstadium hilft z.B. die Einnahme von Medikamenten, um Schmerzen zu lindern und Entzündungsprozessen gegenzusteuern. Begleitend bieten sich Wärme- und Kälteanwendungen und/oder knorpelregenerierende Methoden an. Ganz wichtig ist regelmäßige Bewegung: Sie regt zum einen die Gelenkinnenhaut dazu an, Gelenkschmiere zu bilden, wodurch u.a. der Knorpel besser mit Nährstoffen versorgt wird. Zum anderen sorgt sie für eine Kräftigung der Muskulatur, die dem Gelenk Stabilität verleiht. Ideal ist eine individuell abgestimmte Bewegungstherapie. Aber auch gelenkschonende Sportarten wie Wassergymnastik oder Aquajogging sind empfehlenswert.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Konvalin: Darf ich Skifahren?

5. November 2016, tz-München

Darf ich Skifahren?

Letztes Jahr habe ich mir beim Skifahren die Schulter angebrochen. Ich habe zwar keine Schmerzen mehr, aber mit der Beweglichkeit hapert es noch. Kann ich trotzdem wieder auf die Bretter?

Um es gleich vorweg zu sagen: Es gehört zu den obersten Geboten, dass erst dann wieder mit Risikosportarten wie Skifahren begonnen werden sollte, wenn der Heilungsprozess komplett abgeschlossen und das Schultergelenk seine vollständige Beweglichkeit zurückerlangt hat. So gesehen, würde ich Ihnen zum gegenwärtigen Zeitpunkt abraten, wieder auf die Piste zu gehen: Abgesehen davon, dass eine Schulter, die ihre volle Funktionsfähigkeit offenbar noch nicht wieder erreicht hat, das Skivergnügen stark beeinträchtigen und die Unfallgefahr erhöhen kann, besteht zudem das Risiko, dass das Schultergelenk durch die erhöhte Belastung, der es während des Alpinskifahrens ausgesetzt ist, erneut Schaden nimmt. Gegen moderate Bewegungsübungen, am besten unter physiotherapeutischer Anleitung, ist dagegen nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Gerade eine individuell abgestimmte Bewegungstherapie hilft, die stabilisierenden Muskeln rund um das Schultergelenk zu kräftigen und die Mobilität des Schultergelenks selbst wiederherzustellen.

Dr. Heribert Konvalin DR. HERIBERT KONVALIN ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, Physikalische Medizin und Spezielle Schmerztherapie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zirngibl: OP oder lieber nicht?

4. November 2016, tz-München

OP oder lieber nicht?

Meine 18-jährige Tochter hat sich innerhalb von anderthalb Jahren dreimal die Kniescheibe ausgerenkt. Jetzt soll sie operiert werden. Spricht etwas dagegen, es erst noch einmal mit dem Tragen einer Schiene zu versuchen?

Die Ausrenkung der Kniescheibe, auch Patellaluxation genannt, stellt immer eine schwerwiegende Verletzung des Kniegelenks dar, die eine angemessene Behandlung erfordert. Ein operativer Eingriff ist in der Regel dann notwendig, wenn es durch das Herausspringen der Kniescheibe aus ihrem Gleitlager zu Begleitverletzungen, etwa zu einem Knorpelschaden gekommen ist, oder wenn die Kniescheibe – wie bei Ihrer Tochter – wiederholt ausrenkt. Dies ist bei einer Patellaluxation gar nicht so selten: Bei rund 30 Prozent der Betroffenen springt die Kniescheibe nach dem Erstereignis erneut aus ihrer natürlichen Position. Die Diagnose lautet dann meist „Kniescheiben-Instabilität“. In diesen Fällen ist ein operatives Vorgehen meist die Methode der Wahl, da einerseits mit jedem erneuten Ereignis weitere Schäden am Knorpel entstehen können, andererseits das Knie sonst wenig belastbar und unsicher bleibt. So gesehen, würde ich von einem erneuten Behandlungsversuch ohne Operation eher abraten.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Konvalin: Fit nach der OP

3. November 2016, tz-München

Fit nach der OP

Die Wintersaison steht vor der Tür, doch bei mir steht leider eine Meniskus-Operation an. Wie lange dauert es, bis ich wieder Skifahren kann?

Beim Alpin-Skilaufen werden gerade die Knie durch schnelle Richtungswechsel stark beansprucht. Deshalb ist es wichtig, erst dann auf die Piste zu gehen, wenn das operierte Knie wieder vollständig belastbar und beweglich ist; zudem sollten Schwellungen komplett abgeklungen sein. Das ist im Allgemeinen nach frühestens sechs Wochen der Fall. Deutlich länger dauert der Heilungsprozess, wenn zusätzlich Begleitschäden, etwa an der benachbarten Knorpelfläche, mitbehandelt werden mussten. Je nach Ausmaß des Knorpelschadens kann es im Extremfall sogar sein, dass auf eine knieschonendere Sportart, z.B. Langlaufen, umgesattelt werden muss. Ich hoffe jedoch, dass es sich bei Ihnen um einen unkomplizierten Verlauf handelt und Sie noch in dieser Saison wieder am Skivergnügen teilnehmen können. Planen Sie auf jeden Fall eine längere Vorbereitungsphase ein, um Ihren Körper, etwa mit einem moderaten Ausdauertraining, auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten. Dazu gehört auch ein Muskelaufbauprogramm, um die kniegelenkumgebende Muskulatur zu stärken. Spezielle Übungen kann Ihnen der Physiotherapeut im Rahmen der Krankengymnastik zeigen.

Dr. Heribert Konvalin DR. HERIBERT KONVALIN ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, Physikalische Medizin und Spezielle Schmerztherapie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zenta: Wie Ihnen Ärzte bei einem Ballenzeh helfen können

25. Oktober 2016, Frau im Spiegel

Wie Ihnen Ärzte bei einem Ballenzeh helfen können

Tut jeder Schritt weh, stecken oft Fußfehlstellungen dahinter. Im Interview erklärt unser Experte, wie die behandelt werden.

Bei welchen Anzeichen sollte man zum Arzt gehen?
Wenn Schwielen, Hornhaut oder Hühneraugen auftreten, zeigen Sie diese am besten früh einem Fußspezialisten. Das sind Anfangssymptome für verschiedene Fußfehlstellungen und Vorläufer von Schmerzen.

Der Ballenzeh ist eine häufige Fehlstellung. Wie entsteht er?
Von einem Ballenzeh spricht man, wenn sich die Großzehe zur zweiten Zehe hin verkrümmt und an der Seite ein Knochen hervortritt. Die Verschiebung im Großzehengrundgelenk kann sehr wehtun.

Was hilft gegen den Schmerz?
Treten Beschwerden durch zu enge Schuhe auf, sollten Sie bequemere Modelle tragen. Außerdem sollten Sie den Fuß für einige Tage schonen. Helfen kann auch Fußgymnastik – besonders die Spiraldynamik hat sich bewährt. Die speziellen Übungen erlernt man beim Physiotherapeuten. Die Kosten müssen gesetzlich Versicherte aber selbst bezahlen.

Und wann ist eine OP nötig?
Zunächst wird der Arzt das Gelenk genau untersuchen. Lässt sich die Großzehe noch in die ursprüngliche Position zurückdrücken? Tut das nicht weh? Dann können Schienen, Zwischenzehenpolster und Einlagen die Situation verbessern. Anderenfalls ist über einen operativen Eingriff nachzudenken.

Was wird dabei gemacht?
Die natürliche Gelenkposition wird wiederhergestellt. Voll belasten kann man den Fuß nach sechs Wochen. Mit neueren Implantaten sogar schon nach zwei bis vier Wochen. Und: Es gibt selbstauflösende Schrauben, die nicht mehr entfernt werden müssen.

Was hält die Füße gesund?
Kaufen Sie den Schuh, der zu Ihrem Fuß passt. Generell sollte die Sohle bequem und dämpfend sein, aber nicht zu dick. Wer Absätze trägt, steigt regelmäßig auf flache Schuhe um. Haut- und Nagelpflege sind wichtig – ein gesundes Verhältnis zwischen Belastung und Schonung ebenfalls.

Dr. Steffen Zenta DR. STEFFEN ZENTA ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin,Spezialist für Fußchirurgie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zirngibl: Knie wann behandeln?

29. September 2016, tz-München

Knie wann behandeln?

„Woran erkennt man, dass eine Knieverletzung in ärztliche Behandlung gehört?“

Schmerzt das Knie bei Belastung, schwillt es an, erscheint es instabil oder kann man nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr auftreten, sind dies Gründe, die Ursachen zeitnah orthopädisch abklären zu lassen. Da viele Knieverletzungen ganz ähnliche Symptome hervorrufen, lässt sich letztlich nur mithilfe einer eingehenden Untersuchung, gegebenenfalls auch mit bildgebenden Verfahren klären, um welche Art von Verletzung es sich genau handelt und wie groß das Ausmaß des Schadens ist. Das Spektrum an möglichen Knieverletzungen ist groß und reicht von Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen bis hin zu schweren Meniskusverletzungen, Kreuzbandrissen, ausgeprägten Schäden am Gelenkknorpel oder Frakturen der Kniescheibe. Dementsprechend unterschiedlich ist auch die Behandlung: Während es z.B. bei einer Verstauchung oft genügt, das Knie zu kühlen und für einige Tage einen Druckverband anzulegen, ist bei einem Kreuzbandriss ein operativer Eingriff meist unumgänglich. Doch selbst bei einer eher harmlosen Knieverletzung gilt: Je früher die Therapie einsetzt, desto besser sind die Aussichten auf einen raschen, unkomplizierten Heilungsverlauf – und umso schneller kann wieder mit dem Sport begonnen werden.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Konvalin: Ich bleib gelenkig

21. September 2016, Bunte – Sonderheft Gesundheit

Ich bleib gelenkig

Statt leichtfüßig die Treppen hoch und runter zu laufen, fällt Ihnen plötzlich jeder Schritt schwer? Häufig ist Verschleiß in den Knien oder der Hüfte dafür verantwortlich. Heilen lässt sich Arthrose – noch – nicht. Aber unser Experte verrät, wie Sie wieder schmerzfrei werden.

Was schätzen Sie, wie viele Kilo lasten auf einem Knie, wenn Sie Treppen steigen? Nahezu das Dreieinhalbfache Ihres Gewichts. Beim Sprung über eine Pfütze ist es sogar das 24-fache! Klingt viel, ist aber für einen gesunden Knorpel im Gelenk kein Problem. Denn die Natur hat mit ihm einen Stoßdämpfer aus viel Wasser, etwas Eiweiß, Kohlenhydraten und Mineralstoffen erschaffen, der so hart ist, dass er bis zu 400 Kilogramm pro Quadratzentimeter abfedern kann. Warum leiden dann trotzdem 15 Millionen Deutsche an Arthrose – zu Deutsch: Gelenkverschleiß? Oft sind Knie und Hüfte betroffen.

Etwas Schwund ist normal

„Arthrose ist ein Alterungsprozess, der bereits ab dem 25. Lebensjahr einsetzen kann“, sagt Dr. Heribert Konvalin, Orthopäde am Medizinischen Versorgungszentrum in München. „Denn mit Abschluss des Knochenwachstums stellen auch die sogenannten hyalinen Knorpel in den Gelenken ihr Wachstum ein. Wir müssen mit dieser Erstausstattung ein Leben lang auskommen.“ Mit dem Älterwerden verändern diese Puffer ihre Strukturen. Das nimmt ihnen etwas von ihrer Widerstandskraft. „Der Verschleiß macht sich in der Regel ab dem 40. Lebensjahr bemerkbar“, so Dr. Konvalin. Typische Symptome sind erst Anlaufschmerzen. Mit zunehmendem Knorpelabbau werden die Beschwerden unter Belastung schlimmer. Es kann auch zu Entzündungen im Gelenk und zu Ergüssen kommen. Doch Schmerzen sind kein unabänderliches Schicksal. Denn der Körper ist in der Lage, sich an die Veränderungen anzupassen. Vorausgesetzt, wir gehen pfleglich mit unseren Gelenken um.

Mehr Muskeln, bitte!

Was das heißt? Beispielsweise in Bewegung zu bleiben. Denn ein inaktiver Lebensstil lässt die hyalinen Knorpel buchstäblich verhungern. „Sie haben keine eigene Blutversorgung und ernähren sich nur über Diffusion, die durch Bewegung begünstigt wird“, erklärt der Münchner Schmerzspezialist. Noch etwas spricht dafür: eine gute Muskulatur ist der beste Schutz für die Gelenke. Aber wie viel Bewegung tut gut? Zu viel Belastung ist ja genauso schädlich wie gar keine. Der Experte empfiehlt: „Überlastung vermeidet, wer nicht nur gelegentlich körperlich aktiv wird, sondern in einem regelmäßigen Rhythmus von zwei- bis dreimal pro Woche.“ Die Muskeln stellen sich dabei sehr schnell auf eine höhere Belastung ein. Knorpel und Bänder brauchen dazu allerdings Wochen und Monate. „Deshalb zu Beginn eher mit 70 Prozent der Leistungsfähigkeit trainieren und möglichst einen Tag Regenerationszeit zwischen den Trainingsintervallen lassen“, so der Rat vom Experten. Auf diese Weise beugen dann z. B. lange Spaziergänge, Joggen im Dauerlauftempo, Rückengymnastik, Schwimmen oder Fitnesstraining Arthrose vor.

Aufs Gewicht achten

Wer durch den Verschleiß im Knie bereits stechende Schmerzen beim Gehen und vor allem Treppensteigen hat, weiß nur zu gut: Jedes Kilo mehr, das man beim Schleppen von schweren Einkaufstüten tragen muss, verschlimmert die Beschwerden. Doch Gewicht verstärkt nicht nur den Druck auf die Gelenke. Im Fettgewebe bilden sich Signalstoffe, die Abbauprozesse im Knorpel begünstigen. Studien belegen, dass Menschen mit einem BMI über 30 ein viermal höheres Arthrose-Risiko haben. Auch Heribert Konvalin legt allen ans Herz: „Vermeiden Sie Übergewicht.“ Unter dem Plus auf der Waage leiden insbesondere die Gelenke, die die Last tragen müssen: Knie und Hüfte – aber auch die Wirbelsäule, vor allem ihre kleinen Wirbelgelenke. Kommen gar mehrere Faktoren zusammen – wie wenig Bewegung, Übergewicht und womöglich Verletzungen, z. B. Meniskusschäden oder Bänderrisse, potenziert sich die schädliche Wirkung und die Arthrose schreitet voran.

Futter für die Knorpel

Wäre es möglich, den Erhalt eines gesunden Knorpels durch eine gezielte Auswahl von Lebensmitteln zu unterstützen? „Insgesamt ist eine mineralstoffhaltige, ausgewogene Ernährung empfehlenswert. Auch Gelatinehaltiges kann sich positiv auswirken“, so Dr. Konvalin. Und was bringen Nahrungsergänzungsmittel, die zur Prävention von Arthrose immer wieder angepriesen werden? Wissenschaftlich nachgewiesen ist seine Wirkung nicht, aber viele Patienten berichten von einer Verbesserung durch die Einnahme von Glucosamin, zeigt die Erfahrung des Münchner Orthopäden. Es muss mit 1500 mg täglich dosiert werden. Viele Arthrose-Geplagte nehmen auch Kollagen-Peptide (z. B. „CH-Alpha Plus“) oder Vitamin- und Mineralstoff-Kombinationen (z. B.„Orthomal Arthroplus“), um die Qualität ihres Knorpels zu verbessern.

Erste Hilfe bei leichten Schmerzen

Solange es nur ein bisschen im Gelenk knackt und hakt, rät Dr. Konvalin zu dosierter Bewegung, beispielsweise auf dem Heimtrainer oder Ergometer. Dabei lieber länger radeln und laufen, dafür mit weniger Belastung. „Auch die lokale Anwendung von Quarkwickeln oder Kältepads (immer in ein Tuch packen!) lindert leichte Beschwerden. Ebenso Arnika als Gel und in Form von Globuli. Wärme ist bei chronischen und nicht mehr so akuten Leiden das Mittel der Wahl. Denn sie fördert die Durchblutung und damit körpereigene Heilprozesse.“

Die nächsten Behandlungsschritte

Quälen bereits entzündliche Prozesse mit Ruhe- und Belastungsschmerzen, ist die vorübergehende Einnahme von sogenannten NSAR (Nicht steroidalen Antirheumatika) wie Ibuprofen und Diclofenac zu empfehlen. Dr. Konvalin: „Diese Medikamente sollten immer nach den Mahlzeiten eingenommen und je nach Körpergewicht vom behandelnden Arzt dosiert werden. Bei Patienten mit einem empfindlichen Magen in Kombination mit einem Magenschutzpräparat.“ In der Regel wird zwischen drei und sieben Tagen behandelt, bei chronischen Verläufen ist auch eine mehrmonatige Einnahme unter ärztlicher Kontrolle möglich. Bei starken Entzündungen mit Ergussbildung genügt das jedoch manchmal nicht. Dann spritzt der Orthopäde Kortison ins betroffene Gelenk. „Mehr als drei Injektionen sollten es im Behandlungsverlauf aber nicht sein, weil Kortison am gelenknahen Knochen zu Abbauprozessen führen kann“, schränkt er ein. Lymphdrainagen lassen das Gelenk abschwellen. Elektrotherapie erhöht die Stoffwechselprozesse und damit die Regeneration. Außerdem sollte mit Krankengymnastik und manueller Therapie gegen schmerzbedingte Schonhaltung angegangen werden. „Sonst belasten die Patienten ihre noch beweglichen Gelenkanteile noch mehr, was sie erst recht verschleißen lässt“, warnt Konvalin.

Alternativen zur Therapie-Ergänzung

In Deutschland stehen die Chirurgen sehr schnell mit dem Skalpell bereit: Derzeit erhalten bei uns rund 400000 Menschen künstliche Gelenke pro Jahr. Den größten Anteil machen etwa 210 000 Hüftprothesen und 165000 Knieprothesen aus. Wer nicht so rasch auf dem Operationstisch landen will, kann noch diese Behandlungsoptionen ausprobieren: Akupunktur hilft bei Kniegelenksarthrose und bei chronischer Arthrose der Wirbelgelenke. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die Therapie.

Minimalinvasive Reparaturen

In der Vergangenheit hoffte man auf die Wirkung einer Arthroskopie, bei der entzündliche Stoffe aus dem Gelenk gespült wurden. Diese Eingriffe zeigten meist nur geringe Wirkungsdauer und werden von den Krankenkassen nicht mehr bezahlt. Dafür gibt es heute neuere Verfahren, Knorpelschäden zu beheben. Sind sie noch nicht allzu groß, ist im Knie die sogenannte autologe Knorpeltransplantation einsetzbar. Dabei werden Knorpelzellen entnommen, im Labor angezüchtet und wieder implantiert. Am Knie lässt sich zudem die OATS-Plastik durchführen. Dr. Konvalin erklärt das Verfahren: „Bei einer Arthroskopie entnimmt man einen oder mehrere Knorpelzylinder aus einem gesunden, wenig belasteten Bereich des Gelenks und stanzt sie in den geschädigten Bereich ein.“ Das Verfahren ist für die Hüfte ungeeignet. „Man müsste sie verrenken, was die Hüftkopfblutversorgung unterbrechen und zerstören könnte.“ Lassen sich auch größere Schäden am Puffer reparieren? Hier kommt die Mikrofrakturierung zum Einsatz. Dabei entfernt der Chirurg den defekten Knorpel und bohrt den darunterliegenden Knochen an. So gelangen Stammzellen aus dem Blut zur defekten Stelle und füllen sie mit faserknorpelartigem Gewebe aus. „Dieser Ersatzknorpel ist nicht so belastbar wie der ursprüngliche, kann das Kniegelenk aber trotzdem über mehrere Jahre schützen“, so Dr. Konvalin.

Letzter Ausweg Kunstgelenk

Leider werden die Beschwerden bei manchen Menschen unerträglich. Sie liegen deshalb nachts wach oder können nicht mehr weiter als 300 Meter gehen. An der Hüfte und am Knie besteht manchmal auch Bruchgefahr für den Knochen. Dann ist eine Prothese die Lösung. Dabei geht der Trend zu immer kleineren Implantaten. Wenn möglich, ersetzt man nur den defekten Gelenkanteil. Denn je mehr Knochen erhalten bleibt, desto besser für die Funktion und Haltbarkeit des Gelenks sowie für mögliche Folgeeingriffe. „Hierbei gilt aber nach wie vor die goldene Regel: am besten erst nach dem 60. Lebensjahr implantieren“, sagt Heribert Konvalin. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Wechseloperation nötig wird.

Ein Blick in die Zukunft

Das Ziel der medizinischen Forschung ist es momentan, die lädierten Gelenkknorpel mit Stammzellen, die aus Körperfett und – besser noch – aus Knochenmark gewonnen werden, zu therapieren. „Es gibt ermutigende Studienergebnisse dazu. Zum Teil findet diese Stammzellentherapie bereits in dafür autorisierten Kliniken und Instituten statt.“ Immerhin lassen sich so schon mittelgroße Defekte an unseren wichtigen Stoßdämpfern schließen. Und ein bisschen träumen ist schließlich erlaubt: Vielleicht gelingt es der Wissenschaft ja irgendwann, neue Gelenkknorpel nachwachsen zu lassen. Dann könnte man Arthrose tat sächlich heilen.

ELLEN WARSTAT

Dr. Heribert Konvalin DR. HERIBERT KONVALIN ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, Physikalische Medizin und Spezielle Schmerztherapie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Söller: Über die Schulter geschaut

21. September 2016, Bunte – Sonderheft Gesundheit

Über die Schulter geschaut

Nicht jeder hat so starke Schultern wie Hollywood-Star Hugh Jackman. Deshalb kommen immer mehr Menschen mit Schmerzen in diesen empfindlichen Gelenken zum Arzt. So wird man die Beschwerden wieder los

Beobachten Sie sich einmal: Wie sitzen Sie am Computer? Mit entspannten Schultern und auf dem Tisch abgestützten Unterarmen? Dann Gratulation zum ergonomischen Arbeitsplatz! Doch sehr viele Menschen sitzen mit nach vorn gestreckten Armen vor dem Bildschirm. Wer das ständig tut, bekommt in aller Regel irgendwann Beschwerden. Inzwischen klagt fast jeder zehnte Patient beim Orthopäden über Schulterschmerzen. Im Interview erklärt der Sportmediziner Dr. Felix Söller, wie es dazu kommt.

Warum sind unsere Schultern so empfindlich?

Kein anderes Gelenk ist so beweglich. Unsere Arme können ja immerhin in einem 360-Grad-Winkel agieren. Doch diese enorme Bewegungsfreiheit erfordert einen komplizierten und damit auch anfälligen Aufbau. So ist zum Beispiel der kugelige Oberarmkopf im Verhältnis zur Gelenkpfanne zu groß. Ab einem Winkel von 90 Grad bremst das Schulterdach die Bewegung nach oben, dann muss das Schulterblatt nach unten ausweichen. Das alles wird durch Muskeln, Sehnen, Schleimbeutel, Gelenkkapsel und Bänder ermöglicht und stabilisiert. Sie befinden sich auf engstem Raum im Gelenk. Daher ist verständlich, dass es zu Beschwerden kommen kann, wenn deren fein abgestimmtes Zusammenspiel gestört ist.

Was schadet den Gelenken?

Höchst sensibel reagieren sie auf langes Überkopfarbeiten – etwa beim Fensterputzen, Wohnungstreichen oder bei der Gartenarbeit. Denn dabei kann es zu Verklemmungen unter dem Schulterdach kommen, die wiederum mehr Druck auf die Sehnenplatte und auf den Schleimbeutel machen. Bei vielen Menschen führt auch Fehlhaltung zu Beschwerden. So steht beispielsweise die Armhebersehne, die unter dem Schulterdach verläuft, beim Arbeiten am Computer mit nach vorn gestreckten Armen unter Dauerspannung. Dann verdickt sie irgendwann und der ohnehin knappe Raum wird noch enger. Jetzt reizt jede Armbewegung die Sehnen und den Schleimbeutel. So bauen sich über Wochen Entzündungen auf, die zu Schmerzen führen. Dieses Engpass- oder Impingement-Syndrom gehört zu den häufigsten Beschwerdebildern der Schultern. Typisch dafür ist, dass sich der Arm nicht mehr seitlich heben lässt.

Kann ich selbst etwas gegen die Schmerzen tun?

Sobald es wehtut, das Gelenk kühlen. Rezeptfreie Tabletten mit Diclofenac oder Ibuprofen lindern den Schmerz und die Entzündung. Aber bitte an die Dosierungsangaben im Beipackzettel halten. Außerdem ist es wichtig, die Sehne zu schonen. Das bedeutet, möglichst nicht die Arme nach oben zu nehmen. Entlastend wirkt dagegen, sie nach unten auszupendeln. Zudem reagiert eine gereizte Schulter empfindlich auf seitlichen Druck. Deshalb besser auf dem Bauch oder Rücken schlafen. Auch gezielte Übungen können helfen. Zum Beispiel: aufrecht stehen, Arme hängen lassen, die Ellenbogen 90 Grad anwinkeln, die Daumen zeigen dabei nach oben. Ein Thera-Band über beide 6 Hände spannen. Eine Hand bleibt stehen, die andere zieht ruhig und gleichmäßig nach außen, bis ein 45-Grad-Winkel erreicht ist. Dann die Hand wieder in die Ausgangsposition zurückführen. Machen Sie drei Durchgänge mit je 20 Wiederholungen.

Und wenn das alles nichts hilft?

Bessern sich die Beschwerden nach einer Woche Selbsttherapie nicht, sollte man zum Arzt gehen. Behandelt wird dann mit Kortison, das in den Sehnenansatz gespritzt wird. Viele Patienten sind damit innerhalb weniger Stunden schmerzfrei. Oft genügt eine Injektion. Halten die Schmerzen länger an, kann man im Abstand von ein bis zwei Wochen bis zu drei Spritzen geben. Die Behandlung sollte aber mit Physiotherapie und Krankengymnastik ergänzt werden. Denn in aller Regel sind dann bereits die Sehnen verkürzt. Kann ich solchen Beschwerden vorbeugen? Da lässt sich viel tun. Fehlhaltung vermeidet man durch ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze. Außerdem sollte man immer wieder sein Bewusstsein auf die Schultern lenken und überprüfen, ob sie im Stehen und Sitzen nach vorn oder nach oben ziehen. Auch Überlastung durch Überkopfarbeit muss nicht sein. Hilfsmittel wie Verlängerungsgriffe für Pinsel oder Teleskopstäbe beim Fensterputzen schonen die Schultern. Schweres wie Sprudelkisten immer nah am Körper tragen. Denn dabei können die Muskeln die meiste Kraft entwickeln und das Gelenk wird weniger belastet. Gegenstände grundsätzlich nie aus der Schulter heraus heben, ziehen oder drücken, sondern mithilfe der Arm- und Rumpfmuskulatur. Und beim Einkaufen immer daran denken, die schweren Taschen auf beide Seiten zu verteilen.

Ist eine gut trainierte Schultermuskulatur nicht die beste Prävention? Auf alle Fälle. Sie sorgt dafür, dass der Oberarmkopf in der Schulterpfanne zentriert bleibt und der Druck auf das Schulterdach vermindert wird. Fit heißt aber nicht, möglichst viel an Muskelmasse zuzulegen. Es geht vielmehr darum, die Schnellkraft und die Beweglichkeit der Schultern zu trainieren.

Gibt es Sportarten, die für die Schultern schlecht sind?

Die mit Überkopfbewegungen wie beim Volleyball, Handball oder Tennis belasten die Schulter sicher mehr als Laufen oder Schwimmen. Aber wenn man die Muskulatur langsam an die Belastung gewöhnt und es mit dem Training nicht übertreibt, schaden auch diese Sportarten nicht.

ELLEN WARSTAT

Dr. Felix Söller DR. FELIX SÖLLER ist Facharzt für Orthopädie, Akupunktur, Chirotherapie und Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.

Dr. Zenta: Wenn der Daumen drückt

14. Juni 2016, tz-München

Dr. Konvalin: Arthrose – So bleiben Sie beweglich

4. November 2015, Frau im Spiegel 46/15

Dr. Zenta: Fehlstellung der Zehen

2. November 2015, tz-München

Dr. Zenta: So gesund ist Wandern

21. Oktober 2015, Frau im Spiegel 44/15

Dr. Söller: Rücken – Endlich Schmerzfrei

15. Oktober 2015, BUNTE Gesundheit

Dr. Konvalin: Entspannt Wandern

3. September 2015, SZ

Dr. Konvalin: Spinalkanalstenose

27. August 2015, tz-München

Dr. Zirngibl: So bleiben Ihre Knie gesund

16. Juli 2015, Bunte

Dr. Söller: Verspannungen

26. Juni 2015, tz-München

Dr. Konvalin: Die Prähabilation ist eine gute Ergänzung zur Rehabilation

1. März 2015, TOPFIT 01/2015

Dr. Konvalin: Wandern & Arthrose

24. Februar 2015, tz-München

Dr. Konvalin: Die Knie stärken

20. Februar 2015, tz-München

Dr. Konvalin: Arthrose im Gelenk

20. Januar 2015, tz-München

Dr. Söller: Rettung für den Rücken

12. Dezember 2014, Donna

Dr. Söller: Statement Ketten – Trendy oder ungesund?

3. Dezember 2014, exclusive

Dr. Zenta: Cinderella Schuh Syndrom

3. Dezember 2014, exclusive

Dr. Zirngibl: Hüpfen hält gesund

1. Oktober 2014, Neue Woche MEDIZIN SPEZIAL – Nr.24/2014

Dr. Konvalin: Wasserflaschen stemmen gegen Schulterschmerzen

1. Oktober 2014, Dr. Konvalin – Neue Woche MEDIZIN SPEZIAL – 22/2014

Dr. Konvalin: Kalk-Ablagerungen – Frozen Shoulder

15. September 2014, Exklusive - Medizin

Dr. Konvalin: Knackpunkt Knie

1. September 2014, Neue Woche

Dr. Zirngibl: Neue Hilfen für das Sprunggelenk

22. August 2014, Neue Woche Medizin Journal

Dr. Söller: Schmerzfrei dank Streckmaschine

1. Juli 2014, Das neue Blatt

Dr. Zenta: Gesunde Füße – Starker Auftritt

1. April 2014, Neue Woche Nr 18

Dr. Konvalin: Achtung, Kalk in der Schulter

1. April 2014, Neue Woche Nr 17

Dr. Zenta: Gut zu Fuss

1. März 2014, Elle Beauty

Dr. Söller: Sanfte Magnet-Impulse lösen Verspannungen

28. Februar 2014, Neue Woche

Dr. Söller: Schmerzfrei dank Streckmaschine

19. Februar 2014, Neues Blatt

Dr. Zirngibl: Royale Handicaps

1. Februar 2014, Royal

Dr. Zenta: Postoperativ Vorteile durch sensomotorische Einlagen

Postoperativ Vorteile durch sensomotorische Einlagen

15. Januar 2014, Orthopress

Dr. Zirngibl: Eine Sprunggelenksverletzung ist keine Bagatelle!

15. Dezember 2013, TOPFIT 04/2013

Dr. Söller: Sanfte Hilfe bei Rückenschmerzen

15. Dezember 2013, TOPFIT 04/2013

Dr. Söller: Übungen für Wintersportler

Schon fit für die Piste?

18. November 2013, AZ - Abendzeitung München

Dr. Söller: Rückenprobleme

Die Lösung für meine Rückenprobleme: Blaues Licht!

18. Oktober 2013, Bild der Frau

Dr. Konvalin: Arthroseprophylaxe

Arthroseprophylaxe beginnt bereits im Kindesalter.

18. Oktober 2013, TOPFIT 03/2013

Dr. Zenta: Endlich gesunde Füße

Top Strategien gegen Hallux, Hammerzehen & Co.

2. August 2013, exklusive!

Dr. Zirngibl: Viel bewegen aber richtig

Im Sommer sind Joggen, Tennis, Golf angesagt. Die Kehrseite, Sportverletzungen nehmen zu. Doch die moderne Orthopädie hilft in (fast) allen Fällen.

27. Juni 2013, Frau im Spiegel

Dr. Konvalin: Endlich Bewegung ohne Schmerzen

Was schädigt unsere Gelenke? Welche Gelenke sind betroffen?

21. Juni 2013, Neue Woche

Dr. Zenta: Starker Auftritt

Die besten Therapien für gesunde Füße

24. Mai 2013, Neue Woche

Dr. Zenta: Sportverletzungen

Verdrehtes Sprunggelenk, schmerzende Muskeln, blaugelb schillernde Blutergüsse – das sind häufige Verletzungen beim Sport. Dr. Steffen Zenta informiert über die häufigsten Sportverletzungen.

14. Mai 2013, tz München

Dr. Zirngibl: Wenn der Arm schmerzt

Risikofaktor PC-Maus: Wie man sich vor einer "Epicondylitis" effektiv schützen kann.

13. Mai 2013, AZ - Abendzeitung München

Dr. Söller: Die Wirbelsäule ständig unter Druck

Vor allem Bewegungsmangel schwächt die Rückenmuskeln, jede einseitige monotone Belastung begünstigt Fehlhaltungen und Deformierungen der Wirbelsäule. Der Münchner Orthopäde Dr. Felix Söller gibt Tipps.

24. April 2013, Frau im Spiegel

Dr. Konvalin: Was gegen Arthrose hilft

Bei den Betroffenen entwickelt sich sehr häufig ein Teufelskreis an Schmerzen, Bewegungsmangel, Schonhaltung und Übergewicht. Der Münchner Orthopäde Dr. Heribert Konvalin gibt Tipps.

8. April 2013, AZ - Abendzeitung München

Dr. Zenta: Achten Sie auf Ihre Füße

Schmerzende Zehen, Blasen an den Fersen - jede Frau kennt das. Die Folgen zu hoher Schuhe sowie Überlastungen und Verletzungen lassen sich jedoch lindern.

3. April 2013, Frau im Spiegel

Dr. Zenta: Spitzenmedizin in München

So machen Sie Ihre Füße fit.

23. Januar 2013, tz-München

Dr. Konvalin: Wenn möglich behandeln wir konservativ

Münchner GfPO Kongress - 14. Forum Orthopädie für die Praxis "Arthrose und Rückenschmerz".

15. Januar 2013, TOPFIT 01/2013

Dr. Konvalin: Arthritis

Nicht nur durch Abnutzung kann sich ein Gelenk entzünden. Es gibt auch andere Gründe für die Krankheit. Die gefährlichste Form ist die chronische Polyarthritis. Aber neue Therapien lindern den Schmerz und erhalten die Beweglichkeit.

15. Januar 2013, Frau im Spiegel

Dr. Konvalin: Kalkschulter

Kleine Ursache – starke Schmerzen

15. Januar 2013, tz-München

Dr. Zirngibl: Knackpunkt Knie

Die Kniegelenke sind wichtige Bestandteile des Körpers. Durch ihre exponierte Lage sind sie aber besonders gefährted. Verletzungen und Abnutzung schädigen die Knie häufig. Die moderne Orthopädie bietet deshalb Möglichkeiten der Vorbeugung und Therapie.

27. Dezember 2012, Frau Im Spiegel

Interdisziplinäre Fachinformationen

Ein Beitrag von Dr. Nicole Schaenzler, Herausgeberin und Chefredakteurin der Zeitschrift "Topfit".

15. November 2012, Aktion Gesunder Rücken

Dr. Zirngibl: Sensibles Sprunggelenk

Das Sprunggelenk muss ein Leben lang die Hauptlast des Körpers tragen: Im AZ-Report erklärt der Münchner Orthopäde Dr. Werner Zirngibl, worauf man achten sollte und wie man Problemen vorbeugt

12. November 2012, Abendzeitung München

Dr. Zirngibl: Tennisarm: Das hilft wirklich

Die schmerzhafte Entzündung im Ellbogen entsteht bei einseitiger Belastung. Die tz fragte den früheren Tennisprofi und Orthopäden Dr. Werner Zirngibl nach seinen Erfahrungen und was wirklich hilft.

23. Oktober 2012, TZ München

Dr. Konvalin: Kalkschulterbehandlung

Schmerzhafte Kalkdepots im Schultergelenk: "Eine Kalkschulter lässt sich gut behandeln!"

15. Oktober 2012, TOPFIT 03/2012

Dr. Söller: So besiegen Sie den steifen Hals

Die Halswirbelsäule – ein Schwachpunkt: Ob Schleudertrauma oder Verspannung durch PC-Arbeit, ein lädierter Nacken macht das Leben zur Hölle. Neue Therapien bezwingen den Schmerz.

4. Oktober 2012, Frau im Spiegel

Dr. Konvalin: Beweglich bleiben

Gelenkprobleme sind die modernen Volksleiden. Verschleiß durch Übergewicht oder falsche Haltung schädigen die Dreh- und Angelpunkte unseres Körpers. Wie Sie vorbeugen können und welche Behandlungen helfen.

19. September 2012, Frau im Spiegel

MVZ im Helios: AZ-Klinikführer 2012

Von A bis Z für den Erhalt Ihrer Beweglichkeit.

15. September 2012, Abendzeitung München

Dr. Söller: Was befreit von Wadenkrämpfen?

Bewegung und tägliches Dehnen befreien von den Beschwerden.

1. September 2012, DONNA Freundin

Dr. Zirngibl: Wie wird ein Tennisarm wieder schmerzfrei?

Wenn sich durch Dauerbelastung die Sehne am Ellbogen entzündet, wird selbst Zähneputzen zur Qual. Experten sagen, welche Therapien die Beschwerden vertreiben.

15. Juni 2012, DONNA Freundin

Dr. Zenta: Fußkrank

Fußchirurg erklärt die häufigsten Beschwerden

12. Juni 2012, TZ München

Dr. Konvalin: Arthrose: Wenn Bewegung weh tut

In Deutschland leiden fünf Millionen Menschen unter Arthrose. Und es werden immer mehr. Schuld sind Übergewicht, Fehlbelastungen und Alter. Doch der schmerzhafte Gelenkverschleiß kann erfolgreich behandelt werden.

9. Mai 2012, Frau im Spiegel

Dr Konvalin: Das MVZ im Helios unter den 100 besten Kliniken

Das MVZ im Helios ist mit Dr. Konvalin in der Top-Liste für alle Kassenpatienten "Die 100 besten Kliniken" vertreten.

21. April 2012, TV Hören und Sehen

Dr. Konvalin: Schulterspezialist

Die 100 besten Kliniken – Top-Liste für alle Kassen-Patienten!

21. April 2012, TV Hören und Sehen

Dr. Helmbrecht: AZ Serie: Das Kreuz mit dem Kreuz

Wann Operationen wirklich helfen. Der Neurochirurg Dr. Armin Helmbrecht erklärt den Erfolg von modernen OP-Methoden bei Bandscheibenvorfällen und Spinalkanalstenosen.

8. März 2012, Abendzeitung München

Dr. Zenta: Gut zu Fuß in den Frühling

Jeder zweite Deutsche leidet unter Fußproblemen, die kosmetisch stören, Schmerzen auslösen und Gelenkschäden verursachen. Die moderne Orthopädie hilft mit sanften Methoden – und mit verbesserten Operationsverfahren.

7. März 2012, Frau im Spiegel

Dr. Söller: AZ Serie: Das Kreuz mit dem Kreuz

Nichtoperative Therapie-Methoden: Über die "Streckmaschine gegen Schmerzen" und den "Pasha"-Katheter

3. März 2012, Abendzeitung München

Dr. Zenta: Was hilft bei einem Fersensporn

Rund 20 Prozent aller Deutschen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Entzündung in der Ferse. Experten - darunter auch Dr. Zenta des MVZ im Helios – wissen, was hilft, wenn der knochige Dorn das Gehen zur Tortur macht.

10. Februar 2012, DONNA Freundin

Dr. Zirngibl: Verletzungen beim Wintersport

Lassen Sie sich nicht auf´s Glatteis führen: Wie die moderne Medizin Langzeitschäden bei Wintersportverletzungen verhindert.

18. Januar 2012, Frau im Spiegel

Dr. Zirngibl: SpineMED® für einen schmerzfreien Rücken

Neues Behandlungskonzept bei Erkrankungen der Bandscheiben.

15. November 2011, OrthoPress

Dr. Konvalin: OP gegen Schmerzen in der Schulter

Wenn die Schulter schmerzt, ist oft Arthrose die Ursache. Krankengymnastik kann die Beschwerden meist lindern. Doch nicht immer reichen Übungen aus

14. November 2011,

Dr. Zenta, Dr. Söller: Infomesse für Patienten: Gesundheitstalk

Vom kostenlosen Check-Up bis zum Ärztepodium: Bei der Gesundheitsmesse im Olympiapark steht der Kranke im Mittelpunkt. Experten – u.a. Dr. Zenta und Dr. Söller – informieren dort ein Wochenende lang über neue Therapieformen.

11. November 2011, Abendzeitung München

Das hält Ihnen den Rücken frei

Volkskrankheit Rückenschmerz: Acht von zehn Deutschen leiden darunter. Bessere Operationsverfahren bei Bandscheibenproblemen und neuartige Schmerztherapien machen Betroffenen Hoffnung.

17. August 2011, Frau im Spiegel

MVZ im Helios im „Forum Spitzenmedizin“

Unsere Praxis unsere Ärzte abgebildet & Artikel Dr. Zenta: „Schöne Füße ohne Schmerzen – kompetente Hilfe bei Hallux valgus.“

30. Juni 2011, SZ Sonderveröffentlichung

Dr. Zirngibl, Dr. Konvalin: „Die große TZ-Sprechstunde“

Knie/Orthopädie

27. Juni 2011, TZ München

Dr. Zirngibl: Wenn sogar das Heben einer Tasse schmerzt

Der Experte erklärt im Interview, warum nicht nur Sportler von einem Tennisarm betroffen sein können.

7. Mai 2011, Hessische Zeitung

Dr. Zirngibl: SpineMED®-Methode aus den USA

Die angenehme Alternative zur Bandscheiben-OP.

15. April 2011, Orthopress

Dr. Zirngibl: Der Tennis-Doktor

Ob Michael Stich oder Ivan Lendl - seinen Händen vertrauen viele Profis und Freizeitsportler.

8. April 2011, Abendzeitung München

Das MVZ im Helios – Der SpineMED®-Spezialist in Ihrer Nä

Tun Sie etwas gegen Ihre Rückenschmerzen! SpineMED®: Die behutsame Alternative zur Bandscheiben-OP.

1. April 2011, Sophie

Dr. Söller: Was hilft bei einem Bandscheibenvorfall?

Was kann die neue OP-Methode?

31. Januar 2011, Abendzeitung München

Dr. Zirngibl: Milch macht stark!

Heute in der TZ-Serie: Die besten Lebensmittel für Ihre Muskeln

19. Januar 2011, TZ München

Dr. Konvalin: Arthrose und Rückenschmerz

Das hilft bei kranken Gelenken ...

15. Januar 2011, TOPFIT 01/2011

Dr. Konvalin: Wer operiert die meisten Schultern?

OP macht Schluss mit Schulterschmerzen.

3. Dezember 2010, TZ München

Dr. Konvalin, Dr. Zirngibl: Blick ins Kniegelenk

Wer macht die meisten Knie-Arthroskopien?

19. November 2010, TZ München

Dr. Zirngibl: Rücken-OP: Die Münchner Spezialisten

Wer operiert die meisten Bandscheiben? Bandscheiben-OP: Schluß mit den Rückenschmerzen!

18. November 2010, TZ München

Dr. Söller: Ski Report Teil 2

Hals- und Beinbruch!

8. November 2010, Abendzeitung München

Dr. Eichbichler: Ski Report Teil 1

Schon fit für die Piste?

8. November 2010, Abendzeitung München

Münchner OP-Ratgeber

Die große Liste der erfahrensten Kliniken und Operateure 2010/2011

5. November 2010, TZ München

Dr. Zenta: Nervenknoten unter dem Fuß entfernt

„Mini-Operation stoppte meine Fußschmerzen."

14. Oktober 2010, Superillu

Dr. Söller: Osteoporose: So werden Knochen wieder stark

Der Knochenschwund kann tödlich enden - doch die moderne Medizin kann das Leiden endlich besiegen.

13. Oktober 2010, Frau im Spiegel

Dr. Zenta: Wie Zehentraining dem Rücken hilft

Von ganz unten ging EF-Moderationin Isabel Winklbauer ihre Kreuzschmerzen an - und lernte viel über die Kraft, die in den Füßen liegt.

10. Oktober 2010, Eltern Family

Dr. Zenta, Dr. Zirngibl, Dr. Helmbrecht: Nervenknoten – Künstliche Bandscheibe – Rückenschmerzen

Nervenknoten: Mini-Eingriff stoppt Fußschmerzen Künstliche Bandscheibe: Titan-Implantat stärkt Halswirbelsäule Rückenschmerzen: Computer-Streckbank dehnt geplagte Bandscheiben.

7. Oktober 2010, Superillu

Dr. Eichbichler: Sanfte Hüftoperation

„Eine sanfte Hüft-OP rettete mich vor schlimmen Schmerzen.“

10. September 2010, Neue Woche

Dr. Zirngibl: Ein Hightech-Gerät stoppte sanft meine Rückenschmerzen

Dehnbehandlung entlastet gezielt die Bandscheiben.

23. Juli 2010, Neue Woche

Dr. Konvalin: Bio-Spritze stoppt Arthrose im Knie

Körpereigene Eiweiß-Stoffe schützen den Knorpel im Gelenk.

16. Juli 2010, TZ München

Dr. Zenta: Lieben Sie Ihre Füße

Falsche Schuhe machen nicht nur die Füße krank, sondern den ganzen Menschen.

8. Juli 2010, BUNTE

Dr. Zirngibl: Tennisarm: Vorsicht mit dem Eisspray!

Was passiert, wenn der Tennisarm kommt? Experte rät: "Gehen Sie sofort zum Doc!"

29. Juni 2010, Abendzeitung München

Dr. Zirngibl: Tennis-Arm, was nun?

Rund um das Thema Tennis-Arm und wie man ihn vermeiden kann.

27. Juni 2010, Abendzeitung München

Dr. Zirngibl: Hilfe für das angeknackste Knie

Problemzone Gelenk: Fünf Millionen Deutsche leiden unter Kniearthrose. Gute Nachricht: Die moderne Medizin kann inzwischen (fast) allen helfen.

10. Juni 2010, Frau im Spiegel

Dr. Zenta: Endlich wieder schmerzfrei laufen

Die moderne Fußchirurgie ist heute in der Lage, nahezu jedem Patienten mit kleinen und besonders schonenden Eingriffen zu helfen.

5. März 2010, Intermezzo

Dr. Zirngibl: Wer sorgt für gesunde Knochen und Gelenke?

Sie sind die Schwachpunkte unseres Körpers: Die Gelenke. Sie nutzen sich ab und bilden sich zurück. Man spricht von Arthrose.

17. Februar 2010, TZ München

Rückenschmerzen: Welchem Arzt kann ich vertrauen?

Minimalinvasive Rückentherapien können oft eine große OP vermeiden.

16. Februar 2010, TZ München

Dr. Konvalin: Au, meine Schulter! Wo werde ich fit?

Gute Diagnostik ist bei Schulter-Problemen eminent wichtig.

13. Februar 2010, TZ München

Dr. Zirngibl: Neues Gerät stoppt Rückenschmerzen

Sanftes Dehnen entlastet Bandscheiben.

5. Februar 2010, Freizeit Revue

Dr. Zirngibl: Verwölbung der Wirbelsäule behoben

„High-Tech-Streckbank half meinem Rücken.“

21. Januar 2010, Superillu

Dr. Konvalin: Die besten Therapien für kranke Gelenke

Eine Besonderheit des MVZ im Helios ist die Große Zahl hier betreuter Schmerzpatienten.

5. Januar 2010, TOPFIT 01/2010

Dr. Helmbrecht: „Jetzt ist mein Halswirbel endlich wieder stabil“

Erfolge in der Medizin. Künstliche Bandscheibe eingesetzt.

3. Januar 2010, Superillu

TZ-Patientenreport 2010 – Wir befragen unsere Patienten zur Häufigkeit ihrer Arztbesuche

Die Deutschen gehen immer häufiger zum Arzt ...

2. Januar 2010, Abendzeitung München