Dr. Zirngibl: Sprunggelenk instabil

Sprunggelenk instabil

Beim Gehen fühle ich mich jetzt oft unsicher, weil ich das Gefühl habe, mein linkes Sprunggelenk ist nicht mehr so stabil. Könnte das damit zu tun haben, dass ich mir vor ein paar Monaten den Knöchel verstaucht habe?

Das ist gut möglich. Zu einer Verstauchung kommt es, wenn ein Band oder mehrere Bänder – häufig sind es die Außenbänder – abrupt stark überdehnt werden; hierfür genügt oft schon ein einfaches Umknicken. Leider ist es keine Seltenheit, dass das Sprunggelenk nach einem Umknicktrauma seine natürliche Stabilität einbüßt, weil die geschwächten Bänder ihm nun nicht mehr genug Halt geben. Mit einem instabilen Sprunggelenk sollten Sie sich nicht abfinden, sondern sich besser baldmöglich in orthopädische Behandlung begeben. Denn zum einen kann es passieren, dass Sie über kurz oder lang erneut umknicken, zum anderen leistet die Instabilität weiteren Komplikationen, z.B. der Entstehung einer Sprunggelenksarthrose, Vorschub. Helfen können insbesondere eine Physiotherapie und das Erlernen von speziellen Übungen, die darauf abzielen, die Kraft, Stabilität und Koordination des Sprunggelenks nachhaltig zu verbessern. Zudem bietet es sich an, beim Sport und anderen Belastungen eine Sprunggelenksbandage zu tragen.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.