Dr. Zirngibl: Tennisarm

Tennisarm

Ich spiele gar kein Tennis, soll aber nun einen Tennisarm haben. Wie kann das sein?

Der Tennisarm ist eine typische Überlastungserkrankung: Durch eine Überbeanspruchung der Unterarmmuskulatur kommt es zu einer Entzündungsreaktion an ihren Sehnenansätzen. Bei einem Tennisarm sind die Sehnenansätze der Unterarm-Streckmuskulatur in Mitleidenschaft gezogen; typisch sind Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens. Aber es können auch die Sehnenansätze der Unterarmbeuge-Muskulatur betroffen sein. Dann spielen sich die Schmerzen primär an der Ellenbogeninnenseite ab. Der Begriff Tennisarm ist entstanden, weil besonders oft Tennisspieler betroffen sind. Aber natürlich können auch viele andere monotone Bewegungsabläufe, etwa im Beruf, im Haushalt oder beim Handwerken, einen Tennisarm verursachen. Für beide Erkrankungen gilt: Der betroffene Arm muss möglichst so lange ruhig gestellt werden, bis die Schmerzen verschwunden sind. Begleitend kommen lokale Kälte- bzw. Wärmeanwendungen und Ultraschallbehandlungen, mitunter auch eine Injektionstherapie oder eine Infiltrationstherapie infrage; in hartnäckigen Fällen kann die Stoßwellentherapie eine Option sein.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.