Hüftgelenksarthroskopie

Aufgrund der anatomischen Besonderheiten des kugelförmigen Hüftgelenks gehört eine Hüftgelenksarthroskopie (Hüftarthroskopie) zu den technisch besonders anspruchsvollen Verfahren. Eine Hüftgelenksarthroskopie kann sowohl zu diagnostischen Zwecken eingesetzt werden, wenn mit herkömmlichen Untersuchungsmethoden keine eindeutige Diagnose gestellt werden kann, sie kann aber auch eine  schonende Alternative zur offenen Operation sein, etwa wenn freie Gelenkkörper entfernt, Knochenvorsprünge abgeschliffen oder verletzte Weichteile wie die Gelenklippe (Labrum) genäht werden müssen. Bei Knorpelschäden, z.B. im Rahmen einer Hüftgelenksarthrose, hängt der Behandlungserfolg wesentlich vom Grad der Schädigung ab: Ist die Abnutzung des Gelenkknorpels schon weit fortgeschritten, kann man arthroskopisch oft nicht mehr viel auszurichten. Andererseits lässt sich das Ausmaß eines Knorpelverschleißes oft erst mithilfe der Arthroskopie eindeutig klären.

Häufige Einsatzgebiete:

* Entfernung von freien Gelenkkörpern, z.B. nach einer Knorpelverletzung oder durch den Abriss eines Teils der Gelenklippe

* Krankhafte oder verletzungsbedingte Veränderungen der Gelenklippe und anderer Weichteile

* Bestimmte Fehlformen des Hüftgelenks

* Beginnende Hüftgelenksarthrose

Mehr zum Thema:

Das MVZ im Helios hat eine Broschüre zum Fachbereich „Knie & Hüfte“ veröffentlicht. Nachfolgend können Sie diese als PDF herunterladen.

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2.3 Knie | Hüfte