Knieendoprothetik

Es kommt vor, dass der Knorpelverschleiß so weit fortgeschritten ist, dass die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen die Lebensqualität des Betroffenen massiv beeinträchtigen. In diesem Fall kann der Ersatz des Kniegelenks durch eine Totalendoprothese angezeigt sein. Weiterentwicklungen der OP-Techniken und des Designs der Implantate erlauben uns heute eine differenzierte Vorgehensweise, die individuell auf den Patienten abgestimmt ist. Dabei legen wir großen Wert darauf, eine bandstabilisierende Operationstechnik zu verwenden. Denn für jedes Kniegelenk sind andere Spannungsverhältnisse charakteristisch – ein Aspekt, den herkömmliche knöchern-referenzierte Techniken kaum berücksichtigen. Zugleich profitieren unsere Patienten von unserem hoch spezialisierten Fachwissen über die Kniescheibe, wodurch die häufig nach einem solchen Eingriff entstehenden Kniescheibenbeschwerden gar nicht erst entstehen. Und schließlich trägt auch eine ausgeklügelte Schmerztherapie wesentlich dazu bei, dass der Patient noch am Abend des Eingriffs, spätestens am Folgetag, schon die ersten Schritte mit Krücken gehen kann. In der Regel ist nach einer knappen Woche eine Verlegung in eine stationäre Rehabilitationseinrichtung bzw. die Entlassung nach Hause für die ambulante Nachbehandlung möglich. Nach ca. vier Wochen können de Krücken schrittweise abgelegt werden, nach etwa sechs Monaten haben die Patienten im Allgemeinen ein schmerzfreies und normales Gangbild ohne Unterarmgehstützen wiedererlangt.

Mini-Implantat , Teil- oder Schlittenendoprothese

Ist lediglich ein Teil des Gelenks von einem größeren Knorpelschaden betroffen, eine biologische Therapieform wie die Autologe Chondrozytentransplatation (ACT) jedoch nicht (mehr) erfolgversprechend, besteht die Möglichkeit, nur diesen Teilbereich mit einem künstlichen Gelenk zu ersetzen. Eine neuartige Form des Gelenkersatzes ist das Mini-Implantat. Es ist nicht nur sehr klein, sondern es gibt das Implantat auch in verschiedenen Krümmungen, sodass es sich für jede Kniegelenkform anatomisch anpassen lässt. Zudem wird nur der geschädigte Knorpel entfernt, wohingegen der darunter liegende Knochen weitgehend intakt bleibt. Diese Vorteile tragen zu einer rascheren Heilung bei und sorgen für einen vollständigen Erhalt der Kniegelenkfunktion. Eine weitere gewebeschonende und schmerzarme Möglichkeit der endoprothetischen Versorgung ist der Einsatz einer Teil- oder Schlittenendoprothese, die ebenfalls nur den Teil des Kniegelenks ersetzt, der von der Arthrose betroffen ist. Der gesunde Gelenkanteil, einschließlich der Sehnen und Bänder - und somit auch die natürliche Beweglichkeit und Koordination - bleiben erhalten. Im Vergleich zur Totalendoprothese ist die Phase der Rehabilitation nach der Implantation eines Teilersatzes deutlich kürzer: Bereits einen Tag nach dem Eingriff kann mit Bewegungs- und Gangübungen begonnen werden, und schon nach vier Tagen ist in den meisten Fällen eine Verlegung in eine stationäre Rehabilitationseinrichtung möglich. Damit sind sie die Patienten schneller wieder mobil, und sie können auch rascher wieder ihren sportlichen Aktivitäten nachgehen.

Totalersatz des Kniegelenks

Es kommt vor, dass der Knorpelverschleiß so weit fortgeschritten ist, dass die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen die Lebensqualität des Betroffenen massiv beeinträchtigen. In diesem Fall kann der Ersatz des Kniegelenks durch eine Totalendoprothese angezeigt sein. Weiterentwicklungen der OP-Techniken und des Designs der Implantate erlauben uns heute eine differenzierte Vorgehensweise, die individuell auf den Patienten abgestimmt ist. Dabei legen wir großen Wert darauf, eine bandstabilisierende Operationstechnik zu verwenden. Denn für jedes Kniegelenk sind andere Spannungsverhältnisse charakteristisch – ein Aspekt, den herkömmliche knöchern-referenzierte Techniken kaum berücksichtigen. Zugleich profitieren unsere Patienten von unserem hoch spezialisierten Fachwissen über die Kniescheibe, wodurch die häufig nach einem solchen Eingriff entstehenden Kniescheibenbeschwerden gar nicht erst entstehen. Und schließlich trägt auch eine ausgeklügelte Schmerztherapie wesentlich dazu bei, dass der Patient noch am Abend des Eingriffs, spätestens am Folgetag, schon die ersten Schritte mit Krücken gehen kann. In der Regel ist nach einer knappen Woche eine Verlegung in eine stationäre Rehabilitationseinrichtung bzw. die Entlassung nach Hause für die ambulante Nachbehandlung möglich. Nach ca. vier Wochen können de Krücken schrittweise abgelegt werden, nach etwa sechs Monaten haben die Patienten im Allgemeinen ein schmerzfreies und normales Gangbild ohne Unterarmgehstützen wiedererlangt.

Navigation in der Kniegelenksendoprothetik

Eine wichtige Voraussetzung für den Therapieerfolg bei der Implantation eines künstlichen Kniegelenks ist die präzise Umsetzung der Planung; hierbei kann uns ein Navigationssystem wertvolle Dienste leisten. So unterstützt es dem Operateur u.a., die perfekte Position für das Implantat zu finden, die Beinachse optimal auszurichten, die einzelnen Gelenkstrukturen in eine korrekte Stellung zu bringen und die Knochenschnitte auf Winkel und Tiefe genau auszurichten. Mithilfe der Kniescheibennavigation kann zudem exakt der Lauf der Kniescheibe vor und nach der Prothesenimplantation dargestellt werden, um so möglichen Problemen mit der Kniescheibe vorzubeugen. Aktuelle Studien legen nahe, dass sich Knieprothesen, die navigationsgestützt implantiert wurden, in den ersten zehn Jahren seltener lockern oder ausgetauscht werden müssen, als konventionell eingesetzte. Aus diesen Gründen führen wir die Implantation von Totalendoprothesen für das Kniegelenk navigationsgestützt durch – auch wenn der zeitliche und technische Aufwand insgesamt etwas höher ist.

Wechseloperation bei schmerzhafter Knieprothese

Die Ursachen für eine schmerzhafte Knieprothese sind vielfältig. Manchmal ist es die Endoprothese selbst, die Probleme verursacht, etwa weil sie sich (infektionsbedingt) gelockert hat oder weil sich die Verschleißteile im Laufe der Jahre aufgerieben haben. Zudem kann eine Fehlbelastung zu einer chronischen Instabilität oder einem Überdrucksyndrom führen. Typische Anzeichen sind Schmerzen im Bereich des Knies, die insbesondere bei Belastung, aber auch in Ruhe auftreten, und/oder ein Instabilitätsgefühl. In diesen Fällen kann es notwendig sein, die Prothese gegen eine neue zu ersetzen. Eine solche Wechseloperation (Revisionsoperation) ist deutlich anspruchsvoller als die Erstimplantation, doch verfügen wir über eine große Erfahrung auf diesem Gebiet, die es uns erlaubt, den Eingriff so durchzuführen, dass die neue Prothese stabil ist und keine Schmerzen verursacht. Die Nachbehandlung entspricht in den meisten Fällen der der Erstimplantation.

Mehr zum Thema:

Das MVZ im Helios hat eine Broschüre zum Fachbereich „Knie & Hüfte“ veröffentlicht. Nachfolgend können Sie diese als PDF herunterladen.

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2.3 Knie | Hüfte