Kinder- und Jugendorthopädie

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Die Kinderorthopädie beschäftigt sich mit angeborenen und erworbenen Fehlbildungen und Fehlhaltungen des Bewegungsapparates. Grundsatz der Kinderheilkunde, der auch für die Kinderorthopädie gilt: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Da das Skelett noch wächst, bestimmt die Funktion die Form. Daher benötigen Kinder der Behandlung orthopädischer Beschwerden eine eigens angepasste Therapie und somit auch die Expertise des behandelnden Orthopäden.

 

Die häufigsten kinderorthopädischen Krankheitsbilder

Das Spektrum in der Kinderorthopädie ist breit gefächert. Zu den häufigsten Krankheitsbildern, mit denen wir täglich in unserem MVZ im Helios in Berührung kommen, zählen unter anderem:

 

X- und O-Beine

Die meisten Babys und Kleinkinder haben bis etwa zum zweiten Lebensjahr O-Beine. Grund dafür kann die spezielle Haltung des Fötus im Mutterleib sein. Mit dem Laufen reguliert sich die Beinstellung dann wieder. Aber auch bei X-Beinen handelt es sich um eine temporäre Phase, die sich in der Regel bis zum zehnten Lebensjahr verwächst. Schätzungsweise lassen sich X-Beine bei Kindern über zehn Jahren noch bei rund elf Prozent, bei etwa neun Prozent O-Beine feststellen. Erst dann sollte gegebenenfalls eine Therapie erfolgen, zum Beispiel mit dem Einsatz spezieller Einlagen.

 

Hüftgelenksdysplasie

Bei der Hüftgelenksdysplasie, auch Hüftreifestörung genannt, handelt es sich um eine Fehlbildung der Hüftgelenkpfanne, die im schlimmsten Fall dazu führen kann, dass der Hüftkopf aus der Pfanne gleitet. Schätzungsweise tritt die Hüftgelenksdysplasie bei zwei bis vier Prozent der Neugeborenen auf, wobei Mädchen häufiger betroffen sind als Jungen. Begünstigt werden kann das Krankheitsbild u.a. durch Risikofaktoren wie familiäre Häufung, Beckenendlage und Fruchtwassermangel. Durch eine Ultraschalluntersuchung diagnostiziert richtet sich die Therapie nach der Ausprägung des Befunds und dem Alter des Kindes. Eine Möglichkeit bietet dabei die Hüftbeugeschiene, mit der sich die Form des Hüftgelenks innerhalb weniger Wochen normalisieren lässt.

 

Plattfuß

Auf den ersten Blick scheinen viele Babys unter Plattfüßen zu leiden. Das liegt an der dicken Fettschicht, die als Polster für den Fuß dient. Fängt das Kleinkind an zu Laufen, schwindet diese Schicht und das in diesem Alter noch leicht formbare Fußskelett bildet das Fußgewölbe. Knick-Senkfüße entstehen, wenn dieser Prozess abgeschlossen ist – ungefähr im Alter von fünf bis sechs Jahren. Dann können Übergewicht, schlechtes Schuhwerk oder fehlende Bewegung zur Verformung des Fußknochens führen. Das Resultat: Die Fußfläche liegt auch ohne Belastung direkt auf dem Boden auf. Auch hier sind Einlagen notwendig. Angeborene Fußfehlstellungen findet man dagegen nur bei rund zwei Prozent der Neugeborenen.

 

Kindliche Überlastungsschäden

Auch Überlastungsschäden kommen im Kindes- und Jugendalter sehr häufig vor. Dies betrifft vor allem sportlich aktive Kinder, wie Fußballer, Handballer oder Basketballer. In der Regel sind die Überlastungsschäden auf intensive Sporteinheiten ohne ausreichende Erholung für Knochen, Gelenke und Muskulatur zurückzuführen. Bestes Beispiel: Morbus Osgood-Schlatter, wobei es sich um eine im Wachstumsalter auftretende schmerzhafte Veränderung am vorderen Schienbein handelt. Verursacht durch eine Überbelastung des Beins zählen im Frühstadium belastungsabhängige Schmerzen zu typischen Symptomen. Im weiteren Verlauf können Schwellungen hinzukommen. Ebenfalls häufig tritt die Apophysitis calcanei auf, eine Entzündung des Knochenansatzes der Achillessehne. Sie geht mit einer Schwellung, Rötung und Schmerzen einher. Beide Krankheitsbilder lassen sich konservativ behandeln. Dabei ist die Reduktion körperlicher Aktivität mit mehrwöchiger Sportpause erforderlich.

 

Ihr Kind weist eine der oben genannten Auffälligkeit auf? Dann freuen wir uns Sie und Ihren kleinen Patienten bei uns im MVZ im Helios begrüßen zu dürfen. Vereinbaren Sie ganz unkompliziert online oder telefonisch einen Termin.

 

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