Dr. Zirngibl: Eigenbluttherapie

Eigenbluttherapie

Ich habe gehört, dass man einen Tennisarm auch mit Eigenblut behandeln kann. Wie läuft das ab?

Ich vermute, Sie meinen die ACP-Therapie. ACP ist die Abkürzung für Autologes Conditioniertes Plasma. Das Grundprinzip der Behandlung ist, heilfördernde Bestandteile aus dem Blut des Patienten für ein Plasma-Konzentrat zu nutzen, das entzündungshemmende Eigenschaften hat und den Genesungsprozess beschleunigt. Für die Gewinnung dieses Konzentrats wird Ihnen zunächst etwas Blut aus der Armvene entnommen, das dann mit einem speziellen Gerät zentrifugiert wird, was nur wenige Minuten dauert. Dabei werden die körpereigenen Blutplättchen so aktiviert, dass sie vermehrt Wachstumsfaktoren freisetzen. Nach etwa 15 bis 20 Minuten wird das Konzentrat in die zu behandelnde Stelle injiziert, wo die Reparaturstoffe nun ihre Wirkung entfalten. Wie viele Behandlungen nötig sind, hängt vom individuellen Beschwerdebild ab. Meist sind dreimalige Anwendungen sinnvoll, manchmal genügt auch die einmalige Wiederholung zwei Wochen nach der Erstanwendung. In dieser Zeit verspüren die Betroffenen oft schon eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios, GfPO in München.