Dr. Zirngibl: Eigenbluttherapie

Eigenbluttherapie

Ich habe gehört, dass bei einer Sehnenentzündung am Ellenbogen eine Eigenbluttherapie helfen kann. Ist das richtig?

Ich vermute, Sie meinen die ACP-Therapie. ACP ist die Abkürzung für Autologes Conditioniertes Plasma. Das Grundprinzip der Behandlung ist, dass aus dem Blut des Patienten heilfördernde Bestandteile herausgelöst und direkt wieder in die erkrankte Stelle gespritzt werden. Hierfür wird das Blut zentrifugiert, bis das Blutplasma herausgelöst ist. Darin befinden sich in hoher Konzentration Blutplättchen, sogenannte Thrombozyten, und Wachstumsfaktoren, deren entzündungshemmende Eigenschaften nun therapeutisch genutzt werden können; zudem wirken sie sich generell positiv auf den Heilungsprozess aus und beschleunigen diesen. Gerade akute oder chronische Sehnenentzündungen sprechen gut auf die ACP-Behandlung an. Ist der Ellenbogen betroffen, lautet die Diagnose dann z.B. „Mausarm“, „Tennisarm“ oder „Golferarm“. In der Regel braucht man allerdings etwas Geduld, denn bei der ACP-Therapie setzt der heilfördernde Effekt oft erst nach einer gewissen Zeit ein. Nebenwirkungen sind bei diesem Verfahren jedoch kaum zu erwarten; ebenso ist das Infektionsrisiko durch den Einsatz einer speziellen Spritze nahezu ausgeschlossen.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.