Dr. Konvalin: Fit trotz Corona

Fit trotz Corona

Vor Corona bin ich ins Fitnessstudio gegangen, jetzt jogge ich (54 Jahre) regelmäßig. Nun meint meine Frau, im Winter wäre Joggen ungesund. Stimmt das?

Aus ärztlicher Sicht sind kühlere Außentemperaturen kein Grund, auf das Joggen zu verzichten. Im Gegenteil: Wer auch in Herbst und Winter regelmäßig Sport an der frischen Luft treibt, erleidet seltener Infekte. Außerdem beugt man Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und stärkt den Bewegungsapparat: Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder bleiben leistungsfähig, der Knochenstoffwechsel wird angeregt. Lediglich bei Temperaturen jenseits von -10 Grad sollte man Vorsicht walten lassen. Denn sehr kalte Luft kann die Bronchien reizen und zu Hustenanfällen führen. Bei längeren Frostperioden kann es deshalb ratsam sein, die sportliche Aktivität nach drinnen zu verlegen, etwa auf den heimischen Crosstrainer. Ansonsten gilt: Auch wenn das Thermometer nicht kälter als 0 Grad anzeigt, sollten Jogger gleichmäßig durch die Nase atmen und das Atmen durch den Mund möglichst vermeiden. Wer sich damit schwer tut, kann sich einen Schal über Mund und Nase ziehen, dadurch wird die Luft beim Einatmen erwärmt.

Dr. Heribert Konvalin DR. HERIBERT KONVALIN ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, Physikalische Medizin und Spezielle Schmerztherapie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios, Präsident der GfPO in München.