Dr. Söller: Rheuma und Cortison

Rheuma und Cortison

Wegen meines Rheumas muss ich (57 Jahre) regelmäßig Kortison einnehmen. Nun habe ich gehört, dass ich dadurch Osteoporose bekommen könnte. Stimmt das?

Leider geht mit der regelmäßigen Einnahme von Kortison tatsächlich ein erhöhtes Risiko für die Entstehung einer Osteoporose einher. Hinzu kommt, dass die rheumatische Erkrankung selbst ein osteoporosefördernder Faktor ist, denn die chronischen Entzündungsprozesse beschleunigen den Knochenabbau. Umso wichtiger ist es, dass Rheumakranke frühzeitig gegensteuern. Neben einer guten medikamentösen Einstellung Ihrer Erkrankung rate ich Ihnen, sich moderat, aber regelmäßig körperlich zu betätigen. Hier können schon tägliche Spaziergänge, Walking in geringem Tempo oder auch ein maßvolles Krafttraining wertvolle Dienste leisten. Parallel dazu sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung achten, die reich an Kalzium und Vitaminen ist. Gegebenenfalls empfiehlt es sich, den Bedarf an Kalzium und dem Knochenvitamin D mithilfe von Tabletten zu decken; das gilt vor allem jetzt in den Herbst- und Wintermonaten, wenn nur noch wenig Sonne an unsere Haut kommt

Dr. Felix Söller DR. FELIX SÖLLER ist Facharzt für Orthopädie, Akupunktur, Chirotherapie und Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.