Dr. Konvalin: Schulter ausgekugelt

Schulter ausgekugelt

Ich (25 Jahre) bin beim Joggen auf Asphalt gestürzt und habe mir dabei die linke Schulter ausgekugelt. Sie wurde zwar im Krankenhaus wieder eingerenkt. Aber nun heißt es, dass ich vielleicht doch operiert werden muss. Gibt es Alternativen zu einer OP?

Leider muss man sagen: Wer sich einmal eine Schulter ausgekugelt hat, trägt fortan ein erhöhtes Risiko, dass die Schulter chronisch instabil bleibt und dann auch bei Alltagsbewegungen immer wieder auskugeln kann. Deshalb wird gerade jüngeren Patienten häufig zu einem operativen Eingriff zur Gelenkstabilisierung geraten.
Generell wird eine Operation notwendig, wenn eine eingehende Untersuchung, einschließlich bildgegebener Verfahren wie Ultraschall, Röntgen und MRT, ergeben hat, dass durch die Luxation Knochen, Gelenkknorpel oder die sogenannte Gelenklippe, das Labrum, verletzt worden sind. In vielen Fällen kann der Eingriff heute jedoch minimal-invasiv, das heißt arthroskopisch, durchgeführt werden. Im Anschluss folgt eine mehrwöchige Ruhigstellung von Arm und Schulter sowie eine physiotherapeutische Nachbehandlung.

Dr. Heribert Konvalin DR. HERIBERT KONVALIN ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, Physikalische Medizin und Spezielle Schmerztherapie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios