Dr. Zenta: Spreizfuss behandeln

Spreizfuss behandeln

Meine Mutter meint, ich müsste dringend meine Spreizfüße behandeln lassen. Welche Folgen kann denn ein Spreizfuß haben?

Tatsächlich ist der Spreizfuß ein bedeutsamer Risikofaktor für die Entstehungen weiterer Fehlstellungen, die auch die Zehen betreffen können. Beispielsweise steht die Ausbildung von Ballen- oder Krallenzehen oft in Zusammenhang mit einem Spreizfuß. Aber auch Schmerzen und Schwielen, die sich im Bereich der Grundgelenke der zweiten und dritten Zehe gebildet haben, sind typische Folgeerscheinungen. Oder es treten durch die fehlerhafte Lastenverteilung Schmerzen unter dem Vorfußballen auf. Eine solche Metatarsalgie äußert sich vor allem beim Gehen und kann sehr unangenehm sein. Manchmal entsteht auch eine knotenartige Verdickung der Zehennerven, die zwischen den Köpfchen der Mittelfußknochen verlaufen. Das Krankheitsbild ruft ebenfalls starke Schmerzen hervor und nennt sich Morton Neurom. Aus diesen Gründen empfiehlt es sich, einen Spreizfuß möglichst frühzeitig zu behandeln, etwa mithilfe von Einlagen und einer speziellen Fußgymnastik.

Dr. Steffen Zenta DR. STEFFEN ZENTA ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin,Spezialist für Fußchirurgie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.