Dr. Konvalin: Sprunggelenk lädiert

Sprunggelenk lädiert

Ich bin beim Basketballspielen umgeknickt und musste sechs Wochen lang eine Schiene tragen. Nun sollte mein Sprunggelenk eigentlich wieder in Ordnung sein, aber ich habe immer noch Schmerzen beim Auftreten. Macht es Sinn, das Sprunggelenk noch mal untersuchen zu lassen?

Ich würde Ihnen auf jeden Fall zu einer erneuten Untersuchung raten. Denn eine unkomplizierte Umknickverletzung sollte tatsächlich spätestens nach sechs Wochen weitgehend abgeklungen sein. Wichtig ist, dass zur Untersuchung auch die Kernspintomographie eingesetzt wird. Es gibt nämlich ein Krankheitsbild, das sich nur mithilfe dieser bildgebenden Methode nachweisen lässt. Es nennt sich Knochenmarködem und ist davon gekennzeichnet, dass sich eine krankhaft bedingte Flüssigkeitseinlagerung im Knochen gebildet hat, die jedoch im Röntgenbild nicht sichtbar ist. Bestätigt sich mein Verdacht, ist eine konsequente Entlastung des Sprunggelenks mithilfe von Gehstützen notwendig, denn ein Knochenmarködem kann im Extremfall einen Gewebeuntergang von Knochenanteilen zur Folge haben. Eine normale Belastung ist erst dann wieder möglich, wenn der Fuß wieder schmerzfrei bewegt werden kann.

Dr. Heribert Konvalin DR. HERIBERT KONVALIN ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin, Physikalische Medizin und Spezielle Schmerztherapie am Medizinischen Versorgungszentrum Helios, Präsident der GfPO in München.