Dr. Zirngibl: Tennisarm

Tennisarm

Mir wurde geraten, meinen Tennisarm mit Botulinumtoxin behandeln zu lassen. Kann mir das wirklich helfen?

Bei einem Tennisarm kommt eine Behandlung mit Botulinumtoxin in der Regel erst in Betracht, wenn mit konservativen Maßnahmen keine nachhaltige Verbesserung erreicht werden konnte. Ziel der Therapie ist es, Muskulatur und Sehnenapparat im Bereich des Ellenbogens mithilfe einer geringen Dosis Botulinumtoxin eine Zeitlang komplett ruhig zu stellen, sodass die Entzündung, die für die Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens verantwortlich ist, abklingen kann. Als Nebenwirkung kann jedoch vorübergehend die Beweglichkeit eines oder mehrerer Finger eingeschränkt sein. Wer diese mögliche Beeinträchtigung nicht in Kauf nehmen möchte, für den kann die Stoßwellentherapie eine Alternative sein. Eine weitere schonende und gut verträgliche Therapieoption ist die ACP-Therapie. Hierbei handelt es sich um eine Injektionsbehandlung mit konditioniertem Blutplasma, kurz ACP, das aus dem Blut des Patienten gewonnen wird. Das Verfahren zielt darauf ab, die Reparatur und Regeneration des Gewebes zu beschleunigen und die Schmerzen nachhaltig zu lindern. Studien bescheinigen der ACP-Therapie insbesondere bei einem Tennisarm eine gute Wirksamkeit.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.