Dr. Zirngibl: Was ist ACP?

Was ist ACP?

Wegen meiner Kniearthrose wurde mir (58 Jahre) zu einer Behandlung namens ACP geraten. Was muss ich mir darunter vorstellen?

ACP steht für Autologes Conditioniertes Plasma. Hierbei handelt es sich um ein aus Eigenblut gewonnenes Konzentrat, deren Hauptbestandteile Blutplättchen sowie zahlreiche Wachstumsfaktoren sind, von denen man inzwischen weiß, dass sie Regenerationsprozesse positiv beeinflussen und beschleunigen können. Außerdem hat das Verfahren eine schmerzlindernde Wirkung. Um das Konzentrat zu erhalten, wird das Blut, das dem Patienten aus der Armvene entnommen wird, zentrifugiert. Anschließend wird die Lösung mit einer speziellen Spritze in die betroffene Region injiziert. Da es sich um eine rein biologische Behandlung handelt, ist sie im Allgemeinen gut verträglich. Die Sportmedizin nutzt das Verfahren, um z.B. die Regeneration von überlasteten oder geschädigten Gelenken, Sehnen oder Muskeln zu unterstützen. Doch wird auch eine Arthrose im Kniegelenk immer häufiger mit dieser Form der Eigenbluttherapie behandelt. Ob die ACP-Therapie auch in Ihrem Fall eine geeignete Behandlungsoption ist, kann jedoch nur der behandelnde Arzt entscheiden.

Dr. Werner Zirngibl DR. WERNER ZIRNGIBL ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin am Medizinischen Versorgungszentrum Helios in München.