Steife Schulter: Übungen zum Mobilisieren

Ärztliche Behandlung der Schulter

Bei einer Schulterversteifung beginnt die Schulter, ohne erkennbaren Grund zu schmerzen und schließlich allmählich zu versteifen. Betroffen sind davon vorrangig Personen um das 50. Lebensjahr. Meist beginnt eine Schultersteife schleichend. Nach anfangs nur leichten Beschwerden werden diese über einige Monate immer schlimmer. Die Schmerzen werden oft als dumpf und tief liegend beschrieben. Schließlich wird es immer schwieriger, den betroffenen Arm zu heben. Im schlimmsten Fall kann der Arm aufgrund der Schulterversteifung kaum noch bewegt werden. Spätestens dann bin ich als Schulterspezialist München im MVZ im Helios gefragt, um der Schulterversteifung eine entsprechende Behandlung zu bieten und die Schmerzen dabei bestmöglich zu lindern.

Ursachen einer Schultersteife

Das Kapselgewebe um das Schultergelenk verklebt und vernarbt bei der Schulterversteifung, und das aus weitgehend ungeklärten Ursachen. Vermutet wird, dass Entzündungen dabei eine entscheidende Rolle spielen. Aber auch infolge von Verletzungen kann es vorkommen, dass das Kapselgewebe im Schultergelenk verklebt und daraufhin eine Schulterversteifung entsteht. Ebenso können verschleißbedingte Erkrankungen für eine Schultersteife verantwortlich sein.

In der Regel kommt es bei der Schulterversteifung auch ohne Behandlung von selbst zu einem Abklingen der Entzündungen und zu einer kompletten Rückbildung der Symptome. Dies kann jedoch zwischen sechs Monaten und zwei Jahren dauern. Eine konservative Behandlung (z. B. mit schmerzlindernden Medikamenten, lokalen Injektionen oder Kältebehandlungen) ist bei der Schulterversteifung anzuraten. Durch die gezielte Behandlung lassen sich die Symptome eingrenzen. So ist nur in Einzelfällen eine operative Behandlung notwendig.

Wie lässt sich die Beweglichkeit verbessern?

Vor allem in den frühen Erkrankungsstadien der Schulterversteifung, in denen Schmerzen im Vordergrund stehen, sind spezielle Übungen sinnvoll. Wichtig dabei ist, dass die Bewegungsabläufe die Schulter nur behutsam verändern. Folgende Übung ist zu empfehlen:

  • Sich nach vorne gebeugt an einem Stuhl oder Tisch festhalten, den schmerzenden Arm hängen lassen und ihn dann in kreisenden Bewegungen zum Pendeln bringen. Ergänzen lässt sich die Pendelbewegung, indem der Oberkörper ebenfalls leicht bewegt wird, ohne dass dabei die Muskulatur des Arms eingesetzt wird.

Sind hingegen keine Schmerzen im Schultergelenk mehr vorhanden, kommen diese Übungen infrage, da sie das Schultergelenk in unterschiedliche Richtungen dehnen:

  • Dehnung in Heberichtung: Den Arm der steifen Schulter auf eine Ablage in Brusthöhe legen. In dieser Position langsam in die Knie gehen, bis eine Dehnung spürbar ist.
  • Dehnung in hintere Bewegungsrichtung: Vor einem Türrahmen stehend den Ellbogen des betroffenen Arms seitlich 90 Grad anwinkeln und die Hand auf den Rahmen legen. Den Oberkörper dann bis zum Einsetzen der Dehnung wegdrehen.
  • Dehnung in vordere Bewegungsrichtung: Mit dem Rücken zum Türrahmen den Handrücken des betroffenen Arms auf das Gesäß legen, sodass sich der Arm leicht anwinkelt. Die Rückseite des Ellbogens an den Türrahmen lehnen und den Oberkörper nach innen zum Arm drehen.

Was kann man selbst noch tun?

Um Schmerzen aufgrund der Schulterversteifung nicht zu verstärken, ist es wichtig, einige Punkte zu beachten:

  • Einseitige Haltungen und ruckartige Bewegungen vermeiden
  • Vor und nach dem Sport dehnen
  • Nach längeren Sportpausen erst wieder nach vorherigem Muskelwiederaufbau mit Sport beginnen
  • Auf einen ergonomischen Arbeitsplatz achten
  • Überlastungen der Schulter durch Fehlhaltungen vermeiden
  • Schwere Lasten keinesfalls einseitig tragen

Sie leiden selbst unter einer Schulterversteifung, benötigen diesbezüglich noch weitere Informationen und eine adäquate Therapie? Dann melden Sie sich bei uns im MVZ im Helios – Ihrem Schulterspezialist München.

 

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