Hallux Rigidus

Hallux Rigidus | MVZ im Helios München

Hallux Rigidus im Überblick

Der Hallux ridigus steht für eine Versteifung des Großzehengrundgelenks, hervorgerufen durch Arthrose. In den meisten Fällen äußert sich der Gelenkverschleiß mit Schmerzen und einer eingeschränkten Beweglichkeit des Fußes. So ist im fortgeschrittenen Stadium nicht mal mehr das Bewegen der Großzehe Richtung Fußrücken möglich. Um ausgeprägte Deformierungen zu vermeiden, behandeln wir im Medizinischen Versorgungszentrum im Helios (MVZ) einen Hallux rigidus bereits im Frühstadium. Nur so kann ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt werden.

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Symptome

eingeschränkte Beweglichkeit, Schmerzen im Zeh (häufig auch am Fußaußenrand aufgrund der zunehmenden Belastung), Knochenanlagerungen, Probleme/Schmerzen beim Tragen von festen Schuhen

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Behandlungsdauer

dauerhafte Therapie

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Therapie

Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten, orthopädische Schuheinlagen mit Versteifungselement, Magnetfeldtherapie, Physiotherapie, lokale Injektionen bis hin zur operativen Behandlung

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Schonzeit

keine

Inhaltsübersicht
Inhaltsübersicht

Was ist ein Hallux rigidus?

Prinzipiell können alle Gelenke des Fußes bzw. der Zehen Arthrose entwickeln – so auch das Großzehengrundgelenk. Dieses Krankheitsbild wird als Hallux rigidus bezeichnet, unter dem schätzungsweise zwei bis drei Prozent der Bevölkerung über fünfzig Jahren leiden. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer. Aufgrund der steifen Großzehe wird die Abrollbewegung beim Gehen zunehmend erschwert. Um das Großzehengrundgelenk zu entlasten, verlagern Betroffene typischerweise den Schwerpunkt des Körpergewichts und die Abrollbewegung auf den Mittelfuß. So nimmt die Belastung beim Gehen nicht selten um das Zwei- bis Dreifache des eigenen Körpergewichts zu. Langfristig führt die Arthrose zu Schmerzen im großen Zeh (aufgrund der veränderten Belastungszonen) sowie im Außenbereich des Fußes, im Extremfall bis hin zur Versteifung des Großzehengrundgelenks.

Was sind mögliche Ursachen für einen Hallux rigidus?

Typischerweise tritt der Hallux rigidus vornehmlich in der zweiten Lebenshälfte auf. Neben einem altersbedingten Verschleiß kann die Arthrose jedoch auch erblich bedingt sein. Außerdem kann der Hallux rigidus durch weitere Faktoren, allen voran durch Fußfehlstellungen wie einen ausgeprägten Hallux valgus, begünstigt werden. Aber auch unpassende, zu schmale Schuhe oder ein Verletzungstrauma können den Gelenkverschleiß der Großzehe fördern.

Was sind typische Symptome?

Bei einem Hallux rigidus ist die Beweglichkeit des Fußes erheblich eingeschränkt. So ist das Abrollen des großen Zehs oft nicht mehr möglich. Um das beeinträchtige Zehengelenk zu entlasten, wird der Fuß dann häufig über den Außenrand abgerollt. Nicht selten führt das zu zusätzlichen Schmerzen aufgrund der verlagerten Belastung. Ebenfalls sind als Folge des Gelenkverschleißes Knochenanlagerungen keine Seltenheit. Dies verursacht ebenfalls Schmerzen, insbesondere beim Tragen von festen, engen Schuhen.

Wie wird ein Hallux rigidus diagnostiziert?

Bei einem Hallux rigidus wird grundsätzlich zwischen verschiedenen Stadien unterschieden. Entsprechend ausgeprägt sind im Laufe der Zeit auch die Symptome. Um gerade im Anfangsstadium dennoch eine aussagekräftige Diagnose zu stellen, führen wir im MVZ im Helios in der Regel immer eine Laufanalyse mitsamt Fußdruckmessung durch. Auf diese Weise lässt sich das Gang- und Laufverhalten der Patienten bestens beurteilen. Belegt wird der Befund anschließend durch bildgebende Verfahren, wie zum Beispiel Röntgen, die digitale Volumentomografie (DVT), die Magnetresonanztomografie (MRT) sowie Ultraschall.

Wie wird ein Hallux rigidus behandelt?

Insbesondere im Anfangsstadium stehen die Chancen noch gut, durch konservative Behandlungsmethoden ein Fortschreiten der Arthrose im Großzehengrundgelenk aufzuhalten. Kommt es hingegen zu keinerlei Therapie, ist eine Versteifung des Gelenks vorprogrammiert.

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Konservative Therapie

Neben schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten können auch spezielle Abrollhilfen wie beispielsweise sogenannte Ballenrollen helfen, vorhandene Beschwerden zu mindern. Im MVZ im Helios setzen wir darüber hinaus auch auf weitere konservative Maßnahmen:

Spezielle Schuheinlagen, die im vorderen Bereich über ein integriertes Versteifungselement verfügen, sorgen durch die begrenzte Gelenkbewegung für eine gezielte Entlastung der Zehe. Gleichzeitig wird das natürliche Abrollverhalten beim Gehen gefördert. Auf diese Weise lässt sich im besten Fall sogar das Voranschreiten der Arthrose im Gelenk eindämmen.

Bei der pulsierenden Magnetfeldtherapie wird der Patient künstlich erzeugten Magnetfeldern ausgesetzt, um die Durchblutung zu fördern sowie die natürlichen Selbstheilungskräfte zu aktivieren, was letztlich zur Schmerzlinderung beiträgt.

Gerade in einem frühen Stadium des Hallux rigidus kann man versuchen, vorhandene Beschwerden mit Physiotherapie in den Griff zu kriegen. Im Fokus stehen dabei die allgemeine Stabilisierung und Kräftigung des Fußes.

Ebenfalls im Frühstadium des Hallux rigidus können entzündungshemmende Arzneimittel durchaus empfehlenswert sein. Diese werden mithilfe einer Spritze in das betroffene Großzehengrundgelenk injiziert. Alternativ können Schmerzmittel auch oral eingenommen werden. Der Effekt einer Injektion ist jedoch zielgerichteter. Des Weiteren können Injektionen mit Hyaluronsäure oder Eigenblut (PRP, ACP), die in das Gelenk gespritzt werden, Schmerzen sowie Bewegungseinschränkungen deutlich lindern.

Operative Therapie

Je nach Stadium kann manchmal nur noch eine operative Therapie helfen, um Beschwerden zu lindern. In einzelnen Fällen genügt dabei das Abtragen der schmerzhaften Knochenvorsprünge durch einen kleinen Hautschnitt. Ist der Verschleiß dagegen bereits deutlich fortgeschritten, kann der Einsatz einer Kappenprothese oder eines künstlichen Großzehengrundgelenks die Beweglichkeit des Gelenks erhalten. Die Langzeitergebnisse dieser Verfahren sind jedoch noch nicht so effektiv wie bei ähnlichen Verfahren an der Hüfte oder am Kniegelenk. In Einzelfällen kann die Beweglichkeit eingeschränkt bleiben, und auch die Schmerzen verschwinden unter Umständen nicht.

Sollten Erfolge bei den genannten Behandlungen ausbleiben oder jemand sehr spät den Arzt aufsuchen, bleibt zur Behandlung des Hallux rigidus zum Erreichen von Schmerzfreiheit letztlich nur noch eine Versteifung des Gelenks. Das natürliche Abrollen des großen Zehs ist dann nicht mehr möglich, wird aber in der Regel durch andere Gelenke kompensiert. Somit kommt es auch nach einer vollständigen Einsteifung zu keinerlei Bewegungseinschränkungen. Die Patientenzufriedenheit ist hier deutlich größer, als es im ersten Moment erscheint.

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Häufig gestellte Fragen

Bei einem Hallux rigidus entwickelt sich ein unwiderruflicher Verschleiß des Knorpels, der sich nicht wieder umkehren lässt. Daher sollte möglichst frühzeitig mit konservativen Maßnahmen therapiert werden. Reicht dies irgendwann nicht mehr aus, hat eine Operation zum Erhalt der Zehenbeweglichkeit und vor allem zur Linderung vorhandener Schmerzen Sinn.

Das Ziel einer Hallux rigidus-Operation ist es, eine schmerzfreie Dauerbelastbarkeit des Fußes wiederherzustellen. Dies ist in den meisten Fällen nach einer Operation auch wieder möglich, allerdings je nach Art des Eingriffs erst nach etwa vier bis sechs Wochen. Für diesen Zeitraum sollte der frisch operierte Fuß noch nicht voll belastet werden.

Bei einem vorhandenen Hallux rigidus empfehlen sich vor allem Sportarten, die das Gelenk nicht noch zusätzlich belasten. Neben Radfahren ist daher zum Beispiel auch Schwimmen ideal.

Der Hallux valgus bezeichnet eine Fehlstellung der Großzehe, die aufgrund erblicher Vorbelastung oder zu engem Schuhwerk entsteht. Abgrenzend hierzu beschreibt der Hallux rigidus einen Gelenkverschleiß des Großzehengrundgelenks.

Bei einem Hallux rigidus handelt es sich um eine durch Arthrose hervorgerufene Versteifung des Großzehengrundgelenks. Wie bei jeder anderen Form der Arthrose auch lässt sich der Krankheitsverlauf leider nicht wieder umkehren – jedoch durchaus behandeln und in ihrem Fortschritt je nach Stadium verlangsamen.

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