Schultergelenks­arthrose

Schultergelenksarthrose | MVZ im Helios-muenchen

Schultergelenks­arthrose im Überblick

Wie bei allen anderen Gelenken, so kann sich auch an den Knorpelschichten des Schultergelenks eine Arthrose entwickeln. Dieser Verschleiß wird als Omarthrose bezeichnet. Im Vergleich zum Knie- oder Hüftgelenk tritt die Schultergelenksarthrose allerdings wesentlich seltener auf, da die Schulter ein funktionelles und nicht körpergewichtsbelastetes Gelenk ist. Nichtsdestotrotz ist sie behandlungsbedürftig, um ein Fortschreiten des Krankheitsverlaufs zu verlangsamen oder im Idealfall sogar aufzuhalten. Wie dies konkret aussieht, wissen unsere Experten des Medizinischen Versorgungszentrums im Helios (MVZ) am Münchner Olympiapark.

Icon - Knie
Symptome

Bewegungsscherzen und -beeinträchtigungen, Ruheschmerzen, Steifigkeitsgefühl in der Schulter, Druckschmerz

Icon - Uhr
Behandlungsdauer

dauerhafte Therapie

Icon - Bett mit Markierung
Therapie

Einnahme von schmerzlindernden Medikamenten, Physiotherapie, operative Therapie bis hin zum Einsatz eines künstlichen Schultergelenks

Icon - Herz über aufhaltende Hand
Schonzeit

sechs bis acht Wochen

Inhaltsübersicht
Inhaltsübersicht

Was ist eine Schultergelenks­arthrose?

Auch das Schultergelenk verfügt über Knorpelflächen, die für das optimale Gleit- und Bewegungsverhalten verantwortlich sind. Kommt es zum Verschleiß und damit zur Verminderung bis hin zur Zerstörung der Knorpelsubstanz, besteht eine Schultergelenksarthrose. Als eine der häufigsten Alterserscheinungen macht die Omarthrose schätzungsweise drei Prozent aller diagnostizierten Arthrosen aus. Da die Schulter ein funktionelles Gelenk ist und nicht mit dem Körpergewicht belastet ist, tritt die Arthrose im Schultergelenk jedoch verhältnismäßig selten auf. Männer sind davon übrigens häufiger als Frauen betroffen.

Was sind mögliche Ursachen für eine Schulterarthrose?

Neben dem natürlichen altersbedingten Verschleißprozess der Gelenke leistet eine jahrelange übermäßige Beanspruchung oder eine nicht ausreichend behandelte Verletzung der Schultergelenksarthrose Vorschub. Der fortschreitende Knorpelschwund kann im Extremfall einen völligen Funktionsverlust der betroffenen Gelenkfläche zur Folge haben. Ebenso sind begleitende entzündliche Veränderungen keine Seltenheit. Aber auch Traumata (Schultergelenksluxationen, -verrenkungen und -verletzungen sowie Rotatorenmanschettenverletzungen) und eine genetische Veranlagung können als Ursache für die Entstehung einer Schulterarthrose dienen.

Was sind typische Symptome?

Charakteristische Symptome einer Schultergelenksarthrose sind langsam zunehmende Bewegungsschmerzen und -beeinträchtigungen. Oft sind die Schmerzen morgens nach dem Aufwachen besonders stark, auch besteht ein Steifigkeitsgefühl in der betroffenen Schulter. Speziell für eine Schultergelenksarthrose ist ein lokaler Druckschmerz über dem Gelenk charakteristisch. Auch können Schwellungen, eine Überwärmung des Gelenks und die sogenannte Krepitation (das hör- und/oder fühlbare Aneinanderreiben von Knochenteilen) auftreten. Eingeschränkte und schmerzhafte Beweglichkeit: Sowohl das seitliche Anheben des Arms, die Rotation als auch das Führen des Arms hin zur gegenüberliegenden Schulter sind äußerst schmerzhaft. Neben dem Belastungsschmerz kommt es ebenfalls in Ruhephasen zu Schmerzepisoden.

Wie wird eine Schultergelenks­arthrose diagnostiziert?

Im MVZ im Helios führen wir zur Ermittlung einer Schultergelenksarthrose in der Regel zunächst eine klinische Untersuchung durch. Dabei zeigt sich bereits, wie schlecht sich das Gelenk bewegen lässt. Welche Therapie im Einzelfall Erfolg versprechend ist, kann dann nur durch eine exakte Diagnose mithilfe bildgebender Verfahren (Röntgen, Ultraschall) geklärt werden. Gerade Schulterschmerzen können eine Vielzahl von Ursachen haben, die teilweise ähnliche Beschwerden hervorrufen (insbesondere Verschleißerscheinungen im Bereich der Rotatorenmanschette). Ist die Arthrose bereits weit fortgeschritten, wird eine Magnetresonanztomografie (MRT) eingesetzt. Nur so können die noch vorhandene Knorpeldicke und eine begleitende Verletzung der Rotatorenmanschette festgestellt werden.

Wie wird eine Arthrose in der Schulter behandelt?

Die Kombination aus krankengymnastischer und physikalischer Therapie kann bei einer vorhandenen Schulterarthrose die Einschränkungen der Beweglichkeit und die damit verbundene Reduktion der Kraft deutlich hinauszögern. Lässt sich dadurch das Fortschreiten der Erkrankung nicht aufhalten, wird in der Regel eine Operation unumgänglich. Um hierfür den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen, sollte die konservative Therapie stets unter genauer Beobachtung durchgeführt werden.

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Konservative Therapie

Im frühen Stadium einer Arthrose in der Schulter können konservative Maßnahmen helfen, ein Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen oder sogar zu vermeiden.

Eine der gängigen Therapiemaßnahmen bei der Schultergelenksarthrose ist u. a. die orale Einnahme entzündungshemmender und schmerzlindernder Medikamente. Aber auch eine Infiltration, also das Spritzen der Schmerzmittel direkt in das Schultergelenk, kann für einen temporären Zeitraum Linderung der Beschwerden bringen. Nicht selten wird eine Weiterbehandlung erst durch die Infiltration und den damit verbundenen Rückgang der Schmerzen möglich.

Bei dieser speziellen Eigenbluttherapie wird das dem Patienten entnommene Blut zentrifugiert und anschließend in das betroffene Schultergelenk gespritzt. Die Therapie wirkt entzündungshemmend und stimuliert die körpereigenen Heilungs- und Aufbauprozesse.

Bei der Orthokin®-Therapie handelt es sich ebenfalls um ein Verfahren aus der Kategorie der Eigenbluttherapien. Dem Patienten wird mithilfe einer speziell präparierten Spritze, die mit oberflächenveränderten Glaskügelchen befüllt ist, Blut entnommen. Die bereits erwähnten Glaskügelchen stimulieren die Bildung des entzündungshemmenden Eiweiß-Interleukin-1-Rezeptorantagonisten im entnommenen Blut. Das anschließend zentrifugierte Serum wird abschließend vier- bis sechsmal im Abstand von einer Woche in das betroffene Schultergelenk injiziert. Das Serum als körpereigenes Produkt kann portionsweise bis zu ein Jahr eingefroren aufbewahrt und nach und nach verabreicht werden.

Um dem Einnehmen einer Schonhaltung entgegenzuwirken, empfiehlt sich bei einer Schultergelenksarthrose auch eine Physiotherapie. Maßvolle krankengymnastische Übungen führen zur Verbesserung der Beweglichkeit. Dies kann durch kontinuierliche Eigenübungen zusätzlich unterstützt werden. Abrunden lassen sich die physiotherapeutischen Maßnahmen z. B. durch Kälteanwendungen oder eine Röntgentiefenbestrahlung, um chronische Schmerzsymptome zu beherrschen.

Operative Therapie

Lassen sich die Symptome der Schultergelenksarthrose auf konservative Weise nicht nachhaltig lindern, ist eine Operation meist die einzige erfolgversprechende Option, um dem Patienten wieder zu Beschwerdefreiheit zu verhelfen. Wenn möglich, geben wir im MVZ im Helios einer Arthroskopie den Vorzug, um störende Knochenanbauten oder Knorpelstücke zu entfernen. Im Extremfall ist schließlich der Einsatz eines künstlichen Schultergelenks erforderlich. Sollte die Rotatorenmanschette allerdings nicht mehr in Takt sein, werden für den Gelenkersatz sogenannte Inversprothesen eingesetzt.

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Häufig gestellte Fragen

Wie bei allen anderen Bereichen des Körpers entwickelt sich auch die Schultergelenksarthrose schleichend. So kommt es häufig vor, dass die Symptome anfangs nicht mal wahrgenommen werden. Erst mit zunehmenden Beschwerden und im fortschreitenden Verlauf werden erste Einschränkungen wahrgenommen, wie Schmerzen bei Rotationsbewegungen der Schulter oder ruhe- bzw. belastungsabhängige Schmerzen.

Neben den bereits oben genannten Symptomen wird die Schultergelenksarthrose oftmals von Schwellungen begleitet. Nicht selten sind bei der Omarthrose auch Steifheits- und Spannungsgefühle vorhanden.

Die Arthrose im Gelenk verläuft in der Regel in Schüben. Zwischen den Schüben sind die Betroffenen teilweise sogar komplett beschwerdefrei. Wie lange ein Schub oder auch eine beschwerdefreie Zeit bei einer Schultergelenksarthrose anhält, ist individuell sehr verschieden und kann pauschal nicht gesagt werden. Im Laufe der Zeit nehmen die Schmerzen und Entzündungsanzeichen allerdings kontinuierlich zu, ebenso wie die Anzahl der Schübe.

In Deutschland leiden rund fünf Millionen Menschen an Arthrose. Wie viele davon explizit von einer Schulterarthrose betroffen sind, ist jedoch nicht bekannt. Grundsätzlich sind die Betroffenen aber älter als 65 Jahre. Zudem sind mehr Männer als Frauen betroffen.

In der Regel ist eine Omarthrose bzw. Schulterarthrose für Betroffene mit Schmerzen verbunden, wenn es bereits zu einem fortgeschrittenen Verlauf gekommen ist. Erst dann sind die Knorpelflächen so weit verschlossen, dass der Oberarmkopf und die Schultergelenkspfanne ohne notwendigen Puffer direkt aufeinander liegen.

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