Fingergelenks­arthrose

Fingergelenksarthrose | MVZ im Helios München

Fingergelenks­arthrose im Überblick

Arthrose bezeichnet einen Gelenkverschleiß, der sich (wie an anderen Gelenken des Körpers) auch an allen Gelenken der Hand und der Finger entwickeln kann. Besonders oft betroffen ist das Daumensattelgelenk zwischen Handwurzel und erstem Mittelhandknochen (Rhizarthrose) sowie das Fingerendgelenk (Heberden-Arthrose). Mitunter sind sowohl die Fingermittel- als auch die Fingerendgelenke in Mitleidenschaft gezogen. Unabhängig von der Art der Fingergelenksarthrose ist eine möglichst frühzeitige Therapie für den weiteren Erkrankungsverlauf entscheidend. Im MVZ im Helios in München verfügen wir über die notwendigen Diagnostik- sowie Behandlungsverfahren.

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Symptome

Schmerzen der Fingergelenke, Bewegungseinschränkungen, Verdickung und Verformung der Gelenke

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Behandlungsdauer

dauerhafte Therapie

Icon - Bett mit Markierung
Therapie

Einnahme von Schmerzmitteln, Krankengymnastik, orthopädische Hilfsmittel (Handgelenksschienen), operative Maßnahmen

Icon - Herz über aufhaltende Hand
Schonzeit

keine

Inhaltsübersicht
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Was ist eine Fingergelenks­arthrose?

Als häufigste Form von Arthrose am Bewegungsapparat bildet sich Arthrose am Fingermittel- und Fingerendgelenk. Bei der Fingergelenksarthrose handelt es sich um eine Abnutzung des Gelenkknorpels und im weiteren Verlauf zusätzlich des Knochens. Dies führt im schlimmsten Fall zu Ruhe- und Bewegungsschmerzen sowie Schwellungen. Schmerzen nehmen erst mit zunehmendem Verschleiß zu, was für eine möglichst frühzeitige Behandlung spricht.

Was sind mögliche Ursachen für eine Fingergelenks­arthrose?

Bis zu einem gewissen Grad ist die Fingergelenksarthrose des Daumensattelgelenks oder der Fingergelenke Folge von degenerativen Veränderungen, wie sie typisch bei zunehmendem Lebensalter sind. Eine langjährige mechanische Fehlbelastung (z. B. durch handwerkliche Tätigkeit, PC-Arbeit, Sport), mitunter auch ein schlecht verheilter gelenknaher Knochenbruch oder eine Schädigung der Strecksehnen (vor allem bei der Fingerendgelenksarthrose) leisten einem vorzeitigen Gelenkverschleiß allerdings Vorschub. Da Frauen (meist nach den Wechseljahren) sehr viel häufiger an einer Fingergelenksarthrose als Männer erkranken, sind vermutlich auch hormonelle Faktoren an der Entstehung beteiligt. Hinzu kommt eine erbliche Vorbelastung.

Was sind typische Symptome?

Wie alle Arthroseformen geht auch die Arthrose in den Fingerlenken mit Schmerzen – vor allem bei Bewegung – und später auch mit typischen Bewegungseinschränkungen (z. B. Morgensteifigkeit) einher. Typischerweise treten bei einer Rhizarthrose die Schmerzen vornehmlich am Übergang vom Daumen (erster Mittelhandknochen) zum Handgelenk auf. Bei der Heberden-Arthrose bilden sich in den Fingerendgelenken an der Basis des Endglieds oftmals zusätzlich zweihöckrige Vorwölbungen, die sogenannten Heberden-Knötchen, aus. Charakteristische Begleiterscheinungen einer Bouchard-Arthrose sind neben den Schmerzen auch sichtbare Verdickungen der betroffenen Mittelgelenke.

Wie wird eine Fingergelenks­arthrose diagnostiziert?

Eine Fingergelenksarthrose lässt sich meist bereits durch eine Blickdiagnose feststellen. Markantes Merkmal hierfür sind Schwellungen an den Mittel- und Endgelenken. Zudem zeigen die Endgelenke typische Knoten auf. Um die Diagnose zu bestätigen, führen wir im MVZ im Helios zusätzlich Röntgenaufnahmen durch.

Wie wird eine Fingergelenksarthrose behandelt?

Niemand sollte sich mit Schmerzen und Bewegungsbeeinträchtigungen abfinden – auch wenn vielleicht „nur“ das Gelenk eines Fingers betroffen ist. So bieten wir Patienten genau auf das individuelle Krankheitsbild abgestimmt eine zielgerichtete Behandlung gemäß den neuesten Erkenntnissen, von der konservativen bis hin zur operativen Therapie.

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Konservative Therapie

Bereits im Frühstadium der Fingergelenksarthrose ist eine gezielte konservative Therapie anzuraten. Bleibt eine Behandlung nämlich aus, wird die Erkrankung mitsamt Knorpelschaden allmählich immer weiter fortschreiten. Mit der Zeit kommt es dann zu schmerzhaften Verformungen und Versteifungen, sodass die Beweglichkeit des betroffenen Gelenks weitgehend zum Erliegen kommen kann.

Um akute Symptome der Fingergelenksarthrose zu lindern, werden Medikamente – meist in Tablettenform – aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) eingesetzt. Sie wirken entzündungshemmend und reduzieren die Schmerzen.

Ergänzend zum Einsatz von Schmerzmitteln sind bei der Fingergelenksarthrose auch physikalische Maßnahmen durchaus sinnvoll. Hierzu zählen neben Wärme-, Kälte- oder Reizstromanwendungen auch krankengymnastische Übungen, die die Beweglichkeit der Finger trainieren und somit der Versteifung vorbeugen.

In Einzelfällen kann bei einer Fingergelenksarthrose auch eine Ruhigstellung einen positiven Effekt erzielen. Gerade bei einer Rhizarthrose führt das regelmäßige Tragen von speziellen Handgelenks- oder Daumenschienen zu einer Entlastung und Linderung der Beschwerden.

Die entzündungshemmende ACP-Therapie ist eine Form der sogenannten Eigenblutbehandlungen. Das aufbereitete Blut des Patienten wird direkt in das betroffene Gelenk injiziert und aktiviert dort gezielt die körpereigenen Selbstheilungsprozesse. In der Regel sind hier drei bis fünf Behandlungen notwendig.

Im Mittelpunkt steht hier das entzündungshemmende und schmerzlindernde Eiweiß Interleukin-1-Rezeptorantagonist, welches aus dem Blut des Patienten mithilfe einer speziellen Spritze extrahiert wird. Nach der Zentrifugierung wird das natürlich angereicherte Serum in das geschädigte Gelenk gespritzt.

Die sehr niedrig dosierte Tiefenbestrahlung mit Röntgenenergie wirkt entzündungshemmend sowie schmerzlindernd. Das Ziel der Behandlung ist eine weitestgehende Schmerzlinderung sowie eine Beweglichkeitsverbesserung. In der Regel empfehlen wir unseren Patienten zwei Bestrahlungen pro Woche über einen Gesamtzeitraum von drei Wochen.

Im Rahmen der Lasertherapie wird energiereiches Licht gezielt auf das arthritische Gelenk gerichtet und beschleunigt so den allgemeinen Heilungsprozess der Fingergelenksarthrose. Die Selbstheilungsprozesse im Körper sowie die Durchblutung werden durch die Laserenergie angeregt. Weiterhin stellt sich ein schmerzlindernder Effekt ein.

Hierbei handelt es sich um die gezielte Transplantation von aus Fettgewebe gewonnenen körpereigenen Stammzellen (MSC). Unter Lokalanästhesie wird dem Patienten Fettgewebe aus der Unterhaut entnommen und die Stammzellen mittels eines Nanofilter-Aufbereitungsprozesses extrahiert. Im Anschluss folgt die Stammzellentransplantation in das geschädigte Gelenk.

Operative Therapie

Lässt sich mit konservativen Maßnahmen kein zufriedenstellender Behandlungserfolg (mehr) erreichen, kann eine Operation der Fingergelenksarthrose notwendig werden. Abhängig davon, welches Gelenk betroffen bzw. wie ausgeprägt der Knorpelschaden ist, setzen wir im MVZ im Helios auf verschiedene Vorgehensweisen, so wie die operative Unterbrechung der schmerzleitenden Nervenbahnen oder die Entfernung von knöchernen Ausziehungen und Knoten bis hin zu einer Versteifung des betroffenen Gelenks.

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Häufig gestellte Fragen

Bei der Fingergelenksarthrose empfehlen sich auch in Phasen der Schmerzfreiheit gezielte Handübungen, um die Beweglichkeit der Finger zu erhalten. Einfachstes Beispiel: das Drücken eines weichen Softballs aus Schaumstoff. Am besten mit fünf Minuten pro Tag starten und die Intensität dann nach und nach steigern. Wichtig dabei: keinesfalls zu ruckartige und kräftige Bewegungen ausüben.

Nach Möglichkeit sollte eine übermäßige Belastung der Fingergelenke grundsätzlich vermieden werden. Dies betrifft vor allem das Tragen schwerer Lasten wie etwa Einkaufstüten. Um die Belastung zu verteilen, am besten immer beide Hände zum Tragen einsetzen. Oder noch besser – gerade bei akuten Schmerzphasen der Fingergelenksarthrose: einen Rucksack oder Trolley zum Einkaufen nutzen.

Je nach Krankheitsstadium der Fingergelenksarthrose kann eine Wärme- oder Kälteanwendung wohltuende Linderung bringen. Zu Hause lässt sich dies beispielsweise mit einem Tuch umsetzen, das in kaltes Wasser getränkt auf die betroffenen Gelenke aufgelegt wird. Ist die Fingergelenksarthrose hingegen bereits chronisch, verschafft Wärme in Form eines Handbades Abhilfe. Gerne beraten wir Sie hierzu aber auch persönlich entsprechend Ihrem individuellen Befund.

Die Dringlichkeit einer Operation hängt natürlich immer von dem individuellen Befund des Patienten ab. Grundsätzlich kann man aber sagen: Die Therapie einer Fingergelenksarthrose ist essenziell, um das Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten. Bestehen bereits Verformungen und Versteifungen, die womöglich auf eine konservative Therapie nicht mehr ansprechen, ist ein frühzeitiger Eingriff sinnvoll, um die Beweglichkeit der Finger möglichst lange erhalten zu können.

Nach einer Fingergelenksoperation ist der betroffene Finger in der Regel für etwa vier Wochen geschient. Bis er wieder vollständig belastet werden kann, vergehen etwa zwei bis drei Monate. Die Belastung richtet sich neben sportlichen Aktivitäten auch an beruflichen Tätigkeiten aus. Je nach Beruf muss daher mit einer Ausfallzeit von mehreren Wochen gerechnet werden.

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