Frozen Shoulder

Frozen Shoulder | MVZ im Helios München

Frozen Shoulder im Überblick

Krankhafte Veränderungen und Entzündungen der bindegewebigen Gelenkkapsel sind die Ursachen einer schmerzhaften Schultersteife (adhäsive Kapsulitis), auch als sogenannte Frozen Shoulder bezeichnet. Die genauen Ursachen der Erkrankung sind noch weitgehend ungeklärt. Dennoch gehen Experten davon aus, dass es zu dem Frozen-Shoulder-Syndrom mitsamt der damit verbundenen Bewegungseinschränkung aufgrund einer entzündlich bedingten Schrumpfung der Schultergelenkskapsel kommt. Die Erkrankung ist oftmals mit starken Schmerzen verbunden. Im weiterführenden Verlauf beginnt die Schulter dann zunehmend zu versteifen. Auch wenn sich diese Versteifung nach Monaten bzw. zwei Jahren wieder löst, setzen wir im Medizinischen Versorgungszentrum im Helios (MVZ) auf eine gezielte Therapie, die nur in seltenen Fällen einen operativen Eingriff benötigt.

Icon - Knie
Symptome

plötzlich auftretende Schulterschmerzen, Versteifung der Schulter und damit verbunden starke Einschränkungen in der Beweglichkeit

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Behandlungsdauer

sechs Monate bis zwei Jahre

Icon - Bett mit Markierung
Therapie

spezielle Bewegungsschienen mit manueller Therapie, lokale Injektionen, orale Schmerztherapie, bis hin zum arthroskopischen Eingriff

Icon - Herz über aufhaltende Hand
Schonzeit

keine

Inhaltsübersicht
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Was ist eine Frozen Shoulder?

Bei der Frozen Shoulder (engl. für „eingefrorene Schulter“) handelt es sich um eine Versteifung des Schultergelenks. Grund dafür scheint eine Entzündung zu sein, die zur Schrumpfung der Gelenkkapsel führt und schließlich die Roll-Gleit-Bewegung der Schulter behindert. Für Betroffene bedeutet dies oftmals eine enorme Belastung im Alltag, die mit starken Schmerzen verbunden ist. Während die Schulterschmerzen mit der Zeit wieder nachlassen, beginnt die Schulter sich immer weiter zu versteifen. Es kommt zu gravierenden Bewegungseinschränkungen. Das Frozen-Shoulder-Syndrom hält in der Regel bis zu zwei Jahre an und kann sich spontan wieder zurückbilden.

Was sind mögliche Ursachen für eine Frozen Shoulder?

Die genauen Krankheitsursachen sind noch ungeklärt (Trauma, OP an der Schulter, ohne erkenntliche Ursache).

Was sind typische Symptome?

Erste Symptome einer Frozen Shoulder sind plötzlich auftretende heftige Schulterschmerzen, die möglicherweise beidseitig auftreten. Die Schmerzen machen sich besonders nachts bemerkbar, sodass es Betroffenen teilweise nicht mehr möglich ist, auf der Seite zu schlafen. Typisch für die Schultersteife ist, dass die Schmerzen mit der Zeit wieder nachlassen. Gleichzeitig bemerken Betroffene allerdings eine Versteifung im Schultergelenk, wodurch die Beweglichkeit des erkrankten Arms immer mehr eingeschränkt wird.

Wie wird eine Frozen Shoulder diagnostiziert?

In der Regel ist ein rein klinischer Befund ausreichend, um eine Frozen Shoulder mitsamt der verbundenen Bewegungseinschränkung diagnostizieren zu können. Soll die Kapselschrumpfung zusätzlich mittels bildgebender Verfahren nachgewiesen werden, erfolgt die Diagnosestellung im MVZ im Helios durch eine Kernspintomografie. Wichtig ist dabei, dass andere orthopädische Ursachen – wie ein Impingement-Syndrom – ausgeschlossen werden können. Grundsätzlich wird zwischen der primären und sekundären Schultersteife unterschieden. Während sich die primäre Frozen Shoulder auf keine bestehende Grunderkrankung zurückführen lässt, tritt die sekundäre Form der Schultersteife als Folge einer Vorerkrankung, Verletzung, Operation oder eines Unfalls auf.

Wie wird eine Frozen Shoulder behandelt?

Die Frozen Shoulder lässt sich in der Regel konservativ behandeln. Nur in Einzelfällen muss ein operativer Eingriff erfolgen. Ziel der Behandlung ist es stets, die bestehenden Schmerzen zu lindern. Dies ist teilweise sogar erforderlich, um überhaupt mit einer Therapie beginnen zu können.

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Konservative Therapie

Im Vordergrund stehen bei der konservativen Therapie der Frozen Shoulder die Anwendung von schmerzlindernden Medikamenten sowie Krankengymnastik und physikalische Therapie (z. B. Kältebehandlungen).

Schmerzlindernde Medikamente können auch als Injektionen direkt ins Schultergelenk verabreicht werden. Das Ziel ist es, den Entzündungsprozess zu unterbrechen und somit ein Fortschreiten des Frozen-Shoulder-Syndroms zu verhindern. Meist kommt dabei eine Kombination aus Kortison, Lokalanästhetikum und Natriumchlorid-Lösung zum Einsatz. In das erkrankte Schultergelenk injiziert, führt dies zu einer deutlichen Schmerzreduktion sowie einer sofortigen Verbesserung der Beweglichkeit.

Bei einer Frozen Shoulder sollte die Schulter keinesfalls geschont werden. Nur so lässt sich eine erneute bzw. zunehmende Versteifung verhindern. Hierfür bieten sich – wenn von der Krankenkasse genehmigt – spezielle motorisierte Bewegungsschienen an, die mittels passiver Bewegungen für eine sanfte Mobilisation des Schultergelenks sorgen.

In Einzelfällen lässt sich eine bereits eingesteifte Schulter auch mittels sogenannter Narkosemobilisation behandeln. Unter Narkose wird die betroffene Schulter dabei schonend nach vorne, zur Seite und in die Rotation aufgedehnt. Lässt sich dadurch keine verbesserte Beweglichkeit der Schulter erzielen, kann im selben Schritt eine Arthroskopie folgen. Dies ist in jedem Fall individuell zu entscheiden. Eine Narkosemobilisation ist insbesondere für Patienten sinnvoll, die unter starker anhaltender Bewegungseinschränkung der Frozen Shoulder leiden und bei denen eine spezielle Bewegungsschiene keine Linderung gebracht hat.

Operative Therapie

Obwohl es bei der Frozen Shoulder in den allermeisten Fällen von selbst zu einer völligen Rückbildung der Symptome kommt, ist ab und an dennoch eine operative Therapie notwendig. Um die Gelenkkapsel und die vorhandenen Verwachsungen operativ zu lösen, führen wir im MVZ im Helios dann bevorzugt einen minimalinvasiven, arthroskopischen Eingriff (Schlüssellochoperation) durch. Im Rahmen des Eingriffs werden die bestehenden Verwachsungen und Verkürzungen der Gelenkkapsel gelöst.

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Häufig gestellte Fragen

Eine Frozen Shoulder hält in der Regel zwischen sechs Monaten und zwei Jahren an. Je länger die Symptome bestehen, desto stärker die Einschränkungen – sei es bei der Bewegung oder aufgrund der vorhandenen Schmerzen der Lebensqualität. Üblicherweise nehmen die Schmerzen mit zunehmendem Krankheitsverlauf der Schultersteife spontan wieder ab. Die Versteifung lässt sich hingegen nicht aufhalten.

Das Tückische an einer Frozen Shoulder: Da sich die Schultersteife meist schleichend entwickelt, wird sie gerade zu Beginn gar nicht erst bzw. erst sehr spät erkannt.

Das Frozen-Shoulder-Syndrom verläuft grundsätzlich in drei Phasen:

1. Phase: Freezing Shoulder

Die Schulter ist noch frei beweglich, es treten jedoch starke Schmerzen durch Entzündungen des Kapselgewebes auf. Die Entzündungen verursachen ein Verkleben des Gewebes, was langfristig wiederum mehr und mehr die Beweglichkeit der Schulter einschränkt. Phasendauer: ein bis drei Monate.

2. Phase: Frozen Shoulder

Durch ein Abklingen der Entzündungen lassen die Schmerzen nach. Das zurückbleibende vernarbte und verhärtete Kapselgewebe führt zu nachhaltigen Bewegungseinschränkungen – die Frozen Shoulder hat sich manifestiert. Phasendauer: drei bis acht Monate.

3. Phase: Thawing Shoulder

Die Schulter taut sprichwörtlich auf: Die Schmerzen nehmen weiter ab, und die Blockade im Gelenk löst sich. Die Schulter gewinnt wieder an Beweglichkeit.

Eine Frozen Shoulder führt sehr schnell zu einem schmerzhaften und unbeweglichen Schultergelenk. Zwar ist der Krankheitsverlauf in den meisten Fällen sehr gut vorhersehbar, für viele Betroffene ist dies dennoch mit einer lang anhaltenden Einschränkung der Lebensqualität und auch der Arbeitsfähigkeit verbunden.

Schätzungsweise leiden rund zwei bis fünf Prozent der Deutschen irgendwann in ihrem Leben einmal an einer Schultersteife. Man könnte somit sagen, dass es sich bei der Schulterversteifung um eine häufig auftretende Schultererkrankung handelt, die entweder nur einmal auftritt oder sich auch wiederholt bilden kann. Ist eine Schulter von der Versteifung betroffen, tritt die Frozen Shoulder manchmal auch an der Gegenseite auf.

Die Schultersteife tritt häufig ohne erkennbaren Grund auf. Es ist allerdings zu vermerken, dass sich die meisten Betroffenen im Alter zwischen vierzig und sechzig Jahren befinden. Auch erkranken Frauen an einer Frozen Shoulder deutlich häufiger als Männer.

Auch wenn die Schultersteife häufig ohne erkennbaren Grund auftritt, sind neben Diabetikern auch Patienten, die eine Chemotherapie hinter sich haben, vermehrt von der Schultersteife betroffen. Darüber hinaus ist zu vermerken, dass sich die meisten Betroffenen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren befinden. Auch erkranken Frauen an einer Frozen Shoulder deutlich häufiger als Männern.

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