Dupuytren-Kontraktur

Dupuytren Kontraktur | MVZ im Helios München

Dupuytren-Kontraktur im Überblick

Die Dupuytren-Kontraktur ist eine durch Schrumpfung der Sehnenplatte in der Hohlhand (Palmaraponeurose) bedingte Kontraktur der Hand. Beginnend mit einer Knotenbildung an der Handinnenfläche, kommt es mit zunehmendem Krankheitsverlauf zum Zusammenziehen der Finger, die sich schließlich nicht mehr vollständig strecken lassen. Damit dies nicht passiert, ist gerade bei dieser Erkrankung eine sorgfältige Diagnose unerlässlich. In enger Zusammenarbeit decken wir für eine optimale Patientenversorgung im MVZ im Helios das gesamte Spektrum moderner orthopädischer sowie neurologischer Diagnostik und Therapien unter einem Dach ab.

Icon - Knie
Symptome

Klauenhaltung der Finger (im Extremfall an der ganzen Hand), Einschränkungen der Handbeweglichkeit, tastbare Knoten in der Handinnenfläche

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Behandlungsdauer

dauerhafte Therapie

Icon - Bett mit Markierung
Therapie

zu Beginn Physiotherapie, langfristig kann nur noch mittels Operation der gewünschte Erfolg erreicht werden

Icon - Herz über aufhaltende Hand
Schonzeit

keine

Inhaltsübersicht
Inhaltsübersicht

Was ist eine Dupuytren-Kontraktur?

Die Dupuytren-Kontraktur, auch Morbus Dupuytren genannt, bezeichnet eine gutartige Erkrankung des Bindegewebes (Fibromatose), die durch eine überschießende Neubildung von Bindegewebe gekennzeichnet ist. Infolgedessen kommt es zu einer knotigen Verdickung der Sehnenplatte (Palmaraponeurose), die unter der Haut der Handfläche, in der Hohlhand, liegt. Mit Beginn der Kontraktur beginnen sich Ring- und Kleinfinger zu krümmen, im fortgeschrittenen Stadium sogar die gesamte Hand.

Was sind mögliche Ursachen für eine Dupuytren-Kontraktur?

Auch nach intensiver Forschung konnten die Auslöser für eine Dupuytren-Kontraktur bislang noch nicht endgültig ausgemacht werden. Auffällig ist allerdings, dass schätzungsweise 85 Prozent der Betroffenen Männer sind, wobei sich die ersten Symptome meist jenseits des 50. Lebensjahrs zeigen. Grundsätzlich geht man bei dem Phänomen davon aus, dass eine genetische Veranlagung besteht, die auch die Schnelligkeit und/oder die Stärke des Krankheitsverlaufs deutlich beeinflusst.

Was sind typische Symptome?

In der Regel verläuft die Dupuytren-Kontraktur schubweise über mehrere Jahre. Aufgrund der knotigen Verdickung der Palmaraponeurose kommt es zunehmend bei Ring- und Kleinfinger, im Extremfall dann an der ganzen Hand, zu einer Klauenhaltung. Die Funktionsfähigkeit wird immer weiter eingeschränkt. Des Weiteren sind Knoten und derbe Bindegewebsstränge in der Handinnenfläche und an der Beugeseite der Finger tastbar, die die Haut an der Handfläche schrumpfen lassen. Schmerzen bestehen im Allgemeinen nicht.

  • Stadium I: erste Knötchen und Verhärtungen treten auf; eine leichte Kontraktur (0–45 Grad) ist bereits vorhanden
  • Stadium II und III: fortschreitende Gewebsverhärtung vor allem im Bereich des Ring- und Kleinfingers mit einer daraus resultierenden Fehlstellung; eine ausgeprägte Kontraktur (Stadium II: 45–90 Grad/Stadium III: 90–135 Grad) ist vorhanden und sichtbar
  • Stadium IV: ausgeprägte Kontraktur von mehr als 135 Grad; bei ausbleibender Behandlung kommt es zu nachhaltigen Gelenkschäden

Wie wird eine Dupuytren-Kontraktur diagnostiziert?

Eine Dupuytren-Kontraktur lässt sich in der Regel von einem erfahrenen Orthopäden bereits mit einer reinen Berührungs- und Beobachtungsdiagnose feststellen. Im MVZ im Helios führen wir zur Absicherung zusätzlich eine Kernspintomografie (MRT) durch, um die Veränderungen im Gewebe in Form von unspezifischen Vernarbungen sichtbar zu machen.

Wie wird eine Dupuytren-Kontraktur behandelt?

Wird eine Dupuytren-Kontraktur frühzeitig festgestellt, kann das Fortschreiten mithilfe konservativer Maßnahmen verlangsamt werden. Um dauerhaft die Funktionsfähigkeit der Hand wiederherzustellen, ist letztlich aber die operative Entfernung des Kontrakturgewebes notwendig. Dies ist spätestens dann erforderlich, wenn bereits ausgeprägte Funktionseinschränkungen der Hand durch die Beuge- und Krallenstellung der betroffenen Finger bestehen.

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Konservative Therapie

Gerade im frühen Stadium des Morbus Dupuytren ist eine konservative Therapie durchaus sinnvoll und empfehlenswert. Hier setzen wir in unserer Praxis vor allem auf einen konsequenten physiotherapeutischen Einsatz.

Bei der physiotherapeutischen Intervention geht es vor allem darum, durch gezielte Übungen die Streckung und Beweglichkeit der Finger zu fördern und diese möglichst für einen langen Zeitraum zu erhalten. Dies ist insbesondere dann essenziell, wenn die Dupuytren-Kontraktur bereits fortgeschritten ist und sich die Fingerbeugemuskulatur verkürzt hat.

Durch die gezielte Bestrahlung der Handinnenfläche soll das Wachstum des wuchernden Bindegewebes verlangsamt werden. In der Regel sind hier vier bis fünf Sitzungen notwendig, bis sich ein erster Effekt einstellt.

Durch die punktgenaue Injektion in die knotigen Verdickungen werden diese aufgeweicht und über den Stoffwechsel abgebaut. So kann im Idealfall die Fingerbeweglichkeit ebenfalls wiederhergestellt werden.

Operative Therapie

Langfristig kann eine Dupuytren-Kontraktur nur operativ erfolgreich behandelt werden. Den richtigen Zeitpunkt für die Operation im Krankheitsverlauf festzulegen, ist hier essenziell. Der richtige Zeitpunkt ist in der Regel, wenn der Patient die Hand nicht mehr flach auf den Tisch auflegen kann. Das ist meist bei einer Kontraktur ab dreißig Grad der Fall. Hat sich der Morbus Dupuytren bereits seit Längerem im fortgeschrittenen Stadium manifestiert, kommt auch dann ein chirurgischer Eingriff oftmals zu spät, da die Steifigkeit der Fingergelenke und Muskulatur in diesem Fall kaum mehr rückgängig gemacht werden kann.

Bei der Operation wird die Haut mit einem z-förmigen Schnitt in der Handinnenfläche zur Seite geklappt und sowohl die Sehnenplatte als auch das gewucherte Bindegewebe entfernt. Der Eingriff kann in der Regel ambulant durchgeführt werden.

Als vorbereitende Maßnahme für die Operation haben wir im MVZ im Helios zusätzlich gute Erfahrungen mit der Infiltrationstherapie gemacht. Dabei wird dem Patienten in mehreren Behandlungen das Homöopathikum Formica rufa sowie die natürliche Milchsäure Lactopurum in den Bereich der knotigen Verdickungen injiziert. Hierbei machen wir uns die positiven Effekte der Infiltrationstherapie auf die Selbstheilungskräfte des Körpers und damit auch auf den Heilungsprozess im Anschluss an die Operation zunutze.

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Häufig gestellte Fragen

Bislang ist leider noch nicht geklärt, welche konkreten Auslöser zu einer Dupuytren-Kontraktur führen. Auffällig ist allerdings, dass Männer häufiger betroffen sind als Frauen, vornehmlich zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. In achtzig Prozent der Fälle zeigt sich der Morbus Dupuytren nur an einer Hand. Auch erkranken Patientengruppen mit Diabetes sowie Epilepsie besonders häufig.

In den meisten Fällen beginnt eine Dupuytren-Kontraktur im frühen Stadium mit einer Verhärtung in der Handinnenfläche. Diese kann über einen Zeitraum von Jahren unverändert bestehen bleiben, bildet sich von allein aber nicht wieder zurück. Ein Fortschreiten der Symptome ist daher unumgänglich, bis es schließlich zum Einziehen der Haut und der damit verbundenen Fingerkrümmung kommt.

Der Verlauf der Dupuytren-Erkrankung ist individuell unterschiedlich. So können die Beschwerden über Jahre hinweg kontinuierlich fortschreiten, aber auch zu jedem Zeitpunkt zum Stillstand kommen. Da bei manchen Patienten allerdings ein sehr schneller Krankheitsverlauf eintritt, sollte die Dupuytren-Kontraktur so früh wie möglich therapiert werden. Sind die Finger nämlich verkrümmt und eingezogen, kann dies auch durch eine Operation nicht mehr vollständig korrigiert werden.

Die Dupuytren-Kontraktur lässt sich grundsätzlich in fünf Schweregrade unterteilen. Während Stadium 0 keinerlei Beschwerden verursacht, kommt es bei Stadium 1 bereits zu Kontrakturen bis zu 45 Grad. Ist schließlich Stadium 4 erreicht, gehen die Verkrümmungen über ein Ausmaß von 135 Grad hinweg.

Der Eingriff der Dupuytren-Kontraktur kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Meist erhalten Patienten nach der Operation einen Stützverband, der für vier bis fünf Wochen getragen werden muss. Anschließend kann die Hand zunehmend wieder „normal“ belastet werden.

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