Sprunggelenks­arthrose

Sprunggelenksarthrose | MVZ im Helios München

Sprunggelenks­arthrose im Überblick

Das Sprunggelenk ist die bewegliche Verbindung zwischen Fuß und Unterschenkel und besteht aus zwei Teilgelenken: dem oberen Sprunggelenk (OSG) und dem unteren Sprunggelenk (USG). Weil auf ihm beim Stehen, Gehen oder Laufen das gesamte Körpergewicht lastet, gehört das Sprunggelenk zu den besonders belasteten Gelenken des Körpers. Damit ist es anfällig für vorzeitige Verschleißerscheinungen, wie zum Beispiel einer Sprunggelenksarthrose. Um diese zu therapieren, decken wir im Medizinischen Versorgungszentrum im Helios (MVZ) am Münchner Olympiapark mit modernsten Methoden und neuester Medizintechnik das gesamte Spektrum der konservativen und chirurgischen Therapien ab.

Icon - Knie
Symptome

knöcherne Verformungen, Anlauf- und Belastungsschmerzen, Einschränkungen der Beweglichkeit, im Extremfall Versteifung des Gelenks

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Behandlungsdauer

sechs bis zwölf Wochen

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Therapie

orthopädische Hilfsmittel, Physiotherapie, Schmerzmittel, Injektionen, Magnetfeld- und Lasertherapie, bis hin zu operativen Maßnahmen

Icon - Herz über aufhaltende Hand
Schonzeit

keine

Inhaltsübersicht
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Was ist eine Sprunggelenks­arthrose?

Arthrose ist eine Verschleißkrankheit, die durch eine zunehmende Schädigung des Gelenkknorpels gekennzeichnet ist und später auf die Knochenschicht unterhalb des Knorpels übergreift. Wie alle anderen Gelenke des Körpers kann auch das Sprunggelenk von Arthrose betroffen sein. Dabei ist der Verlauf der Sprunggelenksarthrose grundsätzlich vergleichbar mit anderen arthrotisch veränderten Gelenken. Wichtig dabei: Bleibt die Behandlung aus, schreitet die Knorpeldegeneration so weit fort, dass sie im schlimmsten Fall zum Auflösen des Knochens führt.

Was sind mögliche Ursachen für eine Sprunggelenks­arthrose?

Als häufigste Ursache, die die vorzeitigen Verschleißerscheinungen des Sprunggelenks begünstigt, kann Übergewicht ausgemacht werden. Aber auch eine Osteochondrosis dissecans, bei der sich kleine abgestorbene Knorpel-/Knochenteile im Sprunggelenk lösen und die einen Defekt in der Gelenk- bzw. Knorpeloberfläche hinterlassen, kann eine Arthrose des Sprunggelenks auslösen. In der Mehrzahl der Fälle geht eine Sprunggelenksarthrose jedoch auf eine konkrete Ursache zurück, eine nicht oder nicht ausreichend behandelte Verletzung. Hiervon sind oft Sportler betroffen, die sich beim Handball, Fußball oder Basketball einen Bänderriss oder einen Außenknöchelbruch zugezogen haben – ein Vorfall, der vielleicht schon viele Jahre zurückliegt, bevor sich die ersten Arthrose-Symptome bemerkbar machen. Sprunggelenksverletzungen sollten deshalb grundsätzlich konsequent behandelt werden. Auf diese Weise lässt sich am besten das Risiko für die Entstehung einer Sprunggelenksarthrose vermeiden.

Was sind typische Symptome?

Der Verlauf einer Sprunggelenksarthrose ist wie bei allen arthrotisch veränderten Gelenken im Wesentlichen der gleiche: Bleibt die Erkrankung unbehandelt, schreitet die Knorpeldegeneration fort, und es droht die Entstehung von knöchernen Ausziehungen, aber auch die Auflösung oder Verformung von Knochen mit den charakteristischen Krankheitszeichen. Ebenso sind die Beschwerden arthrosetypisch: Anlauf- und Belastungsschmerzen nehmen allmählich zu, die Beweglichkeit nimmt ab – im Extremfall kommt es zu einer vollständigen Einsteifung des Gelenks. Manche Patienten mit einer ausgeprägten Arthrose des Sprunggelenks weisen zudem Schwellungen und Rötungen auf.

Wie wird eine Arthrose des Sprunggelenks diagnostiziert?

Bei der Diagnose einer Sprunggelenksarthrose unterstützt die dynamische Fuß- und Ganganalyse unsere orthopädischen Spezialisten im MVZ im Helios. Bei der Analyse wird der ganzheitliche menschliche Bewegungsapparat betrachtet, um Auffälligkeiten und therapiebedürftige Veränderungen des Sprunggelenks zu erkennen. Neben der ärztlichen Beurteilung ermöglichen auch bildgebende Verfahren wie Röntgen, Kernspintomografie (MRT) oder digitale Volumentomografie (DVT) eine präzise Befunderhebung.

Wie wird eine Sprunggelenksarthrose behandelt?

Im Anfangsstadium versuchen wir im MVZ im Helios, die Beschwerden der Sprunggelenksarthrose durch konservative Behandlungsmaßnahmen zu beheben. Diese Behandlungen zielen darauf ab, die Beweglichkeit im Sprunggelenk zu verbessern. Reichen die Maßnahmen im Laufe der Zeit nicht mehr aus, greifen wir auf modernste, aber auch bewährte operative Methoden zurück.

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Konservative Therapie

Bei der konservativen Therapie ist es das Ziel, die Schäden der Sprunggelenksarthrose möglichst zu begrenzen und eine Verlangsamung der Abnutzung herbeizuführen. Als effektive Maßnahmen haben sich dabei bewährt:

Orthopädische Hilfsmittel können in der Regel eine temporäre Entlastung des Sprunggelenks erzielen. Hierfür eignen sich vor allem Einlagen, spezielle Abrollhilfen oder orthopädisches Schuhwerk (Arthrodesenschuh), die den Reiz aus dem Gelenk nehmen.

In entzündungsfreien Phasen haben sich bei der Sprunggelenksarthrose außerdem physiotherapeutische Maßnahmen als Erfolg versprechend erwiesen. Sie dienen in erster Linie der Mobilisierung und tragen somit zum Erhalt der Beweglichkeit bei. Zudem ist eine physiologisch angepasste Belastung des Sprunggelenks enorm wichtig, um eine optimale Versorgung des Knorpels und in der Folge auch dessen Erhalt zu gewährleisten.

Je nach Stadium der Sprunggelenksarthrose und Stärke der vorhandenen Schmerzen können auch entzündungshemmende Medikamente helfen. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, kurzfristig Cortisonpräparate einzusetzen – insbesondere bei aktiver entzündlicher Arthrose. Die Schmerzmittel können oral verabreicht oder als Injektion direkt in das betroffene Gelenk eingebracht werden.

Ein ebenfalls wichtiger Pfeiler bei der Therapie der Sprunggelenksarthrose ist die Injektion mit Hyaluronsäure. Unter sterilen Bedingungen wird hochmolekulare Hyaluronsäure direkt in das betroffene Gelenk injiziert. Die Hyaluronsäure lagert sich an den Gelenkknorpeln an und begünstigt deren Gleitfähigkeit. Das Ergebnis ist eine weitgehende Linderung der Schmerzen. Um den Effekt aufrechtzuerhalten, sind jedoch regelmäßige Auffrischungs­behandlungen notwendig.

ACP steht für „Autologes Conditioniertes Plasma“ und stellt somit eine Form der Eigenbluttherapie ohne Zusatz von künstlichen Substanzen dar. Das dem Patienten abgenommene Blut wird in einer Zentrifuge aufgearbeitet und anschließend in das Sprunggelenk injiziert. Die ACP-Therapie wirkt entzündungshemmend und regt die körpereigenen Heilungs- und Aufbauprozesse im arthritischen Gelenk an. Wir empfehlen unseren Patienten eine Kurbehandlung von drei bis fünf Sitzungen für ein zufriedenstellendes Resultat.

Als neuesten Therapieansatz bei der Schmerzbehandlung von Arthrose bieten wir im MVZ im Helios die Transplantation von Stammzellen – auch mesenchymale Stamm- oder Stromazellen (MSC) genannt. Besonders viele dieser MSCs findet man in der inneren Auskleidung (Endothel) der Blutgefäße des Fettgewebes. Zur Zellgewinnung wird dem Patienten unter Lokalanästhesie Unterhautfettgewebe entnommen und dieses in einem speziellen abgeschlossenen Nanofilter-Aufbereitungsprozess extrahiert. Abschließend erfolgt die Transplantation der Stammzellen in das geschädigte Gelenk. Die Schmerzfreiheit stellt sich in den meisten Fällen bereits wenige Stunden nach der Operation ein.

Bei der Magnetfeldtherapie werden magnetische Wechselfelder erzeugt, die im Sprunggelenk elektrische Spannungen hervorrufen. Dies fördert die Selbstheilungskräfte und reduziert im Idealfall die Heilungsdauer der vorhandenen Sprunggelenksarthrose.

Die Lasertherapie arbeitet mit energiereichem Licht, das gezielt auf das Sprunggelenk gerichtet die Selbstheilungsprozesse in Gang setzt und gleichzeitig eine durchblutungsfördernde sowie schmerzlindernde Wirkung hat. Nebenwirkungsarm und schmerzfrei kann die Lasertherapie den Heilungsprozess der Sprunggelenksarthrose deutlich beschleunigen.

Operative Therapie

Wenn die Schmerzen im Sprunggelenk auf konservative Weise nicht (mehr) zufriedenstellend gelindert werden können oder die Beeinträchtigungen durch Knochenvorsprünge beziehungsweise die Einsteifung des Gelenks zu belastend sind, empfehlen wir im MVZ im Helios unseren Patienten meist eine Operation. In vielen Fällen ist heute eine gelenkerhaltende Vorgehensweise möglich. So können die Beschwerden, je nach Stadium, bereits durch eine Spülung des Gelenks sowie die Abtragung der schmerzhaften Knochenvorsprünge im Rahmen einer Arthroskopie nachhaltig gelindert werden. Die Implantation einer Sprunggelenksprothese kommt in Betracht, wenn der Verschleiß so weit fortgeschritten ist, dass das Gelenk seine Beweglichkeit weitgehend eingebüßt hat (Versteifung).

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Häufig gestellte Fragen

Erste Hinweise auf eine Sprunggelenksarthrose können Schmerzen im Gelenk sein, die bei Beginn einer Bewegung (Anlaufschmerzen) und/oder bei Belastung auftreten. Mit der Zeit nehmen die Schmerzen zu, wohingegen die Beweglichkeit abnimmt – es droht die Einsteifung des Gelenks.

Eine Sprunggelenksprothese stellt inzwischen eine sehr gute Alternative zu einer Versteifungsoperation dar. So werden allein in Deutschland jährlich rund 1.500 künstliche Sprunggelenke eingesetzt. Das therapeutische Ziel dabei sind immer das Wiedererlangen von Schmerzfreiheit sowie die möglichst uneingeschränkte Belastungsfähigkeit.

In der Regel wird bei der Sprunggelenksarthrose dann ein künstliches Gelenk in Erwägung gezogen, wenn konservative sowie gelenkerhaltende Therapiemaßnahmen keinen Erfolg mehr mit sich bringen. War früher in solchen Fällen meist eine Versteifung des Gelenks erforderlich, können heutzutage mit der Implantation eines künstlichen Sprunggelenks zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden.

Um eine Arthrose des Sprunggelenks zu vermeiden, können prophylaktisch einige Maßnahmen ergriffen werden, wie beispielsweise:
– Übergewicht vermeiden/reduzieren
– Gesunde, ausgewogene Ernährung
– Regelmäßige Sporteinheiten
– Muskelaufbau
– Einsatz orthopädischer Hilfsmittel bereits bei ersten Anzeichen einer Sprunggelenksarthrose
– Vermeidung von Fehlhaltungen und Überlastung

Immer häufiger erleiden auch junge Patienten eine Sprunggelenksarthrose. Grund dafür sind vorrangig Verletzungen, wie sie häufig beim Sport auftreten. Diese lassen sich natürlich nur schwer verhindern. Dennoch sollte bei sportlichen Aktivitäten immer darauf geachtet werden, dass möglichst fließende Bewegungen ohne Über- und Fehlbelastungen des Sprunggelenks durchgeführt werden.

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