Hüftkopfnekrose

Hüftkopfnekrose | MVZ im Helios München

Hüftkopfnekrose im Überblick

Pro Jahr erkranken mehrere Tausend Deutsche an einer Hüftkopfnekrose, bei der es zum Absterben des gesamten Hüftkopfs kommen kann. Grund dafür ist eine Minderdurchblutung, die den Hüftknochen demineralisiert und somit in seiner Stabilität maßgeblich beeinträchtigt. Nicht selten geht dies für Betroffene mit einer massiven Minderung der Lebensqualität einher. Im MVZ im Helios kann eine Hüftkopfnekrose frühzeitig stadiengerecht therapiert werden. Nur so lassen sich irreparable Schäden am Hüftgelenk verhindern.

Icon - Knie
Symptome

schleichend beginnendes Ziehen in der Leiste bis hin zu massiven Leistenschmerzen

Icon - Uhr
Behandlungsdauer

dauerhaft

Icon - Bett mit Markierung
Therapie

Einnahme von Schmerzmitteln, Physiotherapie bis hin zur operativen Anbohrung bzw. zum Einsatz eines künstlichen Gelenkersatzes

Icon - Herz über aufhaltende Hand
Schonzeit

abhängig vom individuellen Befund

Inhaltsübersicht
Inhaltsübersicht

Was ist eine Hüftkopfnekrose?

Bei der Hüftkopfnekrose, auch bekannt als Femurkopfnekrose, handelt es sich um eine schmerzhafte Erkrankung des Hüftgelenks, die mit dem Absterben des Hüftkopfs im Rahmen einer Durchblutungsstörung einhergeht. Betroffen sind vorwiegend Männer im Alter zwischen 35 und 45 Jahren.

Was sind mögliche Ursachen für eine Hüftkopfnekrose?

Häufige Ursachen einer Hüftkopfnekrose sind beispielsweise:

  • Unfallverletzungen, z. B. Oberschenkelhalsbruch nahe dem Hüftkopf
  • Hüftkopfschädigung durch übermäßigen Alkohol- oder Nikotinkonsum
  • Strahlenbedingte Schädigung des Hüftkopfs (wie nach einer Chemotherapie)
  • Kortisonbedingte Knochenschädigung
  • Stoffwechselbedingte Durchblutungsstörung des Hüftkopfs
  • Nierenerkrankungsbedingte Erkrankung der Hüfte
  • Gerinnungsstörungen

Was sind typische Symptome?

Eine Hüftkopfnekrose macht sich im frühen Stadium als schleichend beginnendes Ziehen in der Leiste bemerkbar. Aber auch plötzlich einschießende Schmerzen können auftreten. Erst im fortgeschrittenen Stadium der Femurkopfnekrose kommt es schließlich zu massiven Schmerzen. Dies ist meist dann der Fall, wenn es bereits zu einem Zusammenbrechen des abgestorbenen Hüftkopfs gekommen ist. Eine möglichst frühzeitige Diagnose ist daher essenziell, um dies zu verhindern.

Wie wird eine Hüftkopfnekrose diagnostiziert?

Im MVZ im Helios erfolgt zunächst ein ausführliches Gespräch über die vorhandenen Beschwerden und die möglichen Risikofaktoren. Im Anschluss kann bereits eine erste Einschätzung der Diagnose erfolgen. Um dies zu untermauern, schließen sich akribische klinische Untersuchungen an. Bei der Hüftkopfnekrose steht hierfür als bildgebendes Diagnoseverfahren vorwiegend die Röntgenuntersuchung zur Verfügung. Da sich auf den Aufnahmen nur Veränderungen der Knochenstruktur darstellen lassen, eignet sich das Röntgenbild für ein sehr frühes Stadium der Femurkopfnekrose leider nur bedingt. Eine kernspintomografische Untersuchung (MRT) hingegen kann selbst eine Nekrose im Frühstadium bestens diagnostizieren, sodass eine vollständige Wiederherstellung bzw. mindestens der Erhalt des Hüftgelenks möglich ist.

Grundsätzlich lässt sich eine Hüftnekrose im Rahmen der Diagnostik in verschiedene Stadien gemäß der Klassifizierung der internationalen Gesellschaft für Hüftkopfnekrose (ARCO) einteilen:

  • Stadium 0
    Keinerlei Beschwerden. Die Hüftkopfnekrose kann nur anhand eines histologischen Befunds diagnostiziert werden.
  • Stadium 1
    Bei Belastung treten mäßige Schmerzen im Bereich der Leiste auf. Erste Veränderungen des Hüftgelenks sind bereits im MRT zu erkennen.
  • Stadium 2
    Die Hüftkopfnekrose kann jetzt auch durch zusätzliche Röntgenaufnahmen kenntlich gemacht werden.
  • Stadium 3
    Selbst im Ruhezustand kommt es zu Schmerzen. Auf Röntgenbildern ist bereits sichtbar, dass Teile des Knorpels abgestorben sind.
  • Stadium 4
    Der Hüftkopf ist bereits eingebrochen, wodurch es schließlich zu einem mechanischen Versagen der Hüfte kommt.

Wie wird eine Hüftkopfnekrose behandelt?

Die Therapie einer Hüftkopfnekrose richtet sich immer nach der bereits beschriebenen ARCO-Klassifikation, welche die verschiedenen Stadien der Krankheit darstellt. Im Anschluss an die Klassifikation verfassen unsere Orthopäden im MVZ im Helios einen Therapieplan abgestimmt auf die individuellen Befunde und Bedürfnisse eines jeden Patienten.

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Konservative Therapie

Befindet sich die Hüftkopfnekrose noch in einem frühen Stadium, kann mithilfe konservativer Therapien versucht werden, eine Entlastung der Hüfte herbeizuführen. Dies gelingt am besten mit:

Die Einnahme von entzündungshemmenden und schmerzlindernden Substanzen kann eine schnelle Reduktion der Beschwerden herbeiführen. Hierfür eignen sich vorrangig Schmerzmittel, die den Wirkstoff Ibuprofen enthalten.

Eine physiotherapeutische Behandlung spielt bei der Behandlung eine entscheidende Rolle und sollte daher immer Teil des Gesamtbehandlungskonzepts sein. Unabhängig vom Stadium sowie vom Alter des Patienten ist es das Ziel, die Hüfte durch gezielte Übungen zu entlasten und dauerhaft wieder zu mobilisieren.

Operative Therapie

In späteren Stadien der Hüftkopfnekrose hilft meist nur noch eine Operation. Durch die minimalinvasive Anbohrung wird der Druck im Knochen gesenkt. Es kommt zu einer verbesserten Durchblutung des erkrankten Areals. Ist die Gelenkfläche des Hüftgelenks durch die Nekrose hingegen bereits eingebrochen, kann nur noch ein künstlicher Gelenkersatz die schmerzfreie Beweglichkeit der Hüfte wiederherstellen.

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Häufig gestellte Fragen

Bringt eine konservative Therapie bei einer Hüftkopfnekrose keine Besserung, wird in der Regel eine Operation empfohlen. Zwar ist nach einer erfolgreichen Operation der weitere Krankheitsverlauf schwierig einzuschätzen, in den meisten Fällen ist aber neben einer sofortigen Schmerzlinderung auch ein positiver Effekt für den Gelenkerhalt zu erwarten.

Es gibt durchaus Risikofaktoren, die eine Hüftkopfnekrose begünstigen können. Hierzu zählt z. B. der langjährige Nikotin- und Alkoholmissbrauch. Aber auch stoffwechselbedingte Durchblutungsstörungen begünstigen eine Nekrose des Hüftkopfs. Das Gleiche gilt für Kortison- und Strahlenbehandlungen.

Grundsätzlich gilt: Je früher eine Hüftkopfnekrose diagnostiziert und behandelt wird, desto besser sind auch die Prognosen. Da der Krankheitsverlauf allerdings nicht immer einem bestimmten Muster entspricht, lassen sich Vorhersagen nur schwer tätigen. Hat die Erkrankung schon Stadium 3 oder 4 erreicht, ist der Erhalt des Gelenks aufgrund des bereits eingebrochenen Knochens meist nur noch temporär möglich. Am Ende ist ein künstliches Hüftgelenk erforderlich.

Ist bereits ein fortgeschrittenes Krankheitsstadium erreicht mitsamt (teilweisen) Absterben des Hüftkopfs, lässt sich die Hüftkopfnekrose weder mit einer konservativen noch mit einer operativen Therapie wieder vollständig ausheilen. Eine möglichst frühzeitige Diagnose ist gerade daher essenziell.

Je nach individuellem Krankheitsverlauf deutet sich eine Hüftkopfnekrose oft mit einer eingeschränkten Beweglichkeit des Hüftgelenks an. Dies macht sich besonders bei Innendrehungen bemerkbar. Nicht selten hinken Betroffene und können das Bein schließlich nicht mehr belasten. Erst im weiteren Verlauf kommt es dann zu starken Schmerzen und schließlich zu massiven Einschränkungen in der Beweglichkeit.

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