Kniegelenks­arthrose

Kniegelenksarthrose | MVZ im Helios München

Kniegelenks­arthrose im Überblick

Eine Arthrose am Kniegelenk (Gonarthrose) gehört zu den häufigsten Arthrose-Erkrankungen. Betroffen sind meist ältere Menschen, doch auch jüngere können nach einer Knieverletzung, die nicht ausreichend behandelt wurde, an einer Kniegelenksarthrose erkranken. Schreitet der Gelenkverschleiß unkontrolliert weiter fort, kann es sogar zu einer Zerstörung der Knorpel im Kniegelenk kommen. Im MVZ im Helios München stehen hierfür erstklassige Behandlungsmöglichkeiten zur Wahl, die auch neuartige Methoden wie den Einsatz eines künstlichen Kniegelenks umfassen.

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Symptome

Reib- und Knirschgeräusche, (morgendliche) Anlaufschmerzen, Steifigkeitsgefühl, entzündliche Reaktionen, fortschreitender Verlust der Beweglichkeit

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Behandlungsdauer

dauerhaft

Icon - Bett mit Markierung
Therapie

Einnahme von Medikamenten, ACP-Therapie, gelenkschonende Arthroskopie, Ersatz von Gelenkanteilen bis hin zum vollständigen Ersatz durch ein künstliches Kniegelenk

Icon - Herz über aufhaltende Hand
Schonzeit

keine

Inhaltsübersicht
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Was ist eine Kniegelenks­arthrose?

Wie bei allen anderen Arthrosen auch, beginnt eine Kniegelenksarthrose, fachsprachlich als Gonarthrose bekannt, mit Schäden an der Knorpelschicht, die die Gelenkflächen überzieht. Mit der Zeit nutzt sich der Knorpel immer mehr ab, sodass die knöchernen Gelenkanteile aufeinander reiben. Spätestens jetzt zeigen sich die bei einer Arthrose typischen Beschwerden.

Was sind mögliche Ursachen für eine Kniegelenks­arthrose?

Eine Kniegelenksarthrose entwickelt sich nicht selten aus einer nicht ausreichend behandelten Knieverletzung. Diese können zum Beispiel sein:

  • Knorpelschäden im Kniegelenk
  • Kreuzbandriss
  • Meniskusschäden

Hinzu kommen weitere Risikofaktoren wie Übergewicht und Bewegungsmangel. Aber auch eine Fehlbeanspruchung der Beine wie schweres Heben mit gebeugten Knien oder kniende Tätigkeiten können eine Kniegelenksarthrose begünstigen. Des Weiteren kann eine sogenannte Achsfehlstellung in Form von X- oder O-Beinen als Ursache nicht ausgeschlossen werden.

Was sind typische Symptome?

Zu den typischen Symptomen einer Kniegelenksarthrose gehören:

  • Reib- und Knirschgeräusche
  • (Morgendliche) Anlaufschmerzen
  • Steifigkeitsgefühl im betroffenen Kniegelenk
  • Entzündungen
  • Langsam fortschreitender Verlust der Beweglichkeit

Nach ungewöhnlichen Belastungen, wie längerem Gehen oder Stehen, kann es außerdem zu entzündlichen Reaktionen (aktivierte Arthrose) kommen.

Wie wird eine Kniegelenks­arthrose diagnostiziert?

Wie bei jeder Diagnostik im MVZ im Helios in München erfolgt auch bei der Kniegelenksarthrose zu Beginn immer erst eine ausführliche Anamnese, bei der Krankheitsvorgeschichte und bisher erfolgte Therapien erfragt werden. Anschließend findet eine körperliche Untersuchung statt, die zum Feststellen von möglichen Fehlstellungen mit dem Prüfen von Gang und Haltung des Patienten verbunden ist. Ebenso wird die Beweglichkeit der Gelenke geprüft. So lässt sich bereits eingrenzen, wie weit die Arthrose fortgeschritten ist. Hat sich der Verdacht auf eine Arthrose am Kniegelenk erhärtet, wird eine Röntgenuntersuchung angesetzt. Ein typisches Zeichen für den Verschleiß der Knorpel ist auf den Bildern erkennbar: Der Abstand zwischen den Gelenkflächen ist sichtbar verschmälert.

Ergänzend kann eine Sonografie durchgeführt werden. Anders als beim Röntgen lassen sich mithilfe von Ultraschall sämtliche Weichteile wie Muskeln und Kapseln darstellen. Sind die Beschwerden der Gonarthrose ausgeprägt, ist eine Magnetresonanztomografie (MRT) sinnvoll, um eventuelle Schäden an Bändern, Sehnen oder den Menisken bestens beurteilen zu können. Ein MRT empfiehlt sich weiterhin, um ein begleitendes Knochenmarködem durch vermehrte Überbelastung abzuklären beziehungsweise auszuschließen.

Wie wird eine Gelenksarthrose am Knie behandelt?

Vorrangig geht es bei der Therapie der Kniegelenksarthrose um die Bekämpfung der Entzündung im Gelenk, um Schmerzlinderung und die Wiedererlangung der Gelenkbeweglichkeit. Im Münchner MVZ im Helios bieten wir zur Behandlung eine breit gefächerte Auswahl an konservativen und operativen Therapieansätzen.

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Konservative Therapie

Das konservative Behandlungsspektrum reicht von einer gezielten Bewegungstherapie, der Einnahme von Medikamenten zur Schmerzlinderung und Eindämmung der Entzündung bis hin zu verschiedenen physikalischen Maßnahmen.

Gute Erfahrungen haben wir im MVZ im Helios mit der ACP-Therapie gemacht, die nicht nur entzündungshemmend wirkt, sondern auch die körpereigenen Aufbau- und Heilungsprozesse im geschädigten Gelenkknorpel anregt. Nach der Abnahme von Blut wird dieses mithilfe einer Zentrifuge verarbeitet. Aufbereitet lässt sich das körpereigene Blut ohne Zusatz von künstlichen Substanzen anschließend gezielt in das Kniegelenk injizieren. Die schnelle und unkomplizierte Behandlung dauert nur wenige Minuten und sollte für ein zufriedenstellendes Ergebnis als Kur bestehend aus drei bis fünf Sitzungen im Abstand von je einer Woche erfolgen.

Bei dieser Form der Eigenbluttherapie entnehmen wir im MVZ im Helios dem Patienten Blut mit einer Spezialspritze, die oberflächenveränderte Glaskügelchen enthält, die die Blutzellen animieren, das entzündungshemmende Eiweiß Interleukin-1-Rezeptorantagonist zu bilden. Das anschließend in der Zentrifuge gewonnene Serum wird zur Entzündungshemmung und Schmerzlinderung in das betroffene Knie gespritzt. Weiterhin schützt es effektiv vor einem weiteren Knorpelabbau.

Operative Therapie

Kann nur noch mit einer operativen Therapie weitgehende Beschwerdefreiheit erreicht werden, geben wir – wenn möglich – der gelenkschonenden Arthroskopie den Vorzug. Bei weit fortgeschrittenem Verschleiß kann allerdings manchmal nur noch mit einem Ersatz von Gelenkanteilen (Mini-Implantat, Teil- oder Schlittenendoprothese) oder dem vollständigen Ersatz durch ein künstliches Kniegelenk eine völlige Beschwerdefreiheit erzielt werden. Moderne Prothesen erlauben heute eine maximale Beweglichkeit und Stabilität bei gleichzeitiger korrekter physiologischer Ausrichtung und stabiler Befestigung des Implantats. Unser Ziel: von den körpereigenen Strukturen des Kniegelenks unter Verwendung des kleinstmöglichen Implantats so viel wie möglich zu erhalten. Weitere Informationen zur konservativen und operativen Therapie finden Sie unter „Knorpelschäden am Kniegelenk“.

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Häufig gestellte Fragen

Aufgrund der jahrzehntelangen Beanspruchung leiden grundsätzlich vornehmlich ältere Menschen unter einer Kniegelenksarthrose. Aber auch immer mehr jüngere Patienten müssen aufgrund einer Gonarthrose behandelt werden. Ursachen hierfür sind meist genetische Veranlagungen oder (Sport-)Unfälle. Unabhängig vom Alter wirkt sich auch eine Achsfehlstellung, wie sie bei X- oder O-Beinen auftritt, auf die Anfälligkeit für eine Kniegelenksarthrose aus.

Die Körperhaltung spielt bei der Prävention einer Arthrose am Kniegelenk eine entscheidende Rolle. Nur so wird eine möglichst gleichmäßige Belastung des Bewegungsapparats ermöglicht. Da auch Übergewicht ein erhöhtes Arthrose-Risiko mit sich bringt, ist regelmäßige Bewegung in Form von gelenkschonenden Sportarten wichtig oder gegebenenfalls auch eine Gewichtsabnahme notwendig.

Wie bereits oben erwähnt, haben vorwiegend übergewichtige Personen ein erhöhtes Risiko für die Entstehung einer Kniegelenksarthrose. Ebenso erhöhen Vorschäden am Gelenk die Gefahr, an einer Arthrose zu erkranken (z. B. aufgrund von Knochenbrüchen mit Beteiligung einer Gelenkfläche). Nicht zu vergessen: Berufstätige, die den Großteil ihrer Arbeitszeit sitzen und unter Bewegungsmangel leiden. Aber auch Menschen in handwerklichen Berufen, die viele Tätigkeiten auf den Knien verrichten müssen, wie Fliesenleger, Maurer oder auch Bergarbeiter, sind häufig betroffen.

Arthrose resultiert aufgrund einer Abnutzung der Gelenke, beispielsweise ausgelöst durch Übergewicht oder Überlastung. Arthritis hingegen bezeichnet eine Entzündung der Gelenke, die durch eine Erkrankung des Immunsystems ausgelöst wird. Im Gegensatz zur Arthrose gehen diese Schmerzen mit Schwellungen und Überwärmung einher.

Da Knorpel weder Nervenzellen noch Blutgefäße besitzen, spricht selbst bei einer Kniegelenksarthrose nichts gegen moderate Bewegung. Diese ist für den Erhalt des Knorpels sogar essenziell. Ein Mangel an Bewegung würde die Gelenkprobleme sogar nur zusätzlich verstärken. Ist das Wechselspiel zwischen Belastung und Entlastung nämlich aufgrund unzureichender Bewegung gestört, reduziert sich die Nährstoffversorgung, und der Abtransport von Schadstoffen wird ebenfalls blockiert.

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