Fersensporn

Fersensporn | MVZ im Helios München

Fersensporn im Überblick

Morgens nach dem Aufstehen entwickeln sich bereits nach den ersten Schritten stechende Schmerzen in der Fersenmitte, die nach einigen Minuten dumpfer werden – diese präzise Beschreibung deutet eindeutig auf einen sogenannten Fersensporn hin. Dabei handelt es sich um einen knöchernen Auswuchs am Fersenknochen, der neben genetischer Veranlagung auch durch einseitige Belastungen oder Übergewicht begünstigt wird. Im Medizinischen Versorgungszentrum im Helios (MVZ) am Münchner Olympiapark haben wir bei einem bestehenden Fersensporn mit einer möglichst frühzeitig eingeleiteten Therapie gute Erfahrungen gemacht. Diese zielt insbesondere auf eine Belastungsreduktion ab. Eine Operation hingegen ist nur selten erforderlich.

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Symptome

Anlauf- und Belastungsschmerz, Druckempfindlichkeit an der Ferse, bis hin zum permanent auftretenden Schmerz

Icon - Uhr
Behandlungsdauer

sechs bis zwölf Wochen

Icon - Bett mit Markierung
Therapie

orthopädische Hilfsmittel, lokale Injektionen, Stoßwellentherapie, Physiotherapie, Kälte- und Wärmeanwendung, Ultraschallbehandlung, Schmerzmittel, bis hin zum operativen Eingriff

Icon - Herz über aufhaltende Hand
Schonzeit

keine


Inhaltsübersicht
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Was ist ein Fersensporn?

Schätzungsweise leiden rund vier Millionen Menschen über fünfzig Jahre unter chronischen Fersenschmerzen. Die Ursache hierfür ist oft ein Fersensporn (Kalkaneussporn), der sich als dornartiger Knochenauswuchs im Bereich der Fußsohlen- oder Achillessehne an ihrem jeweiligen Ansatz am Fersenbein bildet. Grund ist eine chronische Entzündung der Sehnenansätze. Grundsätzlich werden beim Fernsporn zwei Varianten unterschieden: der untere, plantare und der obere, dorsale Fersensporn. Während sich der untere (echte) Fersensporn an der Unterseite des Fersenknochens zur Fußsohle gerichtet entwickelt, bildet sich der knöcherne Auswuchs beim oberen Fersensporn am Ansatz der Achillessehne an der hinteren Ferse. Letzteres ist allerdings weitaus seltener.

Was sind mögliche Ursachen für einen Fersensporn?

Als häufigste Ursache für den Fersensporn ist eine chronische Entzündung, die wiederum durch eine erhöhte Druck- und Zugbelastung der Sehnenansätze hervorgerufen wird. Diese wird begünstigt, wenn zum Beispiel berufsbedingt regelmäßiges, langes Stehen erforderlich ist oder häufig zu harte Schuhe ohne Dämpfung getragen werden. Aber auch Übergewicht oder Fußfehlstellungen können eine solche permanente Überbelastung hervorrufen. Mitunter ist ein Fersensporn im Ansatzgebiet der Achillessehne auch angeboren. Auf den anhaltenden Entzündungsherd reagiert der Körper mit der Einlagerung von Kalk, wodurch sich langfristig die knöcherne Ausziehung und somit der Sporn entwickelt.

Was sind typische Symptome?

Der häufig auftretende untere, plantare Fersensporn kann sehr unangenehme Symptome mit sich bringen: Vor allem zu Beginn und nach bei Beendigung einer Belastung machen sich stechende oder brennende Schmerzen im rückwärtigen Teil der Fußsohle bemerkbar. Ebenso können die Schmerzen durch Druck auf die betroffene Stelle ausgelöst werden. Letztlich ist es jedoch nicht der Sporn, der für die Schmerzen verantwortlich ist, sondern die begleitende Entzündung der Weichteile. Ist der Fersensporn vollständig ausgebildet, lassen die Symptome oftmals sogar nach. Der obere Fersensporn hingegen äußert sich vornehmlich durch eine gerötete, schmerzhafte Schwellung an der Ferse, die sich typischerweise an der Stelle bildet, wo der Schuh endet. Diese Schwellung bleibt nicht selten unbemerkt.

Wie wird ein Fersensporn diagnostiziert?

Im MVZ im Helios steht an zunächst immer ein ausführliches Arztgespräch an, bei dem auch erste körperliche Untersuchungen stattfinden. Dabei wird unter anderem geprüft, ob der Fuß auf Druck mit Schmerz reagiert. Dies kann bereits ein erster Hinweis auf einen vorhandenen Fersensporn sein. Zusätzlich setzen wir die elektronische Fußdruckmessung zur exakten Fuß- und Ganganalyse ein, um ein vorhandenes Ungleichgewicht der Druckverhältnisse im Stand und bei Bewegung ermitteln zu können. Um den Fersensporn letztlich bestätigen zu können, sind bildgebende Verfahren erforderlich. Hier eignet sich allen voran eine Ultraschalluntersuchung, eine Röntgenaufnahme, eine Kernspintomografie (MRT) oder eine digitale Volumentomografie (DVT).

Wie wird ein Fersensporn behandelt?

Oberstes Gebot bei einem vorhandenen Fersensporn: Entlastung! Hierzu zählt neben dem Abbau von Übergewicht auch das Vermeiden von einseitiger Belastung auf Sehne und Fußsohle. Diese Entlastungsmaßnahmen können bei einer Physiotherapie erlernt werden. In der Regel führen solche konservativen Maßnahmen bereits zu einer Verbesserung der Symptome. Andernfalls ziehen wir im MVZ im Helios zur Behandlung eine Operation in Betracht, die ausschließlich durch unsere qualifizierten Fußchirurgen durchgeführt wird.

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Konservative Therapie

Bei einem Fersensporn wird meistens immer erst auf eine konservative Behandlung gesetzt. Hier haben vor allem Kälte- und Wärmeanwendungen, Ultraschallbehandlungen und Schmerzmittel eine entzündungshemmende Wirkung. Aber auch andere Maßnahmen führen zu einer schnell eintretenden Besserung der Symptome und kommen daher häufig zum Einsatz:

Um den Druck auf die Ferse zu reduzieren, haben sich maßgefertigte Schuheinlagen bewährt, die über ein spezielles Fersenpolster aus Silikon verfügen. Ebenso können feste Fersenkeile oder leichte Absatzerhöhungen (speziell bei einem oberen Fersensporn) sinnvoll sein, die ebenfalls auf eine Entlastung und damit auf ein Abklingen der Entzündung abzielen.

Bei hartnäckigen Beschwerden kann in die schmerzende Stelle des Fußes auch ein Gemisch aus Kortison und Lokalanästhetikum injiziert werden. Die lokale Injektion führt bei einem Fersensporn in der Regel innerhalb von zwei Tagen zu einer deutlichen Schmerzreduktion, muss aber meist zwei- bis dreimal wiederholt werden. Alternativ kann übrigens auch eine lokale Infiltration mit homöopathischen Substanzen erfolgen.

Zeigen die konservativen Maßnahmen bei der Behandlung eines Fersensporns keinen Erfolg, kann die extrakorporale Stoßwellentherapie helfen. Hierbei kommen stark gebündelte rhythmische Schalldruckwellen zum Einsatz, die von außen (= extrakorporal) mithilfe eines Stoßwellenkopfs in den Körper einwirken. Die Stoßwellen selbst werden von einem speziellen Gerät erzeugt, an das der Applikator angeschlossen ist. Ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt dauert die Behandlung nur etwa zehn Minuten. Spätestens nach drei bis fünf Sitzungen im Abstand von sieben bis vierzehn Tagen tritt im Allgemeinen eine deutliche Besserung der Beschwerden ein – im Idealfall sind die Schmerzen dann vollständig verschwunden.

Operative Therapie

Lässt sich mit der konservativen Therapie keine nachhaltige Besserung des Fersensporns erzielen, ist eine Operation notwendig. Nur so können die Knochenauswüchse entfernt und das Fersenbein geglättet werden. Wenn möglich, wird der Eingriff auf minimalinvasivem Weg, das heißt endoskopisch, durchgeführt.

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Häufig gestellte Fragen

Typische Symptome eines Fersensporns sind stechende, brennende Schmerzen an der rückwärtigen Fußsohle, die vor allem nach dem Aufstehen und den ersten Schritten auftreten. Man spricht hier auch von sogenannten Anlaufschmerzen. Diese treten überwiegend morgens oder nach längerem Sitzen auf.

Ein Fersensporn lässt sich in der Regel mit konservativen Methoden gut behandeln. Oft reicht bereits das Tragen einfacher Schuheinlagen aus, um den Druck auf die entzündete Stelle zu reduzieren. In den meisten Fällen heilt die Entzündung rund um den Fersensporn dann im Laufe von maximal drei Monaten komplett aus.

Bei einem vorhandenen Fersensporn ist das Tragen „richtiger“ Schuhe essenziell, um eine Entlastung im Fersenbereich herbeizuführen. Wir empfehlen die Kombination aus bequemen, ausreichend weiten Schuhen und speziellen Einlegesohlen mit Silikonverstärkung im Fersenbereich, die eine stützende Form und beim Auftreten die nötige Dämpfung bieten.

Gerade durch Übergewicht oder täglich langes Stehen werden die Füße stark beansprucht. Dies gilt es, gerade zur Vorbeugung eines Fersensporns zu vermeiden. Ebenso gehören gut sitzende Schuhe zu einer der wichtigsten Vorbeugungsmaßnahmen. Typisches Beispiel: Gerade nach dem Tragen von engen, flachen Schuhen mit dünner Ledersohle (Mokassins) kommt es zu plötzlichen Fersenschmerzen. Um eine Überbelastung der Füße zu vermeiden, sind Schuhe mit ausreichender Dämpfung der Schuhsohle daher essenziell.

Um den Behandlungserfolg einer Fersensporntherapie maßgeblich zu beeinflussen, haben sich Übungen zur Dehnung sowie Kräftigung der Fersenmuskulatur bewährt. Begleitend kann konsequentes Stretching der Wadenmuskulatur helfen, das mehrmals täglich mindestens drei Monate lang durchgeführt wird.

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