Bänderriss

Bänderriss | MVZ im Helios München

Bänderriss im Überblick

Ein Bänderriss am Sprunggelenk macht sich in den meisten Fällen sofort bemerkbar: Unmittelbar nach dem Umknicken des Fußes beginnt der Knöchel bereits stark zu schmerzen, es bilden sich Schwellungen und womöglich sogar Hämatome. Betroffen ist beim Bänderriss meist das vordere oder mittlere Außenband. Ein Riss des hinteren Bandes kommt vergleichsweise selten vor. Als eine der häufigsten Sportverletzungen muss der Bänderriss inzwischen aber nicht mehr operiert werden. In der Regel reicht eine konservative Therapie mit einer sechswöchigen Ruhigstellung in einer Orthese aus. Um dies abzuklären und einen individuell passenden Therapieplan zu erarbeiten, verfügen wir im Medizinischen Versorgungszentrum im Helios (MVZ) neben jahrelanger Erfahrung auch über modernste Diagnostikmöglichkeiten.

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Symptome

starke Schmerzen, Schwellungen, Hämatome, Instabilität des betroffenen Sprunggelenks, Einschränkungen beim Auftreten und Gehen

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Behandlungsdauer

sechs Wochen

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Therapie

Einsatz von Orthesen, Physiotherapie, nur in Einzelfällen ist heutzutage noch ein operativer Eingriff nötig

Icon - Herz über aufhaltende Hand
Schonzeit

sechs Wochen

Inhaltsübersicht
Inhaltsübersicht

Was ist ein Bänderriss?

Das obere Sprunggelenk bildet die Verbindung zwischen Fuß und Unterschenkel. Es wird durch mehrere Bänder stabilisiert. Von einem Bänderriss ist meist das mittlere oder vordere Außenband betroffen, oftmals auch beide. Darüber hinaus gibt es auch noch ein Band am Innenknöchel sowie eines zwischen Schienbein und Wadenbein (das sogenannte Syndesmoseband). All diese breit gefächerten, dünnen Bänder sind zwar extrem dehnbar, können durch ein Umknicktrauma jedoch durchaus zum Reißen gebracht werden. Dieses tritt vor allem beim Ausüben diverser Sportarten oder beim Laufen sowie Joggen auf holprigem Untergrund auf.

Was sind mögliche Ursachen für einen Bänderriss?

Die häufigste Ursache für einen Bänderriss (oder auch Bandruptur) ist typischerweise eine Sportverletzung. Besonders gefährdet sind dabei Sportler, die bei der Ausübung der Sportart neben kurzen Sprints auch schnelle Richtungswechsel ausüben. Dies ist unter anderem beim Fußball-, Volleyball- oder Basketballspielen der Fall. Der Bänderriss an sich entsteht dann meist beim Umknicken des Fußes, was eine Überlastung des Außenbandes zur Folge hat. Aber auch einige Risikofaktoren können die Entstehung einer Bandruptur begünstigen. Neben Übergewicht sind hier auch ein weiches Bindegewebe sowie eine chronische Bandinstabilität zu nennen.

Was sind typische Symptome?

In der Akutphase kommt es beim Bänderriss meist zu starken Schmerzen im betroffenen Sprunggelenk, die nicht selten als banale Überdehnung fehlinterpretiert werden. Dabei sind auch Schwellungen am Gelenk keine Seltenheit, die sogar noch Stunden nach dem Unfall anhalten. Ebenso können sich Blutergüsse (Hämatome) bilden. Betroffene schildern neben einer Instabilität des Sprunggelenks auch die Unfähigkeit, den Fuß belasten zu können. Abhängig davon, welches Band von dem Riss betroffen ist, lassen sich die Symptome an unterschiedlicher Stelle lokalisieren. So betrifft ein Innen- oder Außenbandriss den jeweiligen Knöchel, eine Ruptur des Syndesmosebandes hingegen verursacht Schmerzen im Sprunggelenk. Letzteres macht das Gehen in der Regel unmöglich.

Wie wird ein Bänderriss diagnostiziert?

Neben speziellen Fragestellungen bei der Anamnese: Wie ist der Unfall passiert? Ist das Gehen noch möglich?, setzen wir im MVZ im Helios am Münchner Olympiapark zunächst auf eine körperliche Untersuchung. Dabei wird der Zustand des Fußes geprüft, um vorhandene Schwellungen oder Blutergüsse zu lokalisieren. Zudem setzen wir bei der Diagnostik eines Bänderrisses auf bildgebende Verfahren. So können Röntgenaufnahmen mit Sicherheit ausschließen, dass ebenfalls eine knöcherne Verletzung vorliegt. Bei dem Verdacht, dass bei der Bandruptur auch Weichteile wie Sehnen oder Kapseln gequetscht worden sind, ist ebenfalls eine Kernspintomografie (MRT) sinnvoll.

Wie wird ein Bänderriss behandelt?

Prinzipiell kann ein Bänderriss sowohl konservativ als auch operativ versorgt werden. Abhängig von Schwere und Ausmaß der Verletzung erfolgt eine Operation heutzutage allerdings nur noch, wenn mehrere Bänder in Mitleidenschaft gezogen worden sind oder es sich bei dem Betroffenen um einen Profisportler handelt. Im MVZ im Helios behandeln wir einen Bänderriss somit meist konservativ – sprich, ohne Operation.

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Konservative Therapie

Um die Schwellung in der Akutphase eines Bänderrisses zu reduzieren, muss das Sprunggelenk weitestgehend entlastet werden. Eine Soforthilfe leistet dabei die sogenannte PECH-Regel: Pause, Eis, Compression und Hochlagern. Unterstützend können bei Bedarf entzündungshemmende Schmerzmittel zum Einsatz kommen.

Als Standard bei der Versorgung des Bänderrisses wird eine spezielle Gehschiene (Orthese) gebraucht. Sie ermöglicht ein normales Bewegen des Fußes beim Gehen, verhindert dabei aber ein erneutes Umknicken des Knöchels. Üblicherweise muss die Schiene für etwa sechs Wochen getragen werden. Außerdem kann im Einzelfall der Einsatz von Unterarmgehstützen das Sprunggelenk zusätzlich entlasten.

Nach dem Abklingen der Akutphase ist auch eine Physiotherapie sinnvoll, um den Kapsel-Band-Apparat nach dem Bänderriss wieder zu stabilisieren. Hier wird zunächst ausschließlich auf ein einfaches Training ohne Gewicht gesetzt, um den Vernarbungsprozess nicht zu beeinträchtigen. Erst im weiteren Heilungsverlauf werden die Übungen dann umfangreicher – auch mit Zugabe von Gewichtbelastung. Auf diese Weise können sich die im Kapsel-Band-Apparat befindenden Rezeptoren stimulieren und zunehmend festigen.

Operative Therapie

Sind mehrere Bänder von einem Bänderriss betroffen oder ist das Sprunggelenk aufgrund einer chronischen Verletzung äußerst instabil, raten wir im MVZ im Helios in Ausnahmefällen auch zu einer Operation. Ziel dabei ist es, die abgerissenen Bänder zu rekonstruieren. Auch hier ist im Anschluss das Tragen einer Orthese erforderlich, um das Sprunggelenk für vier bis sechs Wochen möglichst ruhigzustellen.

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Häufig gestellte Fragen

Charakteristisches Merkmal eines Bänderrisses ist die Instabilität im Sprunggelenk. Betroffene beschreiben dies als unsicheres Gefühl beim Auftreten des Fußes, sofern dies überhaupt problemlos möglich ist. Außerdem bilden sich unmittelbar nach Entstehung der Verletzung bereits anhaltende Schwellungen und auch Hämatome.

Es kommt schlichtweg auf das Ausmaß der Verletzung an, ob Betroffenen das Gehen nach einem Bänderriss noch möglich ist oder nicht. Kann beispielsweise nicht einmal mehr mit dem Fuß aufgetreten werden, liegt in der Regel eine vollständige Ruptur des Bandes vor. Das Gleiche gilt für Risse des Syndesmosebands, die das Gehen unmöglich machen.

Bei Verdacht auf einen Bänderriss sollte nach dem Umknicken des Fußes das Sprunggelenk umgehend ruhiggestellt und gekühlt werden. Auf diese Weise werden Schmerzen gelindert, aber auch auftretende Schwellungen reduziert. Dies ist insbesondere für das spätere Tragen einer Orthese essenziell, die nämlich erst nach Abklingen der Schwellung angelegt werden kann.

Bei der konservativen Therapie eines Bänderrisses ist das Tragen einer speziellen Orthese für mindestens sechs Wochen erforderlich. Bereits währenddessen kann das Gelenk „normal“ belastet werden. Kommt die Sprunggelenksschiene weg, ist der Fuß wieder voll einsatzfähig – vorausgesetzt, es bestehen keinerlei Schmerzen.

Gerade in der Akutphase kommt es oftmals vor, dass eine vorhandene Bandruptur als eine banale Überdehnung oder Zerrung fehlinterpretiert wird. Grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass Verletzungen wie ein Bänderriss in der Regel immer mit starken Schmerzen verbunden sind, die sich bei Bewegung oder Belastung des Gelenks sogar noch verstärken. Eine Zerrung oder Überdehnung hingegen erlaubt das Auftreten bzw. Gehen. Dies ist bei einem vollständigen Abriss der Bänder keinesfalls mehr möglich.

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