Hallux valgus

Hallux Valgus | MVZ im Helios München

Hallux valgus im Überblick

Hallux valgus, auch Ballenzeh genannt, bezeichnet eine weitverbreitete Fehlstellung des großen Zehs. Diese kann zu einer Beeinträchtigung beim Abrollen der Fußsohle führen. Spätestens dann sind gezielte Maßnahmen, wie Gehschule, spezielle Schienen oder Schuhe, erforderlich. Bei besonders ausgeprägten und schmerzhaften Fällen ist eine Operation des Fußes teilweise unvermeidbar. Als Experten für Fußerkrankungen greifen wir im Medizinischen Versorgungszentrum im Helios (MVZ) auf jahrelange Erfahrung im Bereich Diagnostik und Therapie zurück. Für ein optimales Ergebnis und eine schnellstmögliche Heilung.

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Symptome

permanente Druckbeschwerden über dem Ballen beim Tragen von Schuhen, Dauerschmerzen an den Mittelfußköpfchen und Grundgelenken, Knochenanlagerungen, Schleimbeutelbildung, Seitabknickung der Großzehe

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Behandlungsdauer

dauerhafte Therapie

Icon - Bett mit Markierung
Therapie

orthopädische Einlagen, spezielle Abrollhilfen und Nachtschienen, spiraldynamische Bewegungstherapie, operative Hallux-valgus-Korrekturen mit und ohne Schrauben

Icon - Herz über aufhaltende Hand
Schonzeit

keine

Inhaltsübersicht
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Was ist ein Hallux valgus?

Zu enge oder spitz zulaufende Schuhe (oft in Kombination mit hohen Absätzen/High Heels), eine genetische Veranlagung oder ein vorhandener Spreizfuß – all das kann die Ausbildung eines Ballenzehs begünstigen. Als typisches Merkmal ist dabei die Großzehe deutlich zur Seite herausgetreten sowie der Ballenbereich vorgewölbt. Während Männer nur selten von dieser Fehlstellung des Fußes betroffen sind, weist schätzungsweise jede zweite Frau ab dem 50. Lebensjahr einen Hallux valgus auf.

Was sind mögliche Ursachen für einen Hallux valgus?

Vor allem Frauen sind von einem Hallux valgus betroffen, wobei als Ursache meist eine genetische Veranlagung, die sich in der Form eines schwachen Bindegewebes äußert, vorliegt. Werden zudem vorwiegend enge, spitze Schuhe mit hohen Absätzen getragen, erhöht sich die Gefahr einer Ballenzehbildung zusätzlich. Aber auch sportliche Überlastung, etwa bei Laufsportarten, oder Übergewicht können eine Entstehung begünstigen.

Was sind typische Symptome der Fehlstellung?

Neben dem kosmetischen Aspekt kann der Hallux valgus auch irreparable Schäden des gesamten Vorfußes mit sich bringen. Grund dafür ist die Abweichung des ersten Mittelfußknochens zum Fußinnenrand hin. Der Fuß wird daraufhin breiter, die Sehnen ändern ihre Zugrichtung. Letzteres hat zur Folge, dass die Großzehe sozusagen in eine Schieflage gerät. Der dabei entstehende vorgewölbte Ballen verursacht dann nicht selten Schmerzen, da dieser beim Tragen von Schuhen permanent eingeengt wird. Im fortgeschrittenen Stadium kann es sogar zu Dauerschmerzen an den Mittelfußköpfchen kommen. Auch Veränderungen der Belastungszonen bis hin zu Knochenanlagerungen am Köpfchen der Mittelfußknochen sowie die Bildung von Schleimbeuteln sind keine Seltenheit. Ebenso begünstig ein Ballenzeh andere Zehendeformitäten, wie beispielsweise Krallen- oder Hammerzehen.

Wie wird ein Hallux valgus diagnostiziert?

Grundsätzlich lässt sich eine erste Diagnose bereits mit einem Blick auf den Fuß stellen. Um einen Hallux valgus diagnostisch im Detail festzustellen, setzen wir im MVZ im Helios in der Regel auf bildgebende Verfahren. Zur Wahl stehen hier neben Röntgenbildern auch die digitale Volumentomografie (DVT), die Magnetresonanztomografie (MRT) sowie Ultraschallaufnahmen. Zudem bringt eine Laufanalyse weitere Erkenntnisse. Dieses diagnostische Verfahren dient der Bestimmung des Gang- und Laufverhaltens. Neben der Messung des Fußdrucks wird mittels Videoaufnahmen die Gelenkstellung analysiert und beurteilt. Der behandelnde Arzt kann auf diese Weise das Ausmaß des vorhandenen Hallux valgus einschätzen, auch unter Belastung.

Wie wird ein Ballenzeh behandelt?

Ein Hallux valgus lässt sich häufig im Initialstadium mittels konservativer Therapie kompensieren, um ein Fortschreiten des Krankheitsverlaufs aufzuhalten. Aufgrund der Genetik kann es mit der Zeit aber dennoch zu einer Verschlechterung kommen. Reichen konservative Maßnahmen dann nicht mehr aus, ist eine operative Korrektur der Zehe notwendig. Ziel der Operation ist es, den Gehablauf wiederherzustellen und das Gelenk zu erhalten.

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Konservative Therapie

Im Anfangsstadium stehen die Chancen noch gut, einen Hallux valgus mithilfe von konservativen Maßnahmen zu behandeln. Um ein Fortschreiten der Fehlstellung der Großzehe zu verlangsamen, setzen wir im MVZ im Helios dabei bevorzugt auf orthopädische Schuheinlagen sowie spezielle Abrollhilfen oder auch Nachtschienen. Aber auch die sogenannte Spiraldynamik hat sich als Maßnahme bewährt. Die Spiraldynamik bezeichnet eine spezielle Form der Bewegungstherapie, bei der Patienten unter Anleitung „spiraldynamische“ Bewegungsabläufe erlernen, um das ideale Maß an Belastung für den Fuß zu gewährleisten. Die Basis der Therapie bildet dabei die Erkenntnis, dass alle Knochen, Gelenke, Bänder und Faszien im menschlichen Körper spiralförmig miteinander verbunden sind. Ziel ist es, ungünstige in günstige alltägliche Bewegungsmuster umzuändern.

Operative Therapie

Wir im MVZ im Helios setzen insbesondere bei der operativen Therapie des Hallux valgus ausschließlich auf innovative, gelenkerhaltende Operationstechniken sowie die Verwendung modernster Materialien. Auf diese Weise lassen sich normale Funktionen des Fußes wie auch die Ästhetik in den meisten Fällen wieder vollständig herstellen. Grundsätzlich ist dabei immer zu beachten: Je früher eine Operation stattfindet, desto besser! Welche Methode konkret zum Einsatz kommt, hängt vom individuellen Befund ab. Zur Wahl stehen:

Die gängigste Korrektur des Hallux valgus erfolgt mithilfe von kleinen chirurgischen Schrauben aus Titan oder Nickel, die den Mittelfußknochen nach dem Durchtrennen in der gewünschten Position fixieren. Diese Methode ist weltweit noch immer der Goldstandard. Da sich die verwendeten Schrauben vollständig im Knochen befinden, ist in der Regel eine Entfernung nicht notwendig. Sollte es postoperativ jedoch zu Missempfindungen kommen, können die Schrauben einfach mittels eines kleinen operativen Eingriffs entfernt werden. Das Tragen von normalen Schuhen ist bereits am nächsten Tag wieder möglich.

Darüber hinaus erfordern manche Hallux-valgus-Befunde den Einsatz von bioresorbierbaren Implantaten. Wir im MVZ im Helios verwenden hierbei Schrauben aus einer Legierung auf Magnesiumbasis, die bestens verträglich sind. Diese werden im begradigten Mittelfußknochen verankert, sodass der Fuß früher als bei bisherigen Eingriffen wieder Belastungen ausgesetzt werden darf. Als natürlicher Bestandteil des Stoffwechsels wird die Magnesiumschraube nach und nach in natürlichen Knochen umgewandelt und ist nach drei bis fünf Jahren auf einem Röntgenbild nicht mehr sichtbar. Eine weitere Operation zur Entfernung des eingesetzten Implantats ist somit hinfällig.

Nach einer operativen Therapie raten wir im MVZ im Helios immer zum Tragen eines Spezialschuhs, der den Vorderfuß vor Belastung schützt. Um den Heilungsprozess zu unterstützen, ist eine begleitende Physiotherapie sinnvoll. Je nach beruflicher Tätigkeit muss mit Ausfallzeiten von zwei bis acht Wochen gerechnet werden.

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Häufig gestellte Fragen

In der Regel ist es nicht möglich, dass sich der Hallux valgus ohne eingeleitete Therapie wieder regeneriert. Im Anfangsstadium diagnostiziert, lässt sich die Fehlstellung aber mit geeigneten Maßnahmen durchaus eindämmen und das Fortschreiten des Verlaufs zumindest für einen begrenzten Zeitraum aufhalten.

Hierfür eignen sich Übungen, die gezielt die schiefe Großzehe trainieren. Ein Beispiel: Zuerst den großen Zeh anheben und dabei die vier anderen Zehen am Boden lassen. Anschließend umgekehrt. Die vier kleinen Zehen heben und den großen Zeh dabei fest auf den Boden drücken.

Um ein Fortschreiten des Krankheitsverlaufs bei einem Hallux valgus zu verhindern, hilft neben einer gezielt eingeleiteten Therapie nur: Vorbeugen! Als Erfolg versprechende Maßnahme hat sich dabei vor allem der Verzicht auf hochhackige sowie zu enge, spitze Schuhe und die konsequente Verwendung der beschriebenen Hilfsmittel erwiesen.

Als kurzfristige Maßnahme eignen sich zur Therapie eines Hallux valgus Zehenspreizer durchaus. Sie können das Problem aber oft nur aufhalten und nicht lösen. Daher sollte man sich ein langfristiges Konzept mit einem darauf spezialisierten Orthopäden überlegen.

Möglichst bequeme und vor allem gutsitzende Schuhe sind entscheidend, um der Verschlechterung bereits vorhandener Deformitäten vorzubeugen. Aber auch als Hallux-valgus-Prophylaxe ist die Wahl des richtigen Schuhwerks entscheidend. Dies gilt vor allem für Berufsgruppen, die sehr viel stehen oder laufen müssen.

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