Hüftgelenks­arthrose

Hüftgelenksarthrose | MVZ im Helios München

Hüftgelenksarthrose im Überblick

Von einer Arthrose kann prinzipiell jedes Gelenk des Körpers betroffen sein. Besonders häufig tritt sie bedingt durch die Lage jedoch im Bereich des Hüftgelenks auf. Nicht selten bedeutet eine Hüftgelenksarthrose, auch Coxarthrose genannt, für die Betroffenen eine erhebliche Beeinträchtigung im Alltag. Im MVZ im Helios München kommen zur Behandlung der Hüftgelenksarthrose neben Schmerzmittel auch verschiedene nichtmedikamentöse Verfahren wie orthobiologische Maßnahmen und krankengymnastische Ansätze zum Einsatz, in ausgeprägten Fällen bis hin zur Implantation eines künstlichen Hüftgelenks. Aber auch die innovative Therapie mittels Eigenfett, das mithilfe eigener regenerativer Zellen (u. a. Stammzellen) zu deutlicher Beschwerdelinderung und Regeneration führt, wird im MVZ im Helios durchgeführt. Das Ziel einer jeden Maßnahme ist es, mit geringstem Aufwand eine möglichst frühzeitige und vor allem schmerzfreie Mobilisierung des Patienten zu erreichen.

Icon - Knie
Symptome

Einschränkungen in der Beweglichkeit, Schmerzen im Hüft- und Leistenbereich, Gesäßschmerzen

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Behandlungsdauer

meist mehrere Wochen

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Therapie

Physiotherapie, Einnahme von Medikamenten zur Schmerzlinderung, Eigenfetttherapie (Stammzelltherapie), ACP-Therapie, Hyaluronsäure-Injektionen, Kortisontherapie, im schlimmsten Fall minimalinvasive Hüftarthroskopie gefolgt von einem künstlichen Gelenkersatz

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Schonzeit

keine (auch nach einer Operation kann das operierte Bein sofort wieder belastet werden)

Inhaltsübersicht
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Was ist eine Hüftgelenksarthrose?

Bei einer Hüftgelenksarthrose, auch als Coxarthrose bezeichnet, spielen sich Verschleißerscheinungen an der Knorpelschicht von Hüftkopf und/oder der Hüftpfanne ab. Diese Abnutzung führt mit der Zeit dazu, dass die knöchernen Gelenkanteile aufeinander reiben. Hinzu kommen entzündliche Begleiterscheinungen, die schließlich zu einer ausgeprägten Schädigung des Hüftgelenks führen können.

Was sind mögliche Ursachen für eine Hüftgelenksarthrose?

Die Entstehungsursachen einer Hüftgelenksarthrose sind vielfältig: Neben einer erblichen Veranlagung, Übergewicht und Bewegungsmangel kann auch eine chronische Überlastung die Coxarthrose begünstigen, etwa durch berufliche oder sportliche Tätigkeiten mit einer hohen Hüftgelenksbelastung. Wie bei allen anderen Arten der Arthrose kann es nach einer Überlastung zu entzündlichen Reaktionen (sogenannter aktivierter Arthrose) kommen. Aber auch Verletzungen, Erkrankungen oder Fehlstellungen, die die Hüfte direkt betreffen, können zu einer Arthrose im Hüftgelenk führen. Hierzu gehören beispielsweise eine angeborene Hüftdysplasie, eine Hüftkopfnekrose oder ein Impingement der Hüfte.

Was sind typische Symptome?

Erste Anzeichen einer Hüftgelenksarthrose sind eine eingeschränkte Beweglichkeit sowie Schmerzen im Hüft- und Leistenbereich (vor allem zu Beginn des Gehens oder beim Treppenabstieg). Häufig steht dabei der Leistenschmerz im Vordergrund. Die Schmerzen können jedoch auch im Bereich des Gesäßes oder zangenförmig um das Hüftgelenk herum auftreten. Im weiteren Verlauf zeigen sich die Symptome dann auch zunehmend im Liegen und Sitzen.

Wie wird eine Hüftgelenksarthrose diagnostiziert?

Eine möglichst frühzeitige Diagnose ist bei einer Hüftgelenksarthrose essenziell, um rechtzeitig sinnvolle Behandlungsmaßnahmen einleiten zu können. Besonders aufschlussreich sind dabei Röntgenaufnahmen. Sie können Veränderungen am Hüftgelenk bildlich darstellen. Der Knorpel selbst ist darauf zwar nicht zu erkennen, die ihn umgebenen Knochenstrukturen können aber durchaus Aufschluss auf dessen Zustand geben. Um den Pfannenrand und den Knorpel bereits in einem frühen Stadium einer Coxarthrose genauestens beurteilen zu können, führen wir im MVZ im Helios zusätzlich eine Kernspintomografie (MRT) durch.

Wie wird eine Hüftgelenksarthrose behandelt?

Bei einer Arthroseerkrankung im Hüftgelenk ist das Ziel aller Behandlungsmethoden, die Schmerzen des Patienten zu lindern und die Bewegungsfähigkeit möglichst zu erhalten bzw. weitgehend wiederherzustellen. Zugleich gilt es, erst einmal das gesamte konservative Behandlungsspektrum auszuschöpfen, um eine operative Intervention möglichst lange hinauszuschieben oder im Idealfall sogar zu vermeiden.

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Konservative Therapie

Im Vordergrund der konservativen Hüftgelenksarthrose-Behandlungen steht neben Physiotherapie auch die Einnahme von Medikamenten zur Schmerzlinderung bzw. Eindämmung der Entzündung. Ergänzend kommt eine Eigenfetttherapie infrage, die u. a. Stammzellen beinhaltet oder eine ACP-Therapie mit Eigenblut, welche nicht nur entzündungshemmend wirken, sondern auch die körpereigenen Aufbau- und Heilungsprozesse im geschädigten Gelenkknorpel anregen. Alternativ stehen noch weitere Maßnahmen zur Wahl:

Bei der Injektionsmethode wird Hyaluronsäure direkt in den betroffenen Bereich des Hüftgelenks gespritzt. Diese gezielte Gabe sorgt dank der wiedergewonnenen Schmiereigenschaft für eine verbesserte Gelenkfunktion. Als natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit ist Hyaluronsäure bestens verträglich. Für einen anhaltenden Effekt sind drei bis fünf Sitzungen nötig. Um diesen auch dauerhaft aufrechterhalten zu können, ist alle sechs Monate eine Auffrischungsinjektion erforderlich.

Ähnlich der Injektion mit Hyaluronsäure wird auch im Fall von Kortison der Wirkstoff direkt in das Hüftgelenk verabreicht. Dank seiner entzündungshemmenden Eigenschaften ist Kortison in der Lage, die vorhandenen Beschwerden sofort zu lindern – allerdings höchstens für einen begrenzten Zeitraum von sieben bis zehn Tagen (bis sich die Kortisondepots wieder abgebaut haben). In der Regel wird für die Injektion ein besonderes Kortison verwendet, das aus Kristallen besteht. Wesentlich niedriger dosiert als früher ist Kortison heute daher auch weitaus besser verträglich.

Der Patient selbst kann ebenfalls viel zu einer Verbesserung seiner Beschwerden beitragen, indem er das Gelenk konsequent entlastet. Dies gelingt z. B. durch einen Abbau von Übergewicht und die Vermeidung von Tätigkeiten, die mit einer Fehl- bzw. Überlastung der Hüftgelenke einhergehen.

Operative Therapie

Kann nur noch mit einer operativen Therapie weitgehende Beschwerdefreiheit erreicht werden, führen wir im MVZ im Helios eine gelenkschonende minimalinvasive Hüftarthroskopie durch, um diverse „präarthrotische“ Krankheitsbilder zu therapieren. Bei einem weit fortgeschrittenen Knorpelverschleiß stellt der künstliche Gelenkersatz eine geeignete Therapieoption dar. Dabei wenden unsere Spezialisten eine innovative minimalinvasive Operationstechnik an, bei der keinerlei Muskulatur verletzt wird. Zudem findet die Operation unter Verwendung modernster Prothesen, die eine maximale Beweglichkeit und Stabilität bei gleichzeitiger korrekter physiologischer Ausrichtung des Implantats gewährleisten, statt.

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Häufig gestellte Fragen

Als besonders gelenkschonend gilt leichter Ausdauersport wie Fahrradfahren, Nordic Walking, Schwimmen oder Aquagymnastik. Übertreiben sollte man es dabei jedoch nicht. Bei einer Hüftgelenksarthrose empfiehlt sich die Bewegung dreimal pro Woche maximal eine halbe Stunde – abhängig vom individuellen Befund. Gern beraten wir Sie hier persönlich.

Schätzungsweise bis zu 20 % der Menschen über fünfzig Jahren weisen auf Röntgenbildern bereits sichtbare Anzeichen einer Hüftgelenksarthrose auf. Nur ein Bruchteil von ihnen hat allerdings auch Beschwerden. Grundsätzlich sind Frauen häufiger betroffen als Männer.

Das Ziel ist immer, eine möglichst frühzeitige und vor allem schmerzfreie Mobilisierung zu erreichen. Bereits wenige Stunden nach der Operation einer Hüftgelenksarthrose ist es daher ratsam, erste Gehübungen zu absolvieren. In den darauffolgenden Tagen wird das sichere Gehen auf Unterarmstützen unter Vollbelastung erlernt.

Die Entscheidung für eine Operation hängt maßgeblich von den bestehenden Schmerzen und der allgemeinen Bewegungseinschränkung ab. Ist die Hüftgelenksarthrose bereits so weit fortgeschritten, dass im Gelenk Knochen auf Knochen reibt und es trotz konservativer Therapieversuche zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität kommt, raten wir im MVZ im Helios in der Regel zu einem künstlichen Hüftgelenk.

Grundsätzlich wird zwischen zementierten und zementfreien Hüftgelenksprothesen unterschieden. Wir im MVZ im Helios verwenden fast ausschließlich zementfreie Hüftimplantate. Der Patient ist bereits am Folgetag mit Unterarmstützkrücken mobil und kann das Gelenk voll belasten. Hierbei wenden wir das „Fast-Track“-Verfahren an, durch das der Patient schnellstmöglich mobilisiert wird und die Klinik bereits nach fünf Tagen verlassen kann. Die Haltbarkeit einer Hüftprothese ist dabei individuell verschieden. Abhängig vom eigenen Körpergewicht und der ausgesetzten Belastung ist heutzutage eine Funktionsdauer von über zwanzig Jahren keine Seltenheit mehr.

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Für Patienten mit akuten Beschwerden halten wir Notfalltermine bereit, die jeden Tag ab 08:00 Uhr telefonisch abgefragt werden können.

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