Morton Neuralgie

Morton Neuralgie | MVZ im Helios München

Morton Neuralgie im Überblick

Die sogenannte Morton Neuralgie, oder auch Morton Neurom, führt zu heftigen Schmerzen im Bereich des Mittelfußes, die von einem eingeklemmten Nerv resultieren. Dieser Nervenknoten (Neurinom) liegt in etwa achtzig Prozent der Fälle zwischen dem dritten und vierten Mittelfußköpfchen und verursacht nicht selten gerade nach Belastungen heftigste, teilweise sogar ausstrahlende Schmerzen. Oftmals übersehen oder fälschlicherweise als Senk- und Spreizfuß diagnostiziert, verfügen wir im Medizinischen Versorgungszentrum im Helios (MVZ) über umfangreiche Diagnostikmöglichkeiten. Frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt, können die Beschwerden dauerhaft auf ein Minimum reduziert werden.

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Symptome

plötzlich auftretende Schmerzen zwischen den Zehen (insbesondere nach langem Stehen oder Gehen), im Extremfall ausstrahlende Schmerzen in die Zehen und/oder den Unterschenkel, Taubheitsgefühl

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Behandlungsdauer

dauerhafte Therapie

Icon - Bett mit Markierung
Therapie

orthopädische Maßnahmen, Einnahme von Schmerzmitteln, Injektionen, bis hin zur operativen Entfernung des Nervenknotens

Icon - Herz über aufhaltende Hand
Schonzeit

keine

Inhaltsübersicht
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Was ist eine Morton Neuralgie?

Eine besondere Ausprägungsform des Spreizfußes ist die Morton Neuralgie bzw. das Morton Neurom. Hierbei handelt es sich um eine Dauerreizung der Nerven, die zwischen den Köpfchen der Mittelfußknochen verlaufen. Langfristig entsteht eine knotenartige Verdickung. Für Betroffene bedeutet sie nicht selten heftige Schmerzen.

Was sind mögliche Ursachen für eine Morton Neuralgie?

In der Regel entsteht eine Morton Neuralgie als Folge eines Spreizfußes oder einer anderen krankhaften Veränderung des Fußgewölbes. Ist dadurch die Statik des gesamten Fußes beeinträchtigt, werden die Nerven aufgrund des dauerhaft zu großen Drucks zwischen Fußsohle und Mittelköpfchen regelrecht eingeklemmt und bilden schließlich eine knotenartige Verdickung. Begünstigt werden ein Spreizfuß und somit auch das Morton Neurom durch das regelmäßige Tragen von zu engen Schuhen oder zu harten Sohlen. Aber auch langes Stehen oder eine Überbeanspruchung der Füße, wie sie bei passionierten Läufern auftritt, können als Ursachen ausgemacht werden.

Was sind typische Symptome?

Die Morton Neuralgie äußert sich in der Regel durch plötzlich auftretende, brennende oder auch stechende Schmerzen – manchmal auch begleitet von einem Taubheitsgefühl. Diese treten vor allem nach Belastung auf, zu der auch ein ausgiebiger Spaziergang, aber ebenso langes Stehen zählen. Während die Schmerzen zu Beginn nur gelegentlich auftreten, nimmt die Intensität im Laufe der Zeit immer weiter zu. Schlimmstenfalls entwickeln sich schließlich bei jeder Bewegung stromschlagähnliche Schmerzen, die sogar in Richtung Zehen oder Unterschenkel ausstrahlen können.

Wie wird eine Morton Neuralgie diagnostiziert?

Um herauszufinden, ob ein Morton Neurom vorliegt, erfolgt zunächst eine sorgfältige manuelle Untersuchung. Wir im MVZ im Helios am Münchner Olympiapark prüfen dabei immer, ob durch bestimmten Druck auf den Mittelfußbereich der Schmerz womöglich zunimmt. Des Weiteren können bildgebende Verfahren, wie etwa die Kernspintomografie (MRT), oder eine dynamische Druckpunktmessung des Fußes den Befund zusätzlich absichern. Liefern auch diese Diagnostikverfahren noch keinen fundierten Befund, kann zusätzlich ein örtliches Betäubungsmittel in die Region der Nervenknoten injiziert werden. Wenn sich der vorhandene Schmerz dadurch reduzieren lässt, wird die Diagnose einer Morton Neuralgie sehr wahrscheinlich.

Wie wird eine Morton Neuralgie behandelt?

Bei früher Diagnose können die Beschwerden einer Morton Neuralgie bestens mit konservativen Maßnahmen gelindert werden. Erst wenn diese für eine deutliche Schmerzlinderung nicht mehr ausreichen, wird von unseren Experten eine operative Therapie in Betracht gezogen.

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Konservative Therapie

Neben der Verordnung von Schmerzmitteln empfehlen wir im MVZ im Helios jedem von einem Morton Neurom Betroffenen, stets auf genügend weite Schuhe zu achten. Zudem haben sich folgende Maßnahmen bewährt:

Individuell angepasste Spezialeinlagen können dem Fuß bei einer vorhandenen Morton Neuralgie Entlastung bieten. Diese sollten aber unbedingt maßangefertigt und regelmäßig auf ihre Passgenauigkeit kontrolliert werden.

Gelegentlich lassen sich bei der Morton Neuralgie auch mit lokalen Injektionen gute Erfolge erzielen. Hierbei wird dem Patienten ein Lokalanästhetikum und/oder Kortison in den schmerzenden Bereich injiziert, um so den „gereizten“ Nerv zu beruhigen. Dies erzielt zwar nur einen vorübergehenden Effekt und muss bei Bedarf wiederholt werden. Wenn gleichzeitig aber durch die genannten Maßnahmen der Druck am Fuß dauerhaft reduziert wird, kann dieses Verfahren auch eine erfolgreiche Langezeittherapie sein.

Operative Therapie

Führen konservative Maßnahmen bei einer Morton Neuralgie zu keiner zufriedenstellenden Verbesserung mehr, ist ein operativer Eingriff sinnvoll. Der dreißigminütige Routineeingriff erfolgt über einen nur zwei Zentimeter großen Schnitt, durch den der verdickte Nervenknoten von oben über den Fußrücken erreicht und entfernt werden kann. Da die Fußsohle dabei nicht verletzt wird, können Patienten nach dem Eingriff in der Regel sofort wieder gehen. Trotzdem ist für etwa sechs Wochen das Tragen eines speziellen Vorfuß-Entlastungsschuhs empfehlenswert, um ein erneutes Entstehen des Knotens oder einer störenden Narbe zu verhindern.

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Häufig gestellte Fragen

In manchen Fällen werden Patienten mit einer Morton Neuralgie/einem Morton Neurom sogenannte NSAR-Medikamente verschrieben. Diese mindern den Schmerz sowie die Entzündungsreaktion. Ebenso kann ein Lokalanästhetikum mittels Injektion verabreicht werden, um den gereizten Nerv gezielt zu beruhigen. Die medikamentöse Therapie wirkt in den meisten Fällen erfolgreich schmerzlindernd, behebt jedoch nicht die eigentliche Ursache für die Schmerzen.

Die Wahl des Schuhwerks spielt bei einer Morton Neuralgie eine entscheidende Rolle. So sollten enge, schmale Schuhe unbedingt vermieden werden. Bei einer akuten Schmerzphase sorgen zudem Schuhe mit einer weichen, abgerundeten Sohle für eine enorme Erleichterung (wie z. B. bei Lauf-/Joggingschuhen).

Typischerweise kommt es bei einer Morton Neuralgie zu einem wellenartigen Verlauf. So verbessern sich die Symptome mitsamt Bewegungseinschränkungen in der Regel nach einiger Zeit wieder. Je nach Aktivität und Wahl des Schuhwerks treten die Beschwerden aber immer wieder auf. Eine vollständige Beschwerdefreiheit lässt sich oft nur mithilfe einer Operation erreichen.

Wie bereits erwähnt, lässt sich bei einer Morton Neuralgie der Krankheitsverlauf mithilfe von konservativen Maßnahmen eindämmen. Wenn diese konsequent angewendet werden, kann das auch eine zufriedenstellende dauerhafte Lösung sein. Dennoch ist eine anhaltende Beschwerdefreiheit oft nur durch eine Operation zu erzielen. Diese ist in den meisten Fällen mit einer kompletten Entfernung des Neuroms beziehungsweise eines Nerventeils verbunden, wodurch es zu Beeinträchtigungen in der Sensibilität kommt. Die meisten Betroffenen nehmen dies aber aufgrund der gewonnenen Schmerzfreiheit gerne in Kauf.

Häufig steht ein Senk- und Spreizfuß im Zusammenhang mit einer Morton Neuralgie. Bleibt ein Senk- und Spreizfuß über Jahre hinweg unbehandelt, entwickelt sich mit Verdickung des Mittelfußnervs eine chronische Form. Diese besondere Ausprägungsform des Spreizfußes wird nicht selten übersehen. Gerade bei wiederkehrenden Schmerzen ist daher der Rat eines erfahrenen Orthopäden essenziell, um möglichst schnell eine gezielte Therapie einleiten zu können und irreparable Schäden zu vermeiden.

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