Schnellender Finger

schnellender Finger | MVZ im Helios München

Schnellender Finger im Überblick

Dem Phänomen des sogenannten schnellenden Fingers (Tendovaginitis stenosans) liegt eine Sehnengleitstörung zugrunde, die eine Beuge- und Streckhemmung des betroffenen Fingers zur Folge hat: Der Finger (oft Daumen oder Mittelfinger) lässt sich nur mühsam und schließlich nur noch mit plötzlichem Schnellen oder Schnappen weiterbewegen. Im fortgeschrittenen Stadium muss dann oftmals sogar die andere Hand zum Strecken des gebeugten Fingers zu Hilfe genommen werden.

Um zu verhindern, dass es überhaupt so weit kommt, empfehlen wir im Medizinischen Versorgungszentrum im Helios (MVZ) eine möglichst rechtzeitige und im frühen Stadium beginnende Therapie.

Icon - Knie
Symptome

plötzlich auftretende Schmerzen, vermehrte Kraftaufwendung beim Strecken des Fingers, typisches Schnappphänomen

Icon - Uhr
Behandlungsdauer

sechs bis acht Wochen

Icon - Bett mit Markierung
Therapie

Einsatz von entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamenten, lokale Injektionen, operativer Eingriff

Icon - Herz über aufhaltende Hand
Schonzeit

keine

Inhaltsübersicht
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Was ist ein schnellender Finger?

Unsere Finger sind ständig in Bewegung. Kein Wunder also, dass auch sie überlastet werden können und es daraufhin zu Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen kommen kann. Dies ist beispielsweise beim schnellenden Finger, umgangssprachlich auch als Schnappfinger bezeichnet, der Fall. Verursacht durch eine Entzündung des Sehnengleitgewebes, kommt es bei der relativ häufig auftretenden Erkrankung der Hand zu einem Engpass am Sehnenkanaleingang. Der Finger kann daraufhin nur noch mit großer Kraftaufwendung gestreckt werden. Zwängt sich die Sehne schließlich hindurch, ähnlich einem Faden durch ein Nadelöhr, löst sich die Blockierung mit einem Ruck. Dies ist dann mit einem Schnappen verbunden. Zusätzlich leiden Betroffene oftmals unter Druck- und Bewegungsschmerzen.

Was sind mögliche Ursachen für einen Schnappfinger?

Als Ursache für einen schnellenden Finger kann eine knotenartige Verdickung der Beugesehnen ausgemacht werden, die an der Beugeseite des Fingers durch mehrere Ring- und Kreuzbänder verlaufen. Ausgangspunkt sind meist Entzündungen, die zu der Einengung der Sehnenscheide mit angeschwollenen Ringbändern und/oder der Verdickung der Sehne führen. Die Beugesehnen können daraufhin nicht mehr frei gleiten und sind einer permanenten Reizung ausgesetzt. Hervorgerufen wird der Schnappfinger durch Überlastung, wie sie aufgrund bestimmter stereotypischer Handgriffe auftritt. Aber auch im Rahmen chronischer Erkrankungen (wie rheumatoide Arthritis oder Diabetes mellitus) kann sich der schnellende Finger entwickeln.

Was sind typische Symptome eines Schnappfingers?

Während zu Beginn meist nur eine leichte Kraftlosigkeit in der Handinnfläche sowie eine gewisse Steifigkeit des betroffenen Fingers (vor allem am Morgen) zu verspüren ist, kann der schnellende Finger im weiteren Krankheitsverlauf auch mit plötzlich einsetzenden Schmerzen verbunden sein. Oftmals lässt sich unterhalb der Beugefurche ein vorhandener Knoten ertasten. Kommt es schließlich zum Blockieren des Fingers, bleibt die Sehne im Sehnenkanal hängen. Das typische Schnappphänomen zeigt sich, indem sich die Blockade unter erhöhter Kraftaufwendung plötzlich löst und der Finger regelrecht hochschnappt. Im fortgeschrittenen Verlauf bleibt der Finger schließlich konstant in der Beugestellung und kann nur noch mithilfe der anderen Hand gestreckt werden.

Wie wird ein Schnappfinger diagnostiziert?

In der Regel reicht eine Blickdiagnose aus, damit wir im MVZ im Helios einen schnellenden Finger diagnostizieren können. Der Krankheitsverlauf ist typisch und gerade im fortgeschrittenen Verlauf immer mit dem Schnappen des Daumens oder Mittelfingers verbunden. Eine apparative Diagnostikmethode ist in den meisten Fällen nicht erforderlich. Nur wenn eine Blickdiagnose für eine fundierte Diagnose nicht ausreichen sollte, wird zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung in Betracht gezogen.

Wie wird ein schnellender Finger behandelt?

Erste Behandlungsschritte zur Therapie des schnellenden Fingers bzw. schnellenden Daumens ist das Vermeiden von belastenden Tätigkeiten, Kälteanwendungen sowie der Einsatz von entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamenten. Letztere sind sinnvoll, um die vorhandene Schwellung zum Rückgang zu bringen. Erst bei einem ausgeprägten Krankheitsbild ist dann eine operative Behandlung unumgänglich.

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Konservative Therapie

Die konservative Therapie zielt darauf ab, die bestehende Entzündung an der Sehne zu reduzieren und damit zum Abschwellen zu bringen. Als bewährte Maßnahmen zur Behandlung des schnellenden Fingers haben sich dabei lokale Injektionen mit lokal wirkenden Betäubungsmitteln und Kortison erwiesen. Gerade Kortison hat eine antientzündliche und abschwellende Wirkung. Die Kortisoninjektion wird direkt in die betroffene Sehnenscheide verabreicht. Alternativ oder auch ergänzend hat sich die Gabe von Hyaluronsäure bewährt. Durch das Anlegen eines temporären Hyalurondepots lassen sich die Beschwerden meist zufriedenstellend eindämmen. In manchen Fällen empfiehlt es sich auch, die ACP-Therapie mit der Kortisongabe zu kombinieren. Nach der Abnahme und dem Aufbereiten von körpereigenem Blut wird dieses dann mit Kortison angereichert, bevor es zurück in die betroffene Handregion gespritzt wird.

Operative Therapie

Lässt die Wirkung der konservativen Therapie nach oder liegt bereits ein ausgeprägtes Krankheitsbild des schnellenden Fingers vor, ist eine operative Behandlung in der Regel unumgänglich. Dabei wird unter örtlicher Betäubung das betroffene, verdickte Ringband operativ gespalten und gegebenenfalls das darunter liegende Sehnengleitgewebe entfernt. Dadurch können die Beugesehnen wieder frei gleiten, und der Finger ist wieder normal bewegungsfähig. Wie alle Handoperationen im MVZ im Helios wird auch diese ambulant durchgeführt.

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Häufig gestellte Fragen

Befindet sich das Krankheitsbild des schnellenden Fingers noch in einem äußerst frühen Stadium, ist eine vollständige Heilung ohne Therapie durchaus denkbar. Dies tritt allerdings nur sehr selten auf. Auch in frühen Stadien sind entzündungshemmende Medikamente oder spezielle Salben anzuraten, um eine Verschlechterung des Krankheitsverlaufs bestmöglich zu verhindern.

Um eine mögliche Verschlechterung der Symptome zu verhindern, sollte der schnellende Finger auf jeden Fall therapiert werden. Andernfalls ist es im weiteren Krankheitsverlauf unumgänglich, dass es zum typischen Schnappphänomen des Fingers kommt. Grund dafür ist die zunehmende Verdickung der Sehne, woraufhin diese nicht mehr ungehindert durch das straffe Ringband gleiten kann.

In der Regel geht man von zwei Wochen aus, bis Patienten den Finger nach einer Operation wieder weitestgehend „normal“ bewegen können. Dennoch wird es noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis der schnellende Finger komplett genesen und die Funktionsfähigkeit der Hand nach der Operation vollständig hergestellt ist.

Um die Beweglichkeit des Fingers zu erhalten, sind spezielle Übungen sinnvoll. Diese sollten allerdings ohne Druckausübung erfolgen. Beispiel: die Hand nach unten zu einer Faust rollen. Einige Male auf und ab bewegen. Anschließend die Finger spreizen und nun hin und her schütteln.

Wie bereits erwähnt, kann gerade im frühen Anfangsstadium die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten eine deutliche Verbesserung der Symptome herbeiführen. Dennoch sollte ein vermuteter Schnappfinger keinesfalls in Eigenregie und ausschließlich durch Medikamentengabe therapiert werden. Besteht der Verdacht eines schnellenden Fingers, beraten wir Sie dazu im MVZ im Helios gerne persönlich.

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