Achillessehnenriss

Achillessehnenriss | MVZ im Helios München

Achillessehnenriss im Überblick

Die Achillessehne ist gerade bei Sportlern großen Belastungen ausgesetzt. Dies hat nicht selten einen zunehmenden Verschleiß zur Folge, der die Sehne im schlimmsten Fall sogar zum Reißen bringen kann. Laut Betroffenen geht dies mit plötzlich einsetzenden, stechenden Schmerzen und einem peitschenknallähnlichen Geräusch einher. Ein Achillessehnenriss ist eine schwerwiegende Verletzung, die rasch behandelt werden muss. Wie dies konkret aussieht, wissen unsere Experten im Medizinischen Versorgungszentrum im Helios (MVZ).

Icon - Knie
Symptome

peitschenknallähnliches Geräusch, starke Schmerzen, der Zehenstand ist nicht mehr möglich

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Behandlungsdauer

zwölf bis sechzehn Wochen

Icon - Bett mit Markierung
Therapie

operativer Eingriff, nur in Einzelfällen ist eine konservative Therapie empfehlenswert

Icon - Herz über aufhaltende Hand
Schonzeit

sechs Wochen

Inhaltsübersicht
Inhaltsübersicht

Was ist ein Achillessehnenriss?

Die Achillessehne ist die kräftigste Sehne des Körpers und verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein. Zieht sich die Wadenmuskulatur während der Abrollbewegung des Fußes zusammen, überträgt die Achillessehne die Kraft auf die Ferse und hebt sie sozusagen vom Boden ab. Dabei muss die Achillessehne enormen Zugkräften standhalten. Kommt es zu einem Achillessehnenriss (Achillessehnenruptur), verliert die Sehne sprichwörtlich ihre Funktion. Für Betroffene bedeutet dies: Sie können die Fußspitze nicht mehr nach unten beugen, der Zehenballenstand ist ihnen nicht mehr möglich, und das Abrollen des Fußes gelingt nicht mehr.

Was sind mögliche Ursachen für einen Achillessehnenriss?

Anders als vielleicht vermutet, ist keine Gewalteinwirkung schuld an einer gerissenen Achillessehne. Vielmehr sind es Vorschäden, die das Sprunggelenk besonders beanspruchen und die Sehne durch schnelle, abrupte Bewegungen schließlich zum Reißen bringen. Solche Bewegungen treten vor allem bei Sportarten auf, die mit schnellen Sprints oder ruckartigen Richtungsänderungen verbunden sind wie beim Fußball, Basketball, Tennis oder Handball. Wie bereits erwähnt, können aber auch Sehnenschäden das Risiko einer Achillessehnenruptur erhöhen. Zu Vorschäden zählen neben einer anhaltenden Reizung durch Überbelastung auch chronische Entzündungen. Zusätzlich begünstigen folgende Faktoren einen Achillessehnenriss:

  • Vorhandene, nicht therapierte Fußfehlstellung
  • Mangelndes Aufwärmen vor dem Ausüben diverser Sportarten
  • Tragen ungeeigneter, unpassender Schuhe
  • Anhaltende Überbelastung beim Sport ohne Pausen

Ein vorhandener Teilriss der Achillessehne aufgrund der oben genannten Faktoren erhöht die Wahrscheinlichkeit einer kompletten Ruptur ebenfalls enorm. So haben vor allem Untrainierte ein hohes Risiko, sich nach abruptem Abstoßen einen Achillessehnenriss zuzuziehen.

Was sind typische Symptome?

Vergleichbar mit dem Geräusch eines Peitschenschlags entsteht bereits während der Verletzung ein hörbarer, lauter Ton – dies deutet unmittelbar auf einen Achillessehnenriss hin. Neben Schmerzen fällt es Betroffenen daraufhin schwer, aufzustehen und zu gehen. In der Regel können sie außerdem nicht mehr ohne Probleme im Zehenballenstand stehen.

Wie wird ein Achillessehnenriss diagnostiziert?

Neben der klassischen Anamnese und ersten Tests, ob der Patient auf Zehenspitzen gehen oder auch auf einem Bein stehen kann, führen unsere Spezialisten im MVZ im Helios in der Regel eine Ultraschallaufnahme durch. Anhand der Aufnahmen lässt sich eine Achillessehnenruptur schnell diagnostizieren. Insbesondere bei einem verschleißbedingten Achillessehnenriss ist auch eine Kernspintomografie (MRT) zur Diagnosesicherung sinnvoll. Hierbei lassen sich die veränderten Bereiche der Sehne sowie des umliegenden Gewebes präzise darstellen.

Wie wird ein Achillessehnenriss behandelt?

Eine gerissene Achillessehne ist eine schwerwiegende Verletzung, die rasch angemessen behandelt werden muss. Nur selten führen dabei konservative Möglichkeiten zum gewünschten Erfolg. In der Regel empfehlen wir im MVZ im Helios Betroffenen daher einen operativen Eingriff.

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Konservative Therapie

Liegt keine komplette Ruptur der Achillessehne vor, kann zunächst eine konservative Therapie eingeleitet werden. Diese beinhaltet einen Unterschenkelgips sowie teilweise das anschließende Tragen einer Schuhorthese. Während des Behandlungszeitraums von zwölf Wochen sollte der Fuß kaum beziehungsweise nur teilweise belastet werden. Da die konservative Therapie sehr langwierig ist und auch viel Geduld erfordert, entscheiden sich viele Betroffene bei einem Achillessehnenriss für eine Operation.

Operative Therapie

Um die Sehnen und die Funktion des Fußgelenks wieder vollständig herstellen zu können, sollte bei einem Achillessehnenriss möglichst zeitnah eine operative Behandlung erfolgen. Hierbei ist eine operative Naht der Sehne notwendig, vor allem wenn die Rissenden stark auseinanderklaffen. Bei einer ausgedehnten verschleißbedingten Vorschädigung kommt auch eine Sehnenplastik in Betracht, bei der die Sehne mit Kunstfasern durchflochten und somit unterstützt wird. Nach der Operation muss die Achillessehne mindestens sechs Wochen weitgehend entlastet werden, etwa mithilfe eines Gehgipses oder durch einen Spezialschuh mit Fersenerhöhung. Krankengymnastik und ein spezielles Kraft- und Koordinationstraining unterstützen den schrittweisen Aufbau der normalen Belastung.

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Häufig gestellte Fragen

Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers. Sie hält zwar schätzungsweise dem 25-Fachen des eigenen Körpergewichts stand, dennoch kommt es nicht selten zu einem kompletten Achillessehnenriss. Dieser tritt bei Männern generell häufiger auf, typischerweise im Alter zwischen dreißig und 45 Jahren. Eine gesunde Sehne reißt aber fast nie. Meist ist die Achillessehne vor dem Riss bereits geschädigt, beispielsweise aufgrund einer anhaltenden Reizung, eines Verschleißes oder einer starken Überbelastung.

Nach einem Achillessehnenriss ist das betroffene Sprunggelenk nur noch eingeschränkt funktionsfähig. Da die Achillessehne die Verbindung zwischen Wadenmuskulatur und Ferse sicherstellt, gelingt das Aufrichten des Fußes auf die Zehenspitzen nach dem Riss nicht mehr. Auch das Gehen ist für Betroffene meist kaum noch möglich.

Nach einem akuten Achillessehnenriss kann in der Regel erst dann operiert werden, wenn sich die vorhandene Schwellung des Sprunggelenks zurückgebildet hat. Dies ist meist nach sieben bis zehn Tagen der Fall.

Bis zu einer nahezu vollständigen Heilung der Sehne nach einem Achillessehnenriss vergehen in der Regel bis zu sechs Wochen. Im Anschluss muss aber dennoch mit bis zu einem Jahr gerechnet werden, bis sich die Sehne wieder komplett rehabilitiert hat – abhängig von Alter, Genetik und Nachversorgung.

Natürlich lässt sich der altersbedingte Verschleiß der Achillessehne nicht aufhalten. Um das allgemeine Verletzungsrisiko und damit eine Achillessehnenruptur zu vermeiden, ist beim Ausüben diverser Sportarten neben der Aufwärm- auch eine ausreichende Erholungsphase essenziell. Ebenso ist es wichtig, sich nicht zu überschätzen und das Sportprogramm dem individuellen Leistungslevel anzupassen.

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