Fußfit in den Frühling

Unschöne Verhornungen und Druckstellen an Ballen, Fersen oder Zehen, Rötungen, eine spröde rissige Haut… nach einem langen Winter in warmen Stiefeln und dicken Socken sehen viele Füße nicht so aus, als könnten sie bedenkenlos in die Sandalen schlüpfen. Zum Glück können solche „Makel“ meist mit einem intensiven Pflegeprogramm und etwas Geduld behoben werden.

Pflege-Basics

Egal zu welcher Jahreszeit: Füßen tut es immer gut, wenn sie nach dem Waschen und Trocknen mit einer feuchtigkeitsspendende Fußcreme eingecremt werden. Enge, wenig atmungsaktive Winterschuhe, dicke Socken und nicht zuletzt die trockene Heizungsluft können jedoch dazu führen, dass die Hornhaut an den Füßen trocken und rissig wird. Und weil diese offenen Schrunden Eintrittspforten für Bakterien, Pilze und Viren sind, die dann Entzündungen zur Folge haben können, sollen sie gezielt mit einer reichhaltigen Fußcreme oder speziellen Schrundensalbe behandelt werden.

Auch Fußbäder sind ideal, um die Füße nach dem Winter zu pflegen, Hornhaut aufzuweichen und die Durchblutung anzuregen. Empfohlen sind 10 bis15 Minuten bei 36 bis 38 °C mit Zusätzen wie Meersalz, Mandelöl oder belebenden Kräutern.

Haben sich über den Winter Hühneraugen, Hornhautschwielen, Nagelpilz oder ein eingewachsener Nagel entwickelt bzw. verschlimmert, empfiehlt es sich, einen geschulten Fußpfleger zu Rate zu ziehen.

Frische Luft für die Füße!

Was nur Wenige wissen: Auch Füße fühlen sich an der frischen Luft richtig wohl. Dies gilt umso mehr, wenn sie monatelang in geschlossenen Schuhen eingepfercht waren. Deshalb: Wann immer möglich, sollten nun offene und atmungsaktive Schuhe getragen und möglichst viel barfuß gelaufen werden; letzteres hat außerdem den Vorteil, dass die Fuß- und Beinmuskulatur intensiver als in Schuhen gefordert wird. Außerdem fördert Barfußlaufen ein gesundes Fußgewölbe, eine verbesserte Balance und Durchblutung.

Kleines Fuß-Workout

Noch effektiver lässt sich die Fußmuskulatur durch regelmäßige Übungen gemäß dem Spiraldynamik®-Konzept stärken. Eine kräftige Muskulatur kommt den Füßen gerade in den wärmeren Jahreszeiten zugute, wenn bevorzugt Schuhe mit dünnen Ledersohlen ohne Dämpfung und Fußbett getragen werden.

Übungen aus der Spiraldynamik® sind zudem empfehlenswert, wenn bereits Fußbeschwerden bestehen. Auch bei einer leichten Fehlstellung wie einem Schiefstand der Großzehe, einem Hallux valgus, kann das Fußübungsprogramm mit Spiraldynamik® helfen.

Einlagen müssen passen

Manch einer schwört für einen guten Fußkomfort auf Schuheinlagen. Tatsächlich gibt es zahlreiche Modelle, die auch in Sandalen oder in High-Heels getragen werden können. Doch Vorsicht: Passen sie nicht hundertprozentig genau, können sie das Gegenteil bewirken und vielleicht sogar Druckstellen und Schmerzen hervorrufen, die man vorher noch nicht hatte. Steht eine Einlagenversorgung im Raum, ist es sinnvoll, erst einmal eine elektronische Fußdruckmessung durchführen zu lassen, mit der das individuelle Fußverhalten erfasst wird. Die ermittelten Daten liefern dann die Grundlage für die Fertigung von orthopädischen Einlagen, die genau auf die Bedürfnisse der Füße abgestimmt sind.

Warnsignale ernst nehmen

Nur gesunde Füße sind schön und gepflegt. Umso wichtiger ist es, auf mögliche Warnsignale der Füße zu hören. So sollten z.B. wiederkehrende Schmerzen im Fußballen, im Mittelfuß- oder auch im Fersenbereich grundsätzlich zeitnah von einem Orthopäden, der sich auf Fußerkrankungen spezialisiert hat, diagnostisch abgeklärt und gegebenenfalls behandelt werden. Gleiches gilt, wenn der Vorfuß immer breiter wird, kleine Zehen sich unnatürlich krümmen (Hammerzehen) bzw. gleichzeitig beugen und überstreckt sind (Krallenzehen) oder wenn die Großzehe sich immer mehr in Richtung Nachbarzehen verschiebt und sich an der Fußinnenseite eine Wölbung gebildet hat – wir sprechen dann von einem Ballenzeh oder Hallux valgus. Diese Fehlstellungen sehen nicht nur unschön aus, sondern sie schreiten weiter fort, wenn nicht rechtzeitig therapeutisch gegengesteuert wird. Deshalb unser Rat: Auch wenn sie (noch) keine Beschwerden hervorrufen, macht es Sinn, zur Abklärung einen Fußspezialisten aufzusuchen.

Sie leiden unter Beschwerden im Fuß, die Sie gern abklären lassen möchten? Sie haben das Gefühl, dass sich Ihre Fußform verändert hat? Dann wenden Sie sich an uns! Wir vom OZM Orthopädie Zentrum München im Helios – MVZ helfen Ihnen gern weiter.

 

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