Reparatur mit Knorpelchips

Jährlich müssen in Deutschland etwa 40.000 Knorpeldefekte am Knie operiert werden – manchmal sogar zweimal, insbesondere bei der klassischen Knorpelersatztherapie. Denn ein akuter Knorpelschaden ist immer eine ernstzunehmende Angelegenheit. Für Leistungssportler kann die Diagnose sogar das Ende der Karriere bedeuten. Aber auch für Freizeitsportler gilt, dass ein akuter Knorpelschaden möglichst zeitnah und vor allem angemessen behandelt werden sollte. Wir erleben es in unserer Praxis immer wieder, dass Sportler um die 50 die Praxis aufsuchen, weil der Knorpelschaden im Knie, den sie sich in jüngeren Jahren beim Sport zugezogen haben, nicht richtig ausgeheilt ist und ihnen nun große Probleme bereitet.

Tatsächlich ist die Heilungsfähigkeit des Gelenkknorpels bei Verletzungen begrenzt. Umso wichtiger ist es, baldmöglich einen Kniespezialisten aufzusuchen, wenn der Verdacht auf eine Knorpelschaden im Knie besteht.

Früher konnten sich die Betroffenen bei einem Knorpelschaden nicht sicher sein, dass sie ihr Kniegelenk im Sport wieder so belasten können wie vor der Verletzung. Das hat sich dank neuartiger Therapieverfahren geändert: Heute ist die Aussicht, akute Verletzungen des Gelenkknorpels erfolgreich zu behandeln, besser denn je.

Ziel der Knorpeltherapie

Ziel ist die Reparatur und Regeneration des Knorpeldefekts mit einer möglichst hohen Knorpelqualität. Hierfür stehen uns verschiedene Therapiekonzepte zur Verfügung: von der Mikrofakturierung bis hin zu Minced Cartilage.

Kleinere, oberflächliche Knorpelschäden lassen sich häufig konservativ behandeln. Infrage kommen z.B. eine medikamentöse Schmerztherapie in Kombination mit einer Physiotherapie und gezielten Übungen zum Muskelaufbau zur Entlastung des Gelenks. Oft empfehlen wir auch, eine Orthese oder Bandage zu tragen. Eine weitere Behandlungsoption sind Injektionen von Hyaluronsäure direkt ins Kniegelenk. Gute Erfahrungen haben wir mit einem speziell aufbereiteten Konzentrat gemacht, das auf dem Eigenblut des Patienten basiert: Es ist reich an Thrombozyten und Wachstumsfaktoren und regt sehr effektiv die Knorpelregeneration an. Man kennt dieses Verfahren auch als Platelet-Rich-Plasma- oder PRP-Therapie.

Wann eine OP notwendig ist

Sind ganze Knorpelstücke oder eine größere Knorpelschicht herausgeschlagen, ist eine OP notwendig. Die Methode richtet sich nach Art und Größe des Defekts. Ausgefranste oder instabile Knorpelanteile können meist im Rahmen einer Arthroskopie abgetragen werden. Manchmal ist es auch möglich, abgesprengte Knorpelteile wieder anzukleben oder anzuschrauben, häufiger müssen sie jedoch entfernt werden.

Bei einem ausgedehnten Knorpelschaden ist oft eine Knorpelzellersatztherapie sinnvoll. Hier geben wir, wann immer möglich, der minimalinvasiven, arthroskopisch durchgeführten Minced-Cartilage-Methode den Vorzug. Anders als etwa bei der Autologen Chondrozytentransplantation ist nur ein Eingriff notwendig und es muss auch keine längere Wartezeit eingeplant werden, in der der Knorpel erst einmal im Labor angezüchtet wird. Stattdessen werden körpereigene Knorpelstücke zur Reparatur verwendet, die direkt entnommen, zerkleinert und dann als eine Art Paste in den Defekt eingebracht werden – und so die Knorpelreparatur in Gang setzen. Die Ergebnisse sind sehr überzeugend. Wichtig ist jedoch eine gute Nachsorge.

Wenn Ihnen Ihr Knie Probleme bereitet, wenden Sie sich an uns! Wir vom OZM Orthopädie Zentrum München im Helios – MVZ sind spezialisiert auf die Diagnostik und Behandlung sämtlicher Schäden an Meniskus, Kreuzband, Knorpel, Kniescheibe und viele weiteren Beschwerden und Verletzungen des Kniegelenks und helfen Ihnen gern weiter.

 

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