Iliosakralgelenke – Aufbau und mögliche Beschwerden

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Mit einem Großteil unserer Gelenke sind wir bestens vertraut. Doch sagt Ihnen auch das Iliosakralgelenk etwas? Als Orthopäden in München wissen meine Kollegen und ich natürlich genau, um welches Gelenk es sich dabei handelt. Das Iliosakralgelenk stellt die Verbindung zwischen Hüfte bzw. Beckenschaufeln (Darmbein) und dem unteren Teil der Wirbelsäule dar und ist oftmals der Grund für quälende Kreuzschmerzen.

Was ist das Iliosakralgelenk?

Iliosakralgelenke (ISG), auch als Kreuz-Darmbein-Gelenke bezeichnet, liegen jeweils links und rechts schräg unterhalb der Lendenwirbelsäule und bilden die Verbindungsstelle zwischen dem Darmbein, das zum Becken gehört, und dem Kreuzbein, das die Wirbelsäule im Anschluss an den Lendenwirbelsäulenbereich fortsetzt. Damit sind sie wesentlich an der Kraftübertragung vom Oberkörper auf die Beine beteiligt. Stabilisiert werden die Iliosakralgelenke von einem straffen Bandapparat. Wie alle anderen Gelenke können auch sie von degenerativen Veränderungen betroffen sein, wie einem Verschleiß der Gelenkflächen. Zudem lösen mitunter kleinste Überlastungen oder Verschiebungen des Iliosakralgelenks starke Schmerzen aus.

ISG-Sydrom – Schmerzen im Iliosakralgelenk

Charakteristisch für ein ISG-Syndrom sind vor allem Kreuzschmerzen, die meist als bewegungs- bzw. belastungsabhängige, tief sitzende Schmerzen im unteren Rücken beschrieben werden. Diese treten vor allem nach längerem Sitzen oder Stehen auf und werden nicht selten mit einem Hexenschuss oder einem lumbalen Bandscheibenvorfall (Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule) verwechselt. In der Regel leiden Betroffene auch unter einseitigen Schmerzen, die ins Bein oder bis zum Fuß ausstrahlen können. Ebenfalls sind plötzlich auftretende Schmerzen nach ungewohnten Bewegungen keine Seltenheit.

Therapie: Was hilft bei Schmerzen im Iliosakralgelenk?

Schmerzen und Bewegungsbeeinträchtigungen stellen nicht nur für die Patienten, sondern auch für erfahrene Orthopäden eine Herausforderung dar. Der Grund: Es gilt, aus einer Vielzahl infrage kommender Auslöser die eine Ursache sicher ermitteln zu können. Steht schließlich die Diagnose, wird zur Behandlung des Iliosakralgelenks grundsätzlich eine konservative Behandlungsstrategie bevorzugt. Neben der Einnahme von schmerzlindernden Medikamenten in Kombination mit physio- bzw. manualtherapeutischen Maßnahmen und gezielten Wärmeanwendungen sind auch Injektionen direkt in das Schmerzgebiet eine etablierte Therapiemethode. Sind konservative Methoden hingegen ausgeschöpft, kann eine Operation als letzte Lösung vorgeschlagen werden. Dabei handelt es sich um eine minimalinvasive Versteifung des Iliosakralgelenks, bei der dreieckig geformte Implantate mit einer speziellen Titanoberflächenbeschichtung eingesetzt werden. In der Regel muss dabei keine Bewegungseinschränkung befürchtet werden. Im Gegenteil: Da das Schmerzproblem auf diese Weise mit hoher Wahrscheinlichkeit beseitigt wurde, werden sich Patienten sogar wieder deutlich beweglicher fühlen.

Benötigen Sie weitere Informationen zu diesem Thema? Wir im MVZ im Helios, Ihre Orthopädie München Nord, freuen uns auf Ihren Besuch.

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