Kalkschulter – Wenn die Schulter schmerzt

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Ob Haare föhnen, etwas aufhängen oder einfach nur das T-Shirt über den Kopf ziehen – wer schon mal mit Schulterschmerzen zu kämpfen hatte, weiß, welche Probleme Alltagsbewegungen machen können, bei denen der Arm über Schulterhöhe gehoben werden muss. Häufig sind Kalkablagerungen schuld an diesen Schmerzen, die oft nur als Zufallsbefund entdeckt werden. Dabei wissen wir als Schulterspezialist München, dass sich die Schmerzen in vielen Fällen nachhaltig lindern lassen.

Diagnose „Kalkschulter“

Bei einer Kalkschulter finden sich Kalkansammlungen im Ansatzbereich der Rotatorenmanschette. Als mögliche Auslöser werden Mikroverletzungen oder ein Engpass im Schulterdach im Übergangsbereich zwischen Muskulatur und Sehnenansatz gehandelt. Dies führt dazu, dass in den Sehnen gelegene Knorpelzellen langsam verknöchern. Da die Verknöcherung Monate oder auch Jahre dauern kann, verursacht die Kalkablagerungen in vielen Fällen zunächst keine Beschwerden. Problematisch wird es erst, wenn die Ablagerungen eine Größe erreicht haben, wodurch es unter dem Schulterdach buchstäblich zu eng für die Supraspinatussehne wird. Diese hat schon von Natur aus wenig Platz zwischen Oberarmkopf und Schulterdach, und die permanente Reizung ruft dann eine schmerzhafte Entzündung hervor.

Typisches Krankheitsbild

Typisch ist ein wellenförmiger Verlauf: Die Schmerzen treten in Intervallen auf, halten einige Zeit an und klingen wieder ab – um dann einige Tage oder Wochen später umso stärker erneut in Erscheinung zu treten. Man könnte sagen, das Krankheitsbild ist unberechenbar. Umso wichtiger ist für eine angemessene Therapiestrategie eine genaue Diagnose. Hierfür muss herausgefunden werden, wo genau sich der Kalk angesammelt hat, welche Konsistenz er hat und um wie viele Kalkdepots es sich überhaupt handelt. Dies können neben der klinischen Untersuchung bildgebende Verfahren wie eine Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung beantworten.

Behandlung der Kalkschulter

Im Vordergrund der Behandlung stehen dann zunächst konservative Maßnahmen zur Linderung der Schmerzen. Hierzu gehören entzündungshemmende Medikamente und Cold Packs zur regelmäßigen Kühlung der betroffenen Region. Mitunter bieten sich auch Injektionen mit Kortison an (allerdings keinesfalls mehr als drei Behandlungen, da die Sehne sonst womöglich geschädigt wird). Gute Erfahrungen konnten wir im MVZ im Helios mit der Stoßwellentherapie machen, mit der die Kalkdepots mittels Druckwellen zerkleinert und vom Körper anschließend abtransportiert werden. Krankengymnastik hilft dagegen allenfalls dann, wenn die Schulter einzusteifen droht. Treten die Schmerzen trotz aller Bemühungen wieder auf, ist zu empfehlen, die Kalkdepots im Rahmen einer Arthroskopie operativ zu entfernten. Gegebenenfalls kann eine krankhafte Verengung des Schulterdachs dann gleich mit behoben werden. Der Eingriff ist für die Betroffenen aber nur wenig belastend und die Phase der Rekonvaleszenz kurz.

Leiden auch Sie unter Beschwerden der Schulter und fühlen sich beim Lesen des Krankheitsbildes der Kalkschulter angesprochen? Gern unterstützen wir Sie als Schulterspezialist München bei der Diagnose und freuen uns auf Ihren Besuch im MVZ im Helios.

 

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