Probleme beim Gehen? Oft die Folge eines verengten Wirbelkanals!
Wenn bereits der kurze Weg zum Bäcker oder zum Supermarkt um die Ecke Schmerzen in den Beinen verursacht, die erst wieder nachlassen, wenn man stehenbleibt, wird es höchste Zeit, sich ärztlich untersuchen zu lassen. Denn fast immer steckt eine ernsthafte Erkrankung dahinter.
Bei Menschen im höheren Lebensalter kommen vor allem zwei Ursachen infrage: entweder eine gestörte Durchblutung in den Beinen – eine periphere arterielle Verschlusskrankheit, kurz pAVK oder „Schaufensterkrankheit“; dann sollte man sich an einen Internisten oder Gefäßmediziner wenden. Oder es ist ein verengter Wirbelkanal im Bereich der Lendenwirbelsäule verantwortlich – dies ist ein Fall für uns Orthopäden.
Besserung durch Stehenbleiben
Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit lassen die Schmerzen typischerweise nach einer kurzen Pause nach und man kann weitergehen. Das ist bei einer Wirbelkanalverengung oder Spinalkanalstenose ganz ähnlich. In diesem Fall bessern sich die Beschwerden jedoch, wenn man seinen Oberkörper nach vorn beugt. Deshalb fällt Patienten mit einer Spinalkanalstenose meist auch das Treppensteigen leichter als einem pAVK-Patienten. Bergabgehen, etwa beim Wandern, kann dagegen bei ihnen die Beschwerden verstärken.
Ausgangspunkt: Verengung
Ausgangspunkt der pAVK sind chronische Durchblutungsstörungen in den Beinen, hervorgerufen durch eine fortschreitende Verengung, z.B. in den Beinarterien. Dadurch werden die Muskulatur und das umliegende Gewebe bei Belastung nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt – und es entstehen die charakteristischen Schmerzen in den Beinen, die zum Stehenbleiben zwingen.
Auch bei der Spinalkanalstenose ist eine Einengung der Ausgangspunkt für die Schmerzen. Diese geht allerdings auf Abnutzungserscheinungen der Wirbelgelenke, Bandscheiben und Bänder zurück. Dadurch hat das im Wirbelkanal verlaufende Rückenmark mit den Nervenfasern nicht mehr genug Platz. Durch den Druck auf die Nerven reagieren sie gereizt und verursachen dann die Beschwerden.
Erst einmal konservativ behandeln
Eine schmerzhafte Wirbelkanalverengung ist behandlungsbedürftig: Im Extremfall drohen Lähmungserscheinungen und Störungen beim Wasserlassen und beim Stuhlgang, wenn nicht rechtzeitig eine Therapie eingeleitet wird. Bei moderaten Beschwerden kann eine Physiotherapie in Kombination mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten helfen, die Symptome zu lindern. Oft profitieren unsere Patienten auch von einem gezielten Kräftigungstraining der Rücken- und Bauchmuskulatur (Rückenschule). Sind die Schmerzen sehr heftig, kann auch eine Injektionstherapie mit schmerzstillenden, entzündungshemmenden, lokal betäubenden und/oder abschwellenden Präparaten direkt ins Schmerzgebiet für eine Linderung der Symptome sorgen.
Ist der Wirbelkanal stark verengt, ist eventuell eine Entlastungsoperation notwendig. Dabei gilt es, den Innendurchmesser des Wirbelsäulenkanals so zu erweitern, dass die komprimierten Nerven wieder befreit werden. Wenn möglich, gibt man heute der endoskopischen Operation den Vorzug vor einer offenen Operation, denn bei diesem, auch als „Schlüssellochchirurgie“ bekannten Eingriff ist nur ein kleiner Schnitt von bis zu einem Zentimeter Länge nötig.
Sie vermuten, dass Sie unter einer Spinalkanalverengung leiden? Sie leiden immer wieder unter Schmerzen, die sowohl Ihr Bein als auch Ihren unteren Rücken betreffen? Dann wenden Sie sich an uns! Wir vom OZM Orthopädie Zentrum München im Helios (MVZ) führen eine eingehende Diagnostik – auch mithilfe von bildgebenden Verfahren – durch, auf die wir dann die für Sie individuell passende Therapie abstimmen!
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