Symptomcheck: Leiden Sie unter einer Arthrose?

Je früher eine Arthrose erkannt und behandelt wird, desto besser ist die Aussicht, Beeinträchtigungen wie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen abzuwenden. Umso wichtiger ist es, mögliche Anfangssymptome ernst zu nehmen und sie baldmöglich orthopädisch abklären zu lassen. Allerdings: Oft sind sich die Betroffenen erst einmal gar nicht bewusst, dass Sie unter einem schmerzhaften Gelenkverschleiß leiden. Dabei gibt es durchaus einige Warnsignale. Ein häufiges erstes Zeichen von Arthrose ist der sogenannte ‚Anlaufschmerz‘: Zu Beginn der Bewegung verspürt man einen leichten Schmerz oder auch ein Spannungsgefühl, etwa in Knie oder Hüfte; mit Dauer der Bewegung klingen die Beschwerden wieder ab. Bleibt eine Behandlung aus, können sich weitere Beschwerden dazu gesellen, so z.B.:

Kniegelenk

– Sie gehen unsicher auf unebenem Boden.

– Insbesondere nach Belastungen schwillt das Kniegelenk an.

– Sie leiden unter Schmerzen des Kniegelenks bei Belastung wie Treppensteigen, vor allem beim Abwärtsgehen.

– Sie verspüren eine Einschränkung der Beweglichkeit der Kniegelenke.

Hüftgelenk

– Sie verspüren ein Steifigkeitsgefühl in der Hüfte.

– Sie haben Schmerzen in der Leiste, die über das Gesäß und Oberschenkel bis hin zum Knie ausstrahlen.

– Vor allem nachts werden Sie von Schmerzen in der Hüfte geplagt.

– Es stellen sich Ermüdungsschmerzen in der Hüfte nach längerem Laufen und Stehen ein.

– Ihre Hüfte ist nicht mehr normal beweglich; so haben Sie z.B. Schwierigkeiten, sich Strümpfe und Schuhe anzuziehen.

Schulter

– Sie verspüren Schmerzen im Schulterbereich, ohne sie genau lokalisieren zu können.

– Wenn Sie den Arm in die Senkrechte heben, löst dies Schmerzen aus.

– Nachts verstärken sich die Schmerzen, wenn Sie auf der erkrankten Seite liegen.

– Sie haben den Eindruck, die ganze Schulter ist nur noch eingeschränkt beweglich.

Wirbelsäule

– Die kleinen Wirbelgelenke (Facetten) schmerzen vor allem in Ruhe, insbesondere nachts, sodass Ihr Schlaf beeinträchtigt ist. Nach dem Aufstehen verschwinden die Beschwerden (erst einmal) wieder.

– Hat sich (im fortgeschrittenen Stadium) zusätzlich eine Wirbelkanalverengung entwickelt, fällt es Ihnen zunehmend schwerer, längere Strecken zu gehen, sodass Sie – oft bereits nach wenigen hundert Metern – immer wieder stehenbleiben oder Sitzpausen einlegen müssen.

Aktivierte Arthrose

Wenn sich starke Schmerzen und typische Entzündungszeichen wie eine Schwellung und Überwärmung des betroffenen Gelenks zu den Arthrosebeschwerden hinzugesellen, liegt in der Regel eine aktivierte Arthrose vor. In diesem Fall läuft eine akute Entzündung mit einem Gelenkerguss, z.B. als Folge einer Überlastung im Gelenk, ab. Schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente sowie eine maßvolle Physiotherapie helfen, die Beschwerden zu lindern.

Spätere Stadien sind von Dauerschmerzen gekennzeichnet, die auch im Ruhezustand anhalten. Ist der Knorpel vollständig abgerieben, kann das Gelenk komplett versteifen; ebenso sind Verformungen möglich. Soweit sollte man es nicht kommen lassen: Rechtzeitig behandelt, lässt sich die fortschreitende Gelenkschädigung stoppen oder zumindest deutlich verlangsamen.

Kommt Ihnen das eine oder andere Symptom bekannt vor? Sie haben schon länger das Gefühl, dass mit einem Ihrer Gelenke etwas nicht stimmt? Sie haben weitere Fragen zum Krankheitsbild? Sie würden gern wissen, wie man eine Arthrose stadiengerecht behandeln kann? Dann wenden Sie sich an uns! Wir vom OZM Orthopädie Zentrum München im Helios – MVZ helfen Ihnen gern weiter.

 

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