Eiszeit in der Schulter
Die Erkrankung kommt oft ohne Vorwarnung: Die Schulter schmerzt und sie wird immer steifer. Meist diagnostizieren wir in einem solchen Fall eine „Frozen Shoulder“, die wir medizinisch als „adhäsive Kapsulitis“ bezeichnen.
Häufig sind die Patientinnen und Patienten zwischen 40 und 60 Jahren alt, wobei die Anzahl der Patientinnen deutlich überwiegt.
Ist eine Frozen Shoulder Folge eines Unfalls, eines Sehnenrisses oder einer Operation, liegt eine sekundäre Form vor. Die genaue Ursache der primären Form ist dagegen unklar. Diskutiert wird u.a. eine genetische Disposition. Der Ausgangspunkt für das Krankheitsgeschehen einer Frozen Shoulder ist dagegen bekannt: An der Kapsel, die das Schultergelenk umgibt, spielen sich Entzündungsprozesse ab. Dadurch verdickt und verklebt die Gelenkkapsel, sie schrumpft und lässt dem Schultergelenk buchstäblich keinen Raum mehr für Bewegung.
Typischer Krankheitsverlauf
Eine Frozen Shoulder verläuft immer in Phasen mit fließenden Übergängen: Im Initialstadium dominiert der Schmerz mit zunehmender Bewegungseinschränkung. Nachts können die Patienten kaum schlafen, weil sie keine Position finden, in der sie schmerzfrei liegen können. In der zweiten Krankheitsphase steht die Schultersteifheit im Vordergrund. Dann ist die Schulter in ihrer Beweglichkeit so stark eingeschränkt, dass Alltagstätigkeiten kaum mehr ausgeführt werden können. Immerhin lassen nun die Schmerzen häufig etwas nach, weil die akute Entzündung langsam abklingt. Im dritten und letzten Stadium taut die Schulter wieder auf und sie lässt sich wieder besser bewegen.
Leider gibt es bislang keine Behandlung, die an der Ursache ansetzt. Aber in vielen Fällen heilt die Erkrankung vollständig aus – wenn auch viel Geduld gefragt ist. Insgesamt kann es etwa zwei Jahre, im Einzelfall auch länger dauern, bis die Erkrankung überstanden ist.
Maßnahmen, die helfen
Helfen können in dieser Zeit Maßnahmen, die auf eine Linderung der Schmerzen und Bewegungseinschränkungen abzielen. Hierbei orientiert sich die Therapie individuell an den jeweiligen Phasen. Beispielsweise stehen in der ersten Phase Schonung und anti-entzündliche Maßnahmen wie die Einnahme von nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) und Injektionen von Kortikosteroiden direkt ins Schultergelenk im Vordergrund. Einen entzündungshemmenden und schmerzlindernden Effekt hat auch die PRP-Therapie: Sie gehört zu den bioregenerativen Formen der Eigenbluttherapie, bei der aufbereitetes Blutplasma mit einer hohen Konzentration an Thrombozyten und Wachstumsfaktoren zum Einsatz kommt. Das Konzentrat wird ebenfalls direkt in die betroffene Schulter injiziert.
Wiedererlangung der Beweglichkeit
In Phase zwei des Krankheitsverlaufs geht es vor allem um eine behutsame Wiedererlangung der Beweglichkeit: Hier hat die Physiotherapie einen hohen Stellenwert. Auch die extrakorporale Stoßwellentherapie kann zu diesem Zeitpunkt einen wertvollen Beitrag zur Besserung der Beschwerden leisten. Die Therapieziele in der dritten Krankheitsphase sind die Wiederherstellung des vollen Bewegungsumfangs und die Kräftigung der umliegenden Muskulatur, um dauerhafte Einschränkungen zu vermeiden – und dies gelingt in den meisten Fällen auch.
Sie haben Symptome, die auf eine Frozen Shoulder hinweisen? Sie leiden unter akuten oder wiederkehrenden Beschwerden in der Schulter, die Sie gern abklären lassen möchten? Dann wenden Sie sich an uns! Wir vom OZM Orthopädie Zentrum München im Helios – MVZ helfen Ihnen gerne weiter.
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