Hilfe, der Daumen schmerzt

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Ob ein Glas greifen, einen Knopf schließen oder einen Reißverschluss zuziehen – für all diese Tätigkeiten bedarf es den Daumen. Macht dieser Probleme, wobei Kraftlosigkeit, Schmerzen, Kälteempfindlichkeit sowie Schwellungen zu den häufigsten Symptomen gehören, führt dies schnell zu einer unüberwindbaren Hürde. Doch woran kann das liegen und was bringt schnelle Hilfe? Meine Kollegen und ich im MVZ im Helios als Orthopädie München Nord stehen Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite.

Schmerzen im Daumen – womöglich steckt eine Rhizarthrose dahinter

Der Daumen ist der beweglichste Finger unserer Hand und essenziell, um zu Greifen zu können. Wer schon einmal probiert hat, ein Glas anzuheben, ohne dabei den Daumen zu benutzen, weiß, wovon die Rede ist. Seine Beweglichkeit verdankt er dem Daumensattelgelenk, das sich an der Basis des Daumens, zwischen Handwurzel und erstem Mittelhandknochen, befindet und an zahlreichen Greiffunktionen beteiligt ist. Treten Beschwerden am Daumen auf, wie beim Auswringen eines nassen Tuchs oder beim Drücken des Daumens gegen den Zeigefinger, kann eventuell eine Rhizarthrose die Ursache sein. Hierbei handelt es sich um degenerative Knorpelveränderungen des Daumensattelgelenks, die schätzungsweise als Neuerkrankung zu zwei Dritteln im Alter von 50 bis 70 Jahren auftritt. Auffällig ist dabei, dass häufiger Frauen unter der Erkrankung leiden als Männer. Grundsätzlich verläuft die Rhizarthrose in verschiedenen Stadien. Geht diese zunächst nur mit reinen Bewegungsschmerzen einher, kann im fortgeschrittenen Stadium auch eine gewisse Ruheschmerzkomponente hinzukommen. Im Endstadium ist der Knorpelverlust schließlich derart hoch, dass Knochen auf Knochen reibt und Schmerzen unausweichlich sind.

Typische Symptome der Rhizarthrose

Das typische Beschwerdebild einer Rhizarthrose zeichnet sich neben Schmerzen auch durch eine verminderte Kraft aus, die sich zum Beispiel beim Greifen bemerkbar macht. In manchen Fällen sind die Symptome so stark ausgeprägt, dass sogar Gegenstände fallen gelassen werden. Um irreparablen Langzeitschäden, wie schmerzhaften Verformungen und Versteifungen, vorzubeugen, sollte eine Rhizarthrose möglichst frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden. Beschwerden sollten deshalb umgehend von einem Orthopäden abgeklärt werden – auch, um andere Ursachen auszuschließen.

Mögliche Therapieansätze

Bei der Therapie der Rhizarthrose helfen im Anfangsstadium unter anderem lokal wirkende, entzündungshemmende Mittel und spezielle Handgelenks- oder Daumenschienen zur Entlastung bzw. Ruhigstellung. Gegebenenfalls bieten sich auch Injektionen mit Kortison oder Hyaluronsäure an. Ergänzend haben sich physikalische Maßnahmen wie Wärme-, Kälte- oder Reizstromanwendungen und krankengymnastische Übungen bewährt. Bei weit fortgeschrittenen Arthroseformen stellt eine gelenkerhaltende Operation eine weitere Möglichkeit dar. Ziel der sogenannten Umstellungsosteotomie ist es, die Gelenkfläche des Daumensattelgelenks operativ umzustellen. Je nach Befund kann alternativ auch eine Totalprothese eingesetzt werden.

Haben Sie noch weitere Fragen zur Rhizarthrose oder leiden Sie womöglich selbst unter Schmerzen im Daumen? Dann scheuen Sie sich nicht, uns im MVZ im Helios als Ihre orthopädische Praxis München zu kontaktieren.

 

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