Rhizarthrose: Wenn die Daumenwurzel schmerzt

Schraubverschlüsse drehen, Knöpfe öffnen, die Leertaste der Computertastatur bedienen, WhatsApp-Nachrichten ins Handy tippen – wenn diese und andere Handgriffe (stechende) Schmerzen im Bereich des Daumenballens hervorrufen, sollte man nicht darauf warten, dass die Beschwerden irgendwann von selbst wieder verschwinden. Denn häufig steckt eine fortschreitende degenerative Gelenkerkrankung – eine Rhizarthrose  – dahinter.

Als Rhizarthrose wird ein Verschleiß des Knorpels im Daumensattelgelenk, also der Daumenwurzel (griechisch: Rhiz), bezeichnet: Das ist das Gelenk, dem der Daumen seine enorme Beweglichkeit verdankt. Es befindet sich in der Nähe des Handgelenks und verbindet den ersten Mittelhandknochen mit dem Vieleckbein des Handwurzelknochens.

Die Rhizarthrose ist neben der Heberden-Arthrose, bei der sich die Arthrose an den Fingerendgelenken abspielt, die häufigste degenerative Erkrankung der Hand. Besonders oft betroffen sind Frauen: Mindestens jede dritte Frau über 50 Jahren leidet unter Rhizarthrose, wohingegen Männer eher selten an dieser Arthroseform erkranken.

Akute Schmerzepisoden

Typische Anzeichen sind ein Nachlassen der Kraft bei Tätigkeiten des Daumens und belastungsabhängige Schmerzen in der Region zwischen Daumenwurzel und Handgelenk, insbesondere beim Halten und Greifen von Gegenständen oder eben bei Drehbewegungen. Aber auch nachts können sich mit der Zeit Beschwerden bemerkbar machen.

Zudem hat die Rhizarthrose eine ausgeprägte entzündliche Komponente, sodass immer wieder akute Schmerzepisoden auftreten. Im fortgeschrittenen Stadium sind bleibende Funktionseinbußen möglich – bis hin zum Schwund der Daumenmuskulatur. Umso wichtiger ist es, einem Fortschreiten der Erkrankung durch eine möglichst frühzeitige Behandlung entgegenzuwirken.

Schmerzlinderung und Funktionserhalt – die Therapieziele

Auch wenn eine vollständige Heilung nicht möglich ist, lässt sich ein Fortschreiten des Gelenkverschleißes mithilfe einer stadiengerechten Therapie häufig deutlich verlangsamen. Im Idealfall gelingt es, dass Alltagsbewegungen mit Daumenbeteiligung wieder weitgehend schmerzfrei möglich sind und die Funktion erhalten bleibt.

Helfen können neben lokal wirkenden entzündungs- und schmerzlindernden Salben oder Tabletten auch individuell angepasste Daumenorthesen, die den Daumen bei Aktivität stabilisieren und gleichzeitig entlasten, indem sie z.B. die Krafteinwirkung auf das Daumensattelgelenk minimieren. Darüber hinaus haben sich Infiltrationen ins Gelenk mit Hyaluronsäure bewährt. Eine weitere empfehlenswerte Behandlung ist die PRP-Therapie. PRP steht für „plättchenreiches Plasma“, ein aus patienteneigenem Blut gewonnenes und speziell aufbereitetes Konzentrat, das neben Blutplättchen auch zahlreiche Wachstumsfaktoren enthält. Ins Gelenk injiziert, wirkt das Konzentrat direkt vor Ort den Entzündungsprozessen entgegen und lindert die Schmerzen. Gerade bei Arthrose haben wir mit dem Verfahren gute Erfahrungen gemacht.

Zu einem chirurgischen Eingriff (z.B. Trapezektromie) raten wir in der Regel nur dann, wenn alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sind bzw. die Beschwerden auf diese Weise nicht mehr wirksam gelindert werden können, sodass die Lebensqualität unserer Patientin oder unseres Patienten erheblich beeinträchtigt ist.

Sie haben weitere Fragen zur Rhizarthrose? Sie leiden unter Hand-, Finger- oder Armbeschwerden, die Sie gern abklären lassen möchten? Dann wenden Sie sich an uns! Wir vom Orthopädischen Versorgungszentrum im MVZ im Helios helfen Ihnen  gern weiter.

Nur so ist gewährleistet, dass sie auch wirklich richtig sitzt, also an den entscheidenden Stellen stabilisiert und entlastet, indem sie z.B. die  Krafteinwirkung auf das Daumensattelgelenk minimiert.
Sie haben weitere Fragen zum Krankheitsbild der Rhizarthrose? Dann wenden Sie sich an uns! Wir vom Orthopädischen Versorgungszentrum im MVZ im Helios helfen Ihnen gerne weiter.

 

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