Schulterschmerzen – manchmal liegt es am Schleimbeutel!

Schmerzen beim Anheben des Arms, Probleme bei Überkopfarbeiten und unruhige Nächte: Hinter diesen Beschwerden kann eine Schleimbeutelentzündung der Schulter, eine Bursitis, stecken.

Schleimbeutel sind kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Säckchen aus Bindegewebe, die im Körper als natürliche Puffer dienen. In Gelenken liegen sie meist zwischen Knochen, Sehnen und/oder Muskeln und sorgen dafür, dass diese Strukturen bei Bewegungen reibungslos aneinander vorbeigleiten können. Auch in der Schulter befinden sich mehrere Schleimbeutel. Sie alle können entzünden, besonders oft ist der größte Schleimbeutel (Bursa subacromialis) betroffen, der zwischen Schulterdach und den Sehnen der Rotatorenmanschette liegt.

Am häufigsten reizt wiederholte Belastung den Schleimbeutel unter dem Schulterdach – etwa bei Überkopfarbeit, schwerem Heben oder Sportarten wie Tennis oder infolge einer falschen Schwimmtechnik. Aber auch eine Sportverletzung oder ein Sturz auf die Schulter können eine Bursitis auslösen. Im höheren Lebensalter treten Schleimbeutelentzündungen häufig gemeinsam mit anderen Schulterproblemen auf, etwa mit degenerativen Veränderungen der Rotatorenmanschette oder einem Engpass-Syndrom (Impingement-Syndrom).

Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit

Nicht bei allen Betroffenen sind die Beschwerden gleichermaßen intensiv, doch häufig ist eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter ziemlich schmerzhaft. Diese Schmerzen treten typischerweise beim seitlichen Anheben des Arms und bei Bewegungen über Kopf auf. Oft schmerzt die Schulter aber auch nachts oder beim Liegen auf der betroffenen Seite. Hinzu kommt eine eingeschränkte Beweglichkeit: Wegen der Schmerzen fällt es häufig schwer, den Arm vollständig anzuheben oder nach hinten zu bewegen. Zudem kann der betroffene Bereich druckempfindlich sein.

Eine eindeutige Diagnose ist wichtig!

Meist lässt sich eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter konservativ behandeln. Entscheidend ist eine klare Diagnose – auch, um andere Schultererkrankungen auszuschließen. Zudem sollte abgeklärt werden, ob die die Entstehung der Bursitis eventuell durch ein anderes Schulterproblem begünstigt wurde. Deshalb ist der Schulterspezialist gefragt, der mit einer sorgfältigen Diagnostik den Ursachen auf den Grund gehen und eine angemessene Behandlung einleiten kann – andernfalls besteht die Gefahr, dass die Schleimbeutelentzündung immer wieder auftritt bzw. nicht vollständig abklingen und chronisch werden kann.

Wichtig ist Schonung!

Eine der wichtigsten Therapiemaßnahmen ist, die Schulter vorübergehend zu entlasten, und Bewegungen, die starke Schmerzen verursachen, möglichst zu vermeiden. Zur Linderung der Schmerzen eignen sich das Kühlen mit Coldpacks und entzündungshemmende Schmerzmittel. Bei länger anhaltenden Beschwerden verordnen wir meist eine Physiotherapie zur Wiederherstellung der Beweglichkeit und Verbesserung der Schultermechanik; gelegentlich raten wir auch zu einer Kortisoninjektion. Gute Erfahrungen haben wir zudem mit der PRP-Therapie gemacht, die die Entzündung hemmen und die Selbstheilung unterstützen kann.

Wichtig zu wissen: Starke oder zunehmende Schmerzen in der Schulter in Kombination mit Fieber, Rötung und Überwärmung, aber auch eine deutliche Bewegungseinschränkung oder Beschwerden nach einem Unfall sollten zeitnah ärztlich abgeklärt werden. Treten Schulterschmerzen plötzlich und zusammen mit Brustschmerz, Atemnot /und oder Kreislaufproblemen auf, gilt: sofort 112 rufen.

Sie haben Schmerzen in der Schulter? Dann wenden Sie sich an uns! Wir vom OZM Orthopädie Zentrum München im Helios helfen Ihnen gern weiter.

 

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