Mikrochirurgische Eingriffe an der Wirbelsäule

Der operative Eingriff zur Behebung von Bandscheibenschäden und der von ihnen verursachten Rückenschmerzen ist die letzte Option im Rahmen unseres therapeutischen Stufenplans. Als erfahrene Orthopäden und Neurochirurgen wissen wir, wann eine Operation wirklich angezeigt ist und wägen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren gemeinsam mit unseren Patienten sorgfältig gegeneinander ab. Ist eine offene Operation bei Bandscheibenvorfällen oder krankhaften Wirbelkanalveränderungen unumgänglich, setzen wir neue, mikrochirurgische Operationsmethoden ein, die nicht nur den Therapieerfolg selbst verbessern, sondern auch die operationsbedingten Gewebeschädigungen in immer engeren Grenzen halten. Dafür ist ein hochleistungsfähiges Operationsmikroskop in der Wirbelsäulenchirurgie unentbehrlich.

Mit höherer Vergrößerung und stärkerer Beleuchtung sind im Operationsmikroskop mehr anatomische Details zu erkennen als mit der Lupe. Spezielle Instrumente erlauben Schnitte und Nähte in schwer zugänglichen Bereichen mit geringen Abmessungen. Bei der Mikrochirurgie wird das Operationsgebiet nicht mehr durch den klassischen Zugang auf einer Länge von 3 bis 4 Zentimeter freigelegt, sondern es wird über einen Trokar (Hülse)-gestützten Zugang von nur noch 1 bis 1,5 Zentimeter erreicht – auf diese Weise wird ein größeres Gewebetrauma vermieden. Durch Entfernung des vorgefallenen Gewebes und der verschlissenen Bandscheibenanteile wird die eingeengte Nervenwurzel befreit. Nerven, Muskeln und andere Gewebeteile des Patienten werden so effektiv wie möglich geschont. Im MVZ im Helios verwenden wir ein Operationsmikroskop der marktführenden Firma Zeiss, das sich für dieses mikrochirurgische Anwendungsspektrum als bestes Gerät erwiesen hat. Durch seine extreme Tiefenschärfe, die homogene Beleuchtung und den dreidimensionalen, brillanten Bildeindruck sind selbst in tiefen und schmalen Kanälen hervorragende Sichtverhältnisse für die Operateure gewährleistet.

Vorteile

  • Alle Risiken, die mit einer konventionellen „großen“ Bandscheibenoperation zwangsläufig verbunden sind, sind auf ein Minimum reduziert:
  • das Risiko für die gefürchtete Narbenbildung (Postnukleotomiesyndrom) ist geringer, weil weniger Gewebe zerstört wird.
  • Die postoperativen Schmerzen und die Infektionsgefahr sind geringer, die Wundheilung verläuft schneller.
  • Statt mehrwöchigem Klinikaufenthalt und mehrmonatiger Krankschreibung kann der Patient schon wenige Tage nach dem endoskopischen Eingriff wieder nach Hause gehen und schon bald wieder seine gewohnten Alltagstätigkeiten aufnehmen.

Mehr zum Thema:

Das MVZ im Helios hat eine Broschüre zum Fachbereich „Wirbelsäule“ veröffentlicht. Nachfolgend können Sie diese als PDF herunterladen.

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2.1 Wirbelsäule