Was tun bei einer Zyste an der Wirbelsäule?

MVZ_Zyste_Wirbelsäule

Eine gutartige Zyste an der Wirbelsäule klingt gefährlich, ist an sich aber völlig harmlos

Eine Zyste an der Wirbelsäule (Synovialzyste) bezeichnet einen Hohlraum im Spinalkanal, der mit Flüssigkeit gefüllt ist. Auch wenn sie nicht gefährlich ist, kann die Synovialzyste abhängig von Lage und Größe zu großen Problemen führen. So beispielsweise, wenn die Zyste im Spinalkanal aufgrund von Platzmangel auf umgebende Nerven und Gewebe Druck ausübt. Dieses Phänomen lässt sich durch uns Orthopäden im MVZ im Helios als Ihre Wirbelsäulenspezialisten München in der Regel gut therapieren. Neben einer Symptome Therapie ist in der Regel die operative Entfernung der Zyste am erfolgreichsten.

Häufigkeit: Wer ist von Synovialzysten betroffen?

Zysten an der Wirbelsäule treten im Vergleich zu einem engen Lendenwirbelkanal (Spinalkanalstenose) oder zu Bandscheibenvorfällen seltener auf. Dank der verfeinerten, aussagekräftigeren Diagnostikverfahren lassen sich die Zysten aber immer häufiger entdecken, nicht selten jedoch als Zufallsbefund. Dabei sind Synovialzysten aus medizinischer Sicht nicht gefährlich. Problematisch ist der Druck, der, verursacht durch die Zyste, auf umliegende Strukturen ausgeübt wird. Grundsätzlich können die Synovialzysten in allen Wirbelsäulenabschnitten (Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule) sowie am Kreuzbein auftreten. Als Wirbelsäulenspezialist München wissen wir jedoch, dass sie vorwiegend im Bereich des unteren Rückens zu finden sind. Betroffen sind geringfügig mehr Frauen als Männer, überwiegend im Alter ab etwa 50 Jahren.

Symptome: Wie macht sich die Synovialzyste bemerkbar?

Typische Symptome von spinalen Zysten sind ausstrahlende, hartnäckige Schmerzen vorzugsweise ins Bein (abhängig davon welche Nervenwurzel betroffen ist und komprimiert wird), die denen eines Bandscheibenvorfalls gleichen. Diese zeigen sich bereits ab einer Zystengröße von wenigen Millimetern und treten nicht nur bei Bewegung, sondern auch im Ruhezustand auf. Ist der Druck sehr hoch, sind auch Taubheitsgefühle oder sogar Muskellähmungen als Symptome keine Seltenheit. Anders verhält es sich hingegen bei nach außen gerichteten (extraspinalen) Synovialzysten, die auf keine Nervenwurzel drücken und daher meist symptomlos sind.

Wie lässt sich eine Zyste diagnostizieren?

Bei der Suche nach einer möglichen Zyste in der Wirbelsäule ist die Magnetresonanztomografie (MRT) eines der wichtigsten Diagnostikverfahren. Dabei werden alle Strukturen optimal in verschiedenen Ebenen abgebildet, wodurch sich Veränderungen im Wirbelsäulenbereich – wie beispielsweise Entzündungen und Blutungen, ein enger Spinalkanal, ein Bandscheibenvorfall, Zysten und Tumoren – am besten zeigen lassen. So liefern die Aufnahmen auch präzise die Lokalisation und die Ausdehnung der vorhandenen Zysten. Diese Informationen sind unerlässlich für uns Orthopäden im MVZ im Helios als Ihre Wirbelsäulenspezialisten München, um die Zyste im Anschluss womöglich zu entfernen.

Nichtoperative Therapie

Die Therapieform ist ohne Frage immer abhängig vom Beschwerdegrad. Stehen Schmerzen ohne neurologische Ausfälle im Vordergrund, kann die Symptomtherapie noch mit konservativen Mitteln, wie gezielten Kortisonspritzen oder einer medikamentösen Schmerztherapie, durchgeführt werden. Dies kann Betroffenen möglicherweise bereits zu einer beschwerdefreien Zeit verhelfen. Als Wirbelsäulenspezialist München wissen meine Kollegen und ich aus unserem Praxisalltag, dass auch eine spontane Rückbildung der Zyste in Einzelfällen auftreten kann. Das ist aber eher selten. Fraglich ist auch, ob dies dauerhaft eine Lösung darstellt. Häufig füllen sich entleerte Zysten relativ schnell wieder mit Flüssigkeit, sodass nach einem beschwerdefreien Intervall erneut Schmerzen auftreten können und die Symptom Therapie erforderlich wird.

Operative Therapie

Um umfassende Beschwerdefreiheit zu erreichen, ist die operative Entfernung der Zyste in den meisten Fälle der Behandlungsschritt der Wahl. Erforderlich wird dafür die mikrochirurgische Dekompressionsoperation. Bei der minimalinvasiven Operation ist es das Ziel, die Zyste vollständig von den umliegenden Nervenwurzeln abzulösen und zu entfernen. Dies ist mit guten klinischen Ergebnissen, einer schnellen Reduktion der Beschwerden sowie einer minimalen relevanten Rezidivrate verbunden.

 

Sie leiden an ähnlichen Symptomen, wie sie bei nicht gefährlichen Synovialzysten auftreten? Als Wirbelsäulenspezialist München nehmen wir uns im MVZ im Helios Ihrer Beschwerden gern an und gehen diesen auf den Grund.

 

 

Beratung vereinbaren

 

Beitrag teilen

Neueste Beiträge

Allgemein, Fuß

06. Juli 2026

Muss ein Hallux valgus immer operiert werden?

Häufig wird uns von Betroffenen die Frage gestellt, ob einHallux valgus denn wirklich operiert werden müsse. Um es gleich vorwegzusagen: Dies kann letztlich nur individuell von Fall zu Fall entschieden werden. Ein entscheidendes Kriterium gibt es jedoch: wenn der Leidensdruck, z.B. wegen der Schmerzen, immer belastender wird. Hallux valgus ist der medizinische Fachausdruck für eine […]

Beitrag lesen
Allgemein, Knie

06. Juli 2026

Sport an heißen Tagen – darauf sollten Sie achten

Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft verbessert die körperliche Leistungsfähigkeit und macht Spaß – vor allem wenn draußen angenehme Temperaturen herrschen. Wir raten unseren Patientinnen und Patienten, die z.B. zu Muskelverspannungen neigen oder unter Gelenkschmerzen leiden, deshalb gerade in den wärmeren Monaten zu mehrkörperlicher Aktivität, etwa zu einer gelenkschonendenSportart wie Schwimmen, Aquagymnastik, Radfahren oder Nordic […]

Beitrag lesen
Hand & Arm

15. Juni 2026

Wenn der Finger „stecken bleibt“

Wenn die Beugesehne eines Fingers – Ringfinger, kleiner Finger oder Daumen – nicht mehr ungehindert durch das umliegende Ringbandsystem gleiten kann, verhakt sich der Finger bei der Beugung. Er kann dann nur noch mit viel Kraftaufwand gestreckt werden – bis es zu einem schmerzhaften ruckartigen Schnellen bzw. Schnappen des Fingers kommt. Das Krankheitsbild nennt sich […]

Beitrag lesen

Kontakt & Anfahrt

Rufen Sie uns an

089 159277-0

Telefonisch sind wir erreichbar:
Montag - Freitag von 07:30 - 19:00 Uhr

Unsere Sprechzeiten

Mo. - Do.

08:00 - 12:30 Uhr

14:00 - 18:00 Uhr

Fr.

08:00 - 12:30 Uhr

13:00 - 16:00 Uhr

und nach Vereinbarung

Für Patienten mit akuten Beschwerden halten wir Notfalltermine bereit, die jeden Tag ab 08:00 Uhr telefonisch abgefragt werden können.

Hier finden Sie uns

OZM Orthopädie Zentrum München im Helios | MVZ

Helene-Weber-Allee 19

80637 München

xxxx

Schreiben Sie uns