Schwachstelle Knie

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Skifahren zählt zu den beliebtesten Wintersportarten. Doch auch geübte Skifahrer sind nicht vor Sturzverletzungen gefeit. Besonders häufig treten dabei Knieverletzungen auf, allen voran Rupturen des Kreuzbandes und Schäden der Menisken. Bleiben diese Verletzungen unbehandelt, kann es neben einer Instabilität auch zu gravierenden Folgeschäden kommen. Daher bieten sich die folgenden Behandlungsmöglichkeiten an, um einem schwer verletzten Knie wieder zu seiner vollständigen Funktionsfähigkeit zu verhelfen:

Diagnose: Kreuzbandriss

Kreuzbänder sind sehr reißfest und machen einen Großteil der Kniegelenkstabilität aus. Entsprechend „wackelig“ fühlen sich Patienten auf den Beinen, wenn das Kreuzband gerissen ist. Ist das vordere Kreuzband betroffen, lässt sich dies in der Regel mithilfe des sogenannten Schubladentests herausfinden (das Schienbein lässt sich gegenüber dem Oberschenkel nach vorne verschieben). Weitere Merkmale sind Schmerzen und Schwellungen. Nicht selten bildet sich auch ein Gelenkerguss. Zur endgültigen Diagnose ist immer eine Untersuchung mittels Röntgen oder Kernspintomografie (gegebenenfalls auch einer Arthroskopie) notwendig, die eine direkte Betrachtung des Gelenkinnenraums erlaubt.

Behandlung

Abhängig davon, welche Bänder betroffen sind und ob Begleitverletzungen vorliegen, erfolgt eine entsprechende Behandlung. So empfiehlt sich bei einem Innenbandriss am Knie im Allgemeinen eine konservative Therapie. Der Patient trägt dabei vier bis sechs Wochen eine Schiene, wodurch das Knie bei Beugung und Streckung stabilisiert wird. Anders verhält es sich bei einem Kreuzbandriss. Hier führt eine konservative Therapie meist zu keiner dauerhaften Stabilität des Knies. Gerade bei jungen, sportlich aktiven Patienten ist daher eine operative Versorgung notwendig. Vorausgesetzt, es bestehen keine weiteren Verletzungen am Knie, wird die OP erst nach dem Abklingen des Reizzustands angesetzt (dies ist etwa sechs Wochen nach dem Unfall der Fall). Da ein gerissenes Kreuzband nicht einfach genäht werden kann, muss es durch ein Transplantat ersetzt werden. Verwendet wird hier eine körpereigene Sehne, die operativ in den ursprünglichen Verlauf des gerissenen Kreuzbands eingebracht wird. In der Regel kommt die Kniescheibensehne (Patellarsehne) oder auch die Semitendinosus-Sehne zum Einsatz. Betroffene haben durch die Entfernung der Sehne von ihrer ursprünglichen Lage keinerlei Nachteile. Nach etwa vierzehn Tagen könne die meisten Patienten bereits auf Gehstützen und Orthese (Kunststoffschiene) verzichten, nach vier bis sechs Wochen kann das Knie dann wieder voll belastet werden.

Diagnose: Meniskusschaden

Die beiden knorpelartigen Halbmondscheiben des Knies, der Innen- und Außenmeniskus, sind sehr strapazierfähig. Bei einer Sturzverletzung mit Überdrehung des Kniegelenks (wie dies im Skialpinsport besonders häufig vorkommt) können Teile eines Meniskus dennoch ein- oder zerreißen. Je nach Ort der Verletzung im Meniskusgewebe werden verschiedene Rissformen unterschieden. Aus diesem Grund kann auch das Beschwerdebild variieren. Typisch sind aber in der Regel Schmerzen im Kniegelenk und Bewegungseinschränkungen. Ebenso können Gelenkblockaden und/oder vorübergehende Reizerscheinungen (wie z. B. Schwellungen) auftreten. Eines haben alle Rissformen gemeinsam: Sie sollten möglichst zeitnah nach dem Unfall behoben werden. Andernfalls können sich eine chronische Gelenkinnenhautentzündung und ein vorzeitiger Verschleiß des Gelenkknorpels entwickeln.

Behandlung

Da mit konservativen Mitteln ein ausgeprägter Meniskusdeffekt meist nicht behoben werden kann, ist in den meisten Fällen eine meniskuserhaltende Operation notwendig. Die Wahl der Operation richtet sich dabei nach Art und Lage der Rissform sowie der Begleitverletzungen. Letztere kommen gerade bei Skiunfällen häufig vor. Mittels bildgebender Verfahren müssen daher zunächst immer erst Ort, Form und Ausmaß des Risses genau diagnostiziert werden. Wenn möglich, wird daraufhin arthroskopisch operiert, d. h. über kleine Hautschnitte. Lassen sich Menisken bei der Operation nicht wieder anheften, wird krankhaftes Meniskusgewebe gewebeschonend und sparsam entfernt. Da es sich bei der Arthroskopie um ein sicheres und schonendes Verfahren handelt, verläuft der Genesungsprozess schnell. Im Vergleich zu einer offenen Gelenkoperation ist das betroffene Knie nach vier bis acht Wochen wieder voll belastbar. Bis dahin geht der Patient an zwei Unterarmgehstützen, um das Knie zu entlasten.

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